Netflix-Chef: 17 Mrd. Dollar für neue Produktionen, Streik fast folgenlos

Für Netflix hatten die Streiks der Gewerkschaften von Autoren und Schauspielern aus der US-Filmindustrie laut Co-CEO Ted Sarandos kaum negative Auswirkungen. Sarandos kündigte außerdem an, dass Netflix wieder ein Milliardenbudget für Eigenproduktionen plant.
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Sarandos froh über Ende der Streiks

Wie der Co-Chef des weltweit größten Film- und TV-Streaming-Dienstes Netflix jüngst laut dem US-Magazin Variety bei einer Konferenz in New York verlauten ließ, ist man bei dem Unternehmen heilfroh darüber, dass die Streiks beendet wurden. Aktuell könne aber noch niemand behaupten, dass ein Überfluss an Inhalten bestehe. Allerdings habe es bei Netflix auch keine große Unterbrechung" in der Versorgung der Kunden mit neuen Eigenproduktionen gegeben, so Sarandos weiter.

Die Coronapandemie habe Netflix genügend Kraft gegeben, um auch in unsicheren Zeiten neue Inhalte liefern zu können, erklärte der Netflix-Co-Chef außerdem. Gemeint sind wahrscheinlich die durch die höhere Nachfrage rund um Streaming-Dienste wie Netflix zwischenzeitlich deutlich erhöhten Einnahmen des Unternehmens, mit denen man sich eine Art Polster für schwierige Zeiten schaffen konnte.


2024 Fokus auf Animation & Inhalte in lokalen Sprachen

Netflix will laut Sarandos im Jahr 2024 rund 17 Milliarden Dollar für die Produktion von neuen Inhalten ausgeben. Für den Co-Chef des Konzerns spiegelt die enorme Summe das zuletzt verzeichnete Wachstum wider. Bei seinen Ausgaben für 2024 will man sich unter anderem auf größere Animationsfilme und ungeskriptete Inhalte in unterschiedlichen Sprachen konzentrieren.

Den Schwerpunkt auf Animationsfilme begründete Sarandos damit, dass die Statistiken von Marktforschungsunternehmen wie Nielsen belegen, dass acht von zehn der meistgesehenen Filme Animationsfilme waren. Erst im November feierte der Film "Leo" von Adam Sandler den bisher erfolgreichsten Start eines Animationsfilms bei Netflix.

Sarandos zeigte sich auch sehr zufrieden, was die Entwicklung der Zahlen des Unternehmens angesichts der jüngst erfolgten Maßnahmen gegen die Weitergabe von Zugangsdaten unter den Nutzern sowie die immer wieder erfolgten Preisänderungen angeht. Man habe das sogenannte "Paid-Sharing" schrittweise eingeführt, um stetig Anpassungen an einzelne Märkte vornehmen zu können - wohl damit die Kunden nicht scharenweise abspringen.

Netflix wolle immer weiter neue Inhalte hinzufügen, dabei aber auch "die Preise immer wieder mit kleinen Schritten anpassen", hieß es weiter. Die Wettbewerber würden stattdessen immer mehr Inhalte verlieren und die Preise anheben, ließ sich Sarandos über die Konkurrenz von Amazon Prime, Disney+ & Co aus.

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Zusammenfassung
  • Netflix-Streiks ohne große Folgen für Eigenproduktionen
  • Milliardenbudget für Netflix-Eigenproduktionen geplant
  • Sarandos: noch kein Überfluss an Netflix-Inhalten
  • 17 Milliarden Dollar für neue Netflix-Inhalte im Jahr 2024
  • Fokus auf Animation und vielsprachige, ungeskriptete Inhalte
  • Animationsfilm "Leo" erfolgreichster Netflix-Start dieser Art
  • Maßnahmen gegen Account-Sharing bei Netflix wirken
  • Netflix plant schrittweise Preisänderungen, lästert über Konkurrenz

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