Google-Update: SEO-Spammern soll auch die KI nicht mehr helfen

Google hat dem Algorithmus hinter seiner Websuche ein Update verpasst. Dieses soll dafür sorgen, dass Nutzer wieder mehr wertvolle Inhalte und weniger SEO-Spam und Content, der von KI-Systemen generiert wurden, in den Ergebnislisten vorfinden.
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Reaktion auf Beschwerden

Die Google-Entwickler arbeiten im Grunde ständig daran, den Such-Index zu verbessern. Wenn das Unternehmen aber offen über solche Updates spricht, liegt das für gewöhnlich an zwei Dingen: Einerseits sieht man es aufgrund zunehmender Beschwerden als notwendig an, das eigene Engagement zu betonen, andererseits kommen gelegentlich eben auch große Updates, die spürbare Änderungen bringen.

Beides dürfte jetzt der Fall sein. Immer wieder gab es in den letzten Monaten Beschwerden über eine gesunkene Qualität der Suchergebnisse, weil es SEO-Spammern zunehmend gelang, ihre minderwertigen Angebote wieder auf gute Plätze zu hieven. Hier soll es nun duetlich Verbesserungen geben.

"Dieses Update beinhaltet die Verfeinerung einiger unserer zentralen Ranking-Systeme, um uns zu helfen, besser zu verstehen, ob Webseiten nicht hilfreich sind, ein schlechtes Nutzererlebnis haben oder sich so anfühlen, als ob sie für Suchmaschinen statt für Menschen erstellt wurden", erklärte Googles Product Management Director Elizabeth Tucker. "Dazu könnten auch Seiten gehören, die in erster Linie für sehr spezifische Suchanfragen erstellt wurden."

Frist bis Mai

Schon seit vielen Jahren lebt eine ganze Branche davon, Webseiten ohne besonderen Gehalt zu erstellen. Hier wurden von möglichst billigen Schreibkräften schwammige Texte verfasst, die aus sich heraus und der Struktur der Webseite einzig darauf angelegt waren, dem Suchmaschinen-Spider einen guten Treffer vorzugaukeln. So wurde Traffic auf die Seite gelenkt, um mit Werbeschaltungen möglichst hohe Einnahmen zu erzielen.

Solche Seiten tauchten in der letzten Zeit in immer größerem Umfang auf - denn vor allem die neuen generativen KI-Systeme machen es einfach, schnell und billig, die benötigten Texte zu erstellen. Googles Update soll hier nun entsprechend dafür sorgen, dass entsprechende Webangebote wesentlich besser erkannt werden, damit sie in den Suchergebnissen auf hintere Plätze verwiesen werden können.

Mit Abstufungen müssen aber auch Betreiber sonst seriöser Webseiten rechnen, die Teile ihres Angebotes an Dritte vermieten, damit diese ihre eher minderwertigen Inhalte mehr Nutzern zugänglich machen können. Und auch Angebote, die mit gekauften Domains auf gute Suchmaschinen-Platzierungen hoffen, sollen abgestraft werden. Das Update wird nach und nach im Hintergrund an einem neuen Such-Index arbeiten, der am 5. Mai dann freigeschaltet werden soll.

Zusammenfassung
  • Google verbessert Suchalgorithmus gegen SEO-Spam
  • Update folgt auf Nutzerbeschwerden über Suchqualität
  • Ziel: Weniger KI-generierte und nutzerunfreundliche Inhalte
  • Echte Menschen statt Suchmaschinen sollen im Fokus stehen
  • Branche lebt von Webseiten mit wenig Gehalt für Werbeeinnahmen
  • Generative KI erleichtert Massenproduktion schwacher Inhalte
  • Seriöse Seiten mit minderwertigen Drittinhalten werden abgestuft

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