Lügen & Blaue Haken: EU startet offizielles Verfahren gegen X/Twitter
Die EU-Kommission ermittelt ab sofort ganz offiziell gegen X, den Mikro-Blogging-Dienst, den Elon Musk vor einiger Zeit für zig Milliarden Dollar übernahm. X, früher Twitter, soll gegen diverse EU-Gesetze verstoßen, allen voran der Digital Services Act (DSA).
Zuletzt hatte die EU eine Vorabuntersuchung durchgeführt, bei der man sich auf die von X/Twitter zur Verfügung gestellten Berichte zu Transparenz und anderen Themen stützte. Außerdem flossen die von X/Twitter gelieferten Antworten auf offizielle Anfragen der EU ein. Dabei ging es unter anderem um die Verbreitung von illegalen Inhalten rund um den Krieg im Gaza-Streifen.
Die jetzt anlaufenden offiziellen Ermittlungen sollen unter anderem den Umgang mit illegalen Inhalten auf X/Twitter prüfen, wobei auch die Moderation der Inhalte bzw. die dafür zur Verfügung stehenden Ressourcen eine Rolle spielen sollen. Zudem geht es um die Gegenmaßnahmen, welche das Unternehmen ergreift, um der Verbreitung von manipulierten Informationen entgegenzuwirken. Konkret ist damit die Effektivität des Community-Notes-Systems innerhalb der EU gemeint.
Ebenso geht die EU aber auch dem Verdacht nach, X/Twitter versuche, die Nutzer mit einem irreführenden Design der Benutzeroberfläche zu beeinflussen, wobei es vor allem um die "Blauen Haken" und die damit verbundene Abonnement-Pflicht für deren Erhalt geht. Sollte X/Twitter im Laufe der Ermittlungen tatsächlich die Verletzung der Regelungen aus dem Digital Services Act nachgewiesen werden, droht dem Unternehmen unter anderem eine Geldstrafe.
Wann die EU-Kommission zu einer möglichen Entscheidung kommen will, ist noch vollkommen offen, da es keinerlei Fristen für ein solches Ermittlungsverfahren gibt. Es ist das erste Mal, dass die EU den DSA gegenüber einem als "Very Large Online Platform" eingestuften Unternehmen durchzusetzen versucht. Elon Musk dürfte sich zeitnah auf seine übliche Art und Weise zu dem Thema äußern.
Siehe auch:
- EU prüft Verstöße von X/Twitter gegen DSA
- Ermittlungen zu Moderation von Inhalten und Transparenz
- Untersuchung der Werbevermarktung und Datenzugang
- Vorabuntersuchung bezog sich auf Transparenzberichte
- Fokus auf illegale Inhalte und Gegenmaßnahmen
- Verdacht auf irreführendes Design bei "Blauen Haken"
- Mögliche Geldstrafe bei Verstoß gegen DSA-Regularien
- Keine festen Fristen für Ermittlungsverfahren der EU
EU will Digital Services Act erstmals aktiv durchsetzen
Wie die Europäische Kommission soeben über ihre Website verkündet hat, läuft ab sofort ein formelles Verfahren gegen X/Twitter, bei dem man prüfen will, ob die Plattform gegen den sogenannten Digital Services Act (DSA) verstoßen hat. Es geht um den Umgang mit Risiken, die Moderation der Inhalte, Transparenz bei der Werbevermarktung und den Zugang zu Daten für Forschende.Zuletzt hatte die EU eine Vorabuntersuchung durchgeführt, bei der man sich auf die von X/Twitter zur Verfügung gestellten Berichte zu Transparenz und anderen Themen stützte. Außerdem flossen die von X/Twitter gelieferten Antworten auf offizielle Anfragen der EU ein. Dabei ging es unter anderem um die Verbreitung von illegalen Inhalten rund um den Krieg im Gaza-Streifen.
Die jetzt anlaufenden offiziellen Ermittlungen sollen unter anderem den Umgang mit illegalen Inhalten auf X/Twitter prüfen, wobei auch die Moderation der Inhalte bzw. die dafür zur Verfügung stehenden Ressourcen eine Rolle spielen sollen. Zudem geht es um die Gegenmaßnahmen, welche das Unternehmen ergreift, um der Verbreitung von manipulierten Informationen entgegenzuwirken. Konkret ist damit die Effektivität des Community-Notes-Systems innerhalb der EU gemeint.
Ebenso geht die EU aber auch dem Verdacht nach, X/Twitter versuche, die Nutzer mit einem irreführenden Design der Benutzeroberfläche zu beeinflussen, wobei es vor allem um die "Blauen Haken" und die damit verbundene Abonnement-Pflicht für deren Erhalt geht. Sollte X/Twitter im Laufe der Ermittlungen tatsächlich die Verletzung der Regelungen aus dem Digital Services Act nachgewiesen werden, droht dem Unternehmen unter anderem eine Geldstrafe.
Wann die EU-Kommission zu einer möglichen Entscheidung kommen will, ist noch vollkommen offen, da es keinerlei Fristen für ein solches Ermittlungsverfahren gibt. Es ist das erste Mal, dass die EU den DSA gegenüber einem als "Very Large Online Platform" eingestuften Unternehmen durchzusetzen versucht. Elon Musk dürfte sich zeitnah auf seine übliche Art und Weise zu dem Thema äußern.
Siehe auch:
- Metas Twitter-Konkurrent Threads ist nun offiziell in der EU gestartet
- Werbeumsätze brechen weg: Twitter hat gewaltiges Loch in der Kasse
- Twitter/X: Musk bringt größten rechten Verschwörungsspinner zurück
- Threads Start-Termin bestätigt - Warten auf Twitter/X-Klon hat ein Ende
- "Go fuck yourself" - Elon Musk beschimpft Ex-Werbepartner von Twitter
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Microsoft warnt vor KIs: "Frontier-Modellen kann man nicht trauen"
- Filtern, Sprudeln, Kochen: Reineres Wasser dank Hydrofast C300
- Große Störung bei der ING: Online-Banking und Banking-App offline
- Seit 16 Jahren bekannter Bug bedroht heute Millionen WLAN-Router
- Ikeas 15-Euro-Thermostat: Marktstart von Liljebagge verspätet sich
- E-Sport-Team in Paris geplündert: Pokale, PCs und vor allem RAM weg
- Black Friday schon heute: E-Scooter und E-Bikes bis zu 50% günstiger
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen