Jetzt will ein Milliardär das angeschlagene Hubble-Teleskop retten
Das Hubble-Teleskop ist in die Jahre gekommen, ohne eine Wartungsmission ist das Ende abzusehen. Schon länger denkt die NASA darüber nach, ob man nicht private Unternehmen für den Auftrag begeistern kann. Der Milliardär Jared Isaacman will helfen.
Und so wird die Frage für die NASA immer drängender, ob, und wenn ja, wie, Hubble noch eine Zukunft hat. Offiziell spricht man zwar davon, dass das Teleskop "aller Voraussicht nach in diesem und möglicherweise auch im nächsten Jahrzehnt" seinen Dienst tun werde. Trotzdem stellt man schon länger Überlegungen an, wie die Lebenszeit zuverlässig verlängert werden kann.
Bei dieser Gelegenheit betonte Isaacman, dass er in einer Polaris-Mission zur Rettung des Teleskops weiterhin nur Vorteile sieht. Die Kosten würden nicht dem Steuerzahler auferlegt, Hubble könnte für Jahrzehnte in Betrieb bleiben. Die laufenden Betriebskosten von Hubble seien im Vergleich zum Preis eines Ersatzteleskops außerdem gering. Zu guter Letzt könne Hubble "später" mit einem Starship von SpaceX zur Erde zurückgebracht und in einem Museum ausgestellt werden.
Siehe auch:
Hubble am Limit: Milliardär hat Rettungsplan
Es ist mittlerweile ein regelmäßiges Ritual: Im November musste die NASA das Hubble Teleskop mehrmals in den "Safe Mode" versetzen, weil einer der verbleibenden Lagesensoren in kurzer Folge wiederholt ausgefallen war. Bei der letzten Wartungsmission im Jahr 2009 waren sechs Gyroskope installiert worden, davon funktionieren aktuell noch zwei ohne Probleme. Der Betrieb erfordert mindestens einen Sensor dieser Art, fällt dieser aus, sind Hubbles produktive Tage gezählt.Und so wird die Frage für die NASA immer drängender, ob, und wenn ja, wie, Hubble noch eine Zukunft hat. Offiziell spricht man zwar davon, dass das Teleskop "aller Voraussicht nach in diesem und möglicherweise auch im nächsten Jahrzehnt" seinen Dienst tun werde. Trotzdem stellt man schon länger Überlegungen an, wie die Lebenszeit zuverlässig verlängert werden kann.
Milliardär wirbt für Dragon-Mission
In einer Reaktion auf den jüngsten Ausfall Hubbles, bringt jetzt der Milliardär Jared Isaacman laut Golem eine spannende Studie in Spiel. Die NASA hatte zusammen mit SpaceX und Isaacman, Finanzier der privaten Polaris-Missionen, erkundet, wie eine Reparaturmission zu Hubble aussehen könnte, die mit der Crew Dragon-Kapsel von SpaceX durchgeführt wird.Bei dieser Gelegenheit betonte Isaacman, dass er in einer Polaris-Mission zur Rettung des Teleskops weiterhin nur Vorteile sieht. Die Kosten würden nicht dem Steuerzahler auferlegt, Hubble könnte für Jahrzehnte in Betrieb bleiben. Die laufenden Betriebskosten von Hubble seien im Vergleich zum Preis eines Ersatzteleskops außerdem gering. Zu guter Letzt könne Hubble "später" mit einem Starship von SpaceX zur Erde zurückgebracht und in einem Museum ausgestellt werden.
Technische Machbarkeit
Die NASA hat sich bisher nicht offiziell zu den Ergebnissen der Studie geäußert. Klar ist aber auf jeden Fall, dass SpaceX große Anpassungen an der Crew Dragon-Kapsel vornehmen müsste, bevor diese für eine Reparatur von Hubble bereit ist. Man darf gespannt sein, ob das Teleskop tatsächlich in den nächsten Jahren dank privat finanzierter Missionen neues Leben eingehaucht bekommt.
Zusammenfassung
- Hubble-Teleskop altert, Wartungsmissionen nötig
- NASA erwägt private Hilfe für Teleskop-Wartung
- Milliardär Isaacman will bei Reparatur unterstützen
- Isaacman schlägt Polaris-Mission mit SpaceX vor
- Kosten für Hubble-Betrieb geringer als für neues Teleskop
- Rückführung Hubbles zur Erde mit SpaceX Starship möglich
- NASA hat sich zu Studienergebnissen bislang nicht geäußert
Siehe auch:
- Budgetkürzungen: NASA wird das Hubble-Teleskop langsam zu teuer
- Sternenkreisel: Hubble enthüllt Geheimnisse der Galaxie NGC 685
- James Webb und Hubble: Weltraumbilder landen auf Swatch-Uhren
- James-Webb-Bild einer Supernova greift Rätsel um Hubble-Konstante an
- Hubble entdeckt Uralt-Galaxie auf dem Weg der Verschmelzung
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