Große Überraschung: Ozean auf Saturns "Todesstern"-Mond entdeckt
Der Saturnmond Mimas galt bisher als starre Eiswelt. Doch jetzt haben Wissenschaftler eine überraschende Entdeckung gemacht. Im Tanz mit dem Saturn zeigt der Mond ein Verhalten, das nur eine Erklärung zulässt: Unter dem Eis schlummert ein Ozean.
Bisher galt Mimas als vollständig erstarrte Welt, seine geringe Dichte sowie das Fehlen von Rissen an der Oberfläche ließen auf eine Zusammensetzung aus Eis mit einem kleinen Gesteinskern schließen. Doch wie die Cassini-Daten zeigen, scheint der Mond bei seiner Rotation um den Saturn stark zu taumeln und sich immer weiter von dem Planeten zu entfernen. Ein Verhalten, das sich mit dem bisherigen Bild der Zusammensetzung nicht vereinbaren lässt.
Und so hatte der Astronom Valery Lainey vom Observatorium der Sorbonne Universität in Paris und sein Team jüngst Modellsimulationen durchgeführt, die eine mögliche Erklärung liefern: "Nachdem die Hypothese eines festen Mimas in eine Sackgasse geführt hat, untersuchten wir die Auswirkungen eines unter der Oberfläche liegenden Ozeans."
Das Ergebnis: Sowohl das Taumeln als auch der sich verändernde Orbit passen perfekt zu einer Welt mit festem Gesteinskern, starrer Eiskruste und einem subglazialen Ozean. Wie die Astronomen beschreiben, dürfte sich der flüssige Ozean in rund 25 bis 30 Kilometer Tiefe befinden.
Der Orbit des Mondes lässt außerdem den Schluss zu, dass sich die flüssigen Wassermassen im Inneren erst vor - in kosmischen Maßstäben - relativ kurzer Zeit gebildet haben. Der Ozean muss laut Lainey weniger als 25 Millionen Jahre alt sein und sich noch immer in der Entwicklung befinden. Das erklärt auch, warum sich an der Oberfläche keine Anzeichen für die Bewegung im Inneren finden. Die Entstehungsgeschichte soll jetzt genauer untersucht werden.
Siehe auch:
Neue Studie: Flüssiges Wasser unter Mimas Eispanzer
Nach fast 20 Jahren im All war Cassini am 15. September 2017 gezielt in die Atmosphäre des Saturn gelenkt. Viele Jahre später beschäftigen die Daten der Sonde immer noch die Wissenschaft - und sorgen weiter für Sensationen. Wie Bild der Wissenschaft schreibt, hat eine neue Analyse von Daten jetzt den Saturnmond Mimas ins Rampenlicht gerückt.Bisher galt Mimas als vollständig erstarrte Welt, seine geringe Dichte sowie das Fehlen von Rissen an der Oberfläche ließen auf eine Zusammensetzung aus Eis mit einem kleinen Gesteinskern schließen. Doch wie die Cassini-Daten zeigen, scheint der Mond bei seiner Rotation um den Saturn stark zu taumeln und sich immer weiter von dem Planeten zu entfernen. Ein Verhalten, das sich mit dem bisherigen Bild der Zusammensetzung nicht vereinbaren lässt.
Und so hatte der Astronom Valery Lainey vom Observatorium der Sorbonne Universität in Paris und sein Team jüngst Modellsimulationen durchgeführt, die eine mögliche Erklärung liefern: "Nachdem die Hypothese eines festen Mimas in eine Sackgasse geführt hat, untersuchten wir die Auswirkungen eines unter der Oberfläche liegenden Ozeans."
Das Ergebnis: Sowohl das Taumeln als auch der sich verändernde Orbit passen perfekt zu einer Welt mit festem Gesteinskern, starrer Eiskruste und einem subglazialen Ozean. Wie die Astronomen beschreiben, dürfte sich der flüssige Ozean in rund 25 bis 30 Kilometer Tiefe befinden.
Der Orbit des Mondes lässt außerdem den Schluss zu, dass sich die flüssigen Wassermassen im Inneren erst vor - in kosmischen Maßstäben - relativ kurzer Zeit gebildet haben. Der Ozean muss laut Lainey weniger als 25 Millionen Jahre alt sein und sich noch immer in der Entwicklung befinden. Das erklärt auch, warum sich an der Oberfläche keine Anzeichen für die Bewegung im Inneren finden. Die Entstehungsgeschichte soll jetzt genauer untersucht werden.
Eismonde neu denken
Das neue Bild von Mimas, das die Studie von Lainey und seinen Kollegen zeichnet, sorgt unter Wissenschaftlern für Begeisterung. "Die Vorstellung, dass selbst relativ kleine, eisige Monde junge Ozeane beherbergen können, ist inspirierend", so Matija Cuk vom SETI-Institut in einem Kommentar in Nature. Auf Basis dieser Erkenntnisse müsse man die Eismonde im Sonnensystem noch einmal neu untersuchen.
Zusammenfassung
- Saturnmond Mimas könnte unterirdischen Ozean haben
- Cassini-Daten lassen auf flüssiges Wasser tief unter Eis schließen
- Rotationsverhalten von Mimas passt nicht zu erstarrter Welt
- Simulationen deuten auf Ozean in 25-30 km Tiefe hin
- Mimas' Ozean könnte weniger als 25 Millionen Jahre alt sein
- Forschungsergebnisse regen neue Sicht auf Eismonde an
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