Geldwäsche, Terror, Missbrauch:
Milliardenstrafe für Kryptobörse
Die Kryptobörse Binance muss eine enorme Strafe hinnehmen: Ein Gericht hat den Antrag der US-Behörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) genehmigt, der das Unternehmen mit einer Forderung von 2,7 Milliarden Dollar überzieht.
Gegen die festgesetzten Summen werden wohl weder das Unternehmen noch der Ex-Manager Einspruch einlegen. Immerhin beruhen die Werte auf einer Einigung, die zwischen der Behörde und den Beschuldigten getroffen wurde. Das Gericht bestätigte diese nun nur noch und erließ eine formale Verfügung, um die Geldstrafen juristisch festzuzurren.
Binance verstieß gegen US-Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche und Sanktionen und versäumte es, mehr als 100.000 verdächtige Transaktionen mit Organisationen zu melden, die von den USA als terroristische Gruppen eingestuft wurden, so die CFTC. Die Börse versäumte es auch, Transaktionen mit Websites zu melden, die sich dem Verkauf von Material zum sexuellen Missbrauch von Kindern widmeten, und war einer der größten Empfänger von Erlösen aus Ransomware, hieß es weiter.
Im November trat Zhao als Binance-Chef zurück und bekannte sich schuldig, gegen die US-Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche verstoßen zu haben. Die Ermittlungen der Behörde hatten sich zuvor, schon aufgrund ihres Umfangs, über Jahre hingezogen - immerhin handelt es sich bei Binance um die größte Kryptobörse weltweit und es galt entsprechend viele Transaktionen zu prüfen.
Siehe auch:
Ex-Chef muss extra zahlen
In dem zugrundeliegenden Verfahren ging es allerdings nicht nur um die Geschäftstätigkeit der Kryptobörse allein, sondern auch um die besondere Verantwortung ihres damaligen Chefs Changpeng Zhao. Dieser muss persönlich weitere 150 Millionen Dollar Geldstrafe hinnehmen. Das geht aus einer Stellungnahme der CFTC hervor.Gegen die festgesetzten Summen werden wohl weder das Unternehmen noch der Ex-Manager Einspruch einlegen. Immerhin beruhen die Werte auf einer Einigung, die zwischen der Behörde und den Beschuldigten getroffen wurde. Das Gericht bestätigte diese nun nur noch und erließ eine formale Verfügung, um die Geldstrafen juristisch festzuzurren.
Binance verstieß gegen US-Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche und Sanktionen und versäumte es, mehr als 100.000 verdächtige Transaktionen mit Organisationen zu melden, die von den USA als terroristische Gruppen eingestuft wurden, so die CFTC. Die Börse versäumte es auch, Transaktionen mit Websites zu melden, die sich dem Verkauf von Material zum sexuellen Missbrauch von Kindern widmeten, und war einer der größten Empfänger von Erlösen aus Ransomware, hieß es weiter.
Binance will sich bessern
Binance erklärte hierzu, dass die Einigung der Firma die Gelegenheit bietet, "für historische, kriminelle Compliance-Verstöße einzustehen und es unserem Unternehmen ermöglicht, das Blatt zu wenden".Im November trat Zhao als Binance-Chef zurück und bekannte sich schuldig, gegen die US-Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche verstoßen zu haben. Die Ermittlungen der Behörde hatten sich zuvor, schon aufgrund ihres Umfangs, über Jahre hingezogen - immerhin handelt es sich bei Binance um die größte Kryptobörse weltweit und es galt entsprechend viele Transaktionen zu prüfen.
Zusammenfassung
- Binance zahlt Strafe von 2,7 Milliarden Dollar
- Ex-Chef Zhao muss 150 Millionen Dollar zahlen
- Einigung ohne Einspruch von Binance/Ex-Manager
- Verstöße gegen Anti-Geldwäschegesetze der USA
- Unzureichende Meldung verdächtiger Transaktionen
- Einigung ermöglicht Binance Neuanfang
- Zhao gestand Verstöße gegen Geldwäschegesetze
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