Daten von 2,4 Mio. Menschen:
Internetnutzung macht nicht krank
Die Nutzung des Internets stellt an sich keinen Risikofaktor für die psychische Gesundheit dar. Das ist das Ergebnis der bisher wohl größten Untersuchung zu dem Thema, die durch Forscher des britischen Oxford Internet Institute durchgeführt wurde.
Trotzdem wollte Andrew Przybylski, Professor an dem Institut, das zur Universität Oxford gehört, gegenüber der Financial Times nicht gänzlich ausschließen, dass es nicht doch irgendwo einen Zusammenhang zwischen der Nutzung und psychischen Problemen geben könnte. Für einen entsprechenden Nachweis würde man aber Daten benötigen, die den Forschern derzeit nicht zur Verfügung stehen.
Um hier aussagekräftigere Untersuchungen durchführen zu können, würde man insbesondere die Nutzerdaten der Unternehmen benötigen, die die wichtigsten Internet-Anwendungen entwickeln und umfassende Informationen über ihre User sammeln. Es dürfte aber recht unrealistisch sein, anzunehmen, dass beispielsweise Meta bereitwillig seine internen Daten für die Wissenschaft zur Verfügung stellt.
In ihrer Studie untersuchten Przybylski und sein Kollege Matti Vuorre die Daten zum psychischen Wohlbefinden von 2,4 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 89 Jahren in 168 Ländern. Die Daten stammten aus einem Zeitraum zwischen 2005 und 2022. "Unsere Ergebnisse liefern keine Belege dafür, dass das Internet und die dadurch ermöglichten Technologien wie Smartphones mit Internetzugang das Wohlbefinden oder die psychische Gesundheit weltweit aktiv fördern oder schädigen", so die Schlussfolgerung der Forscher. Zwar gebe es "einige Hinweise" auf größere Zusammenhänge zwischen psychischen Gesundheitsproblemen und Technologie bei jüngeren Menschen, doch seien diese "von geringem Ausmaß", fügten sie hinzu.
Siehe auch:
Keine Belege für Schädigungen
Bei der großangelegten Studie wurde das Nutzungsverhalten von weit über 2 Millionen Menschen mit ihren jeweiligen Gesundheitsdaten abgeglichen. Das Fazit der Wissenschaftler lautete am Ende: Man habe keine Beweise gefunden, die die "populäre Vorstellung unterstütze, dass bestimmte Gruppen durch die Technologie stärker gefährdet sind".Trotzdem wollte Andrew Przybylski, Professor an dem Institut, das zur Universität Oxford gehört, gegenüber der Financial Times nicht gänzlich ausschließen, dass es nicht doch irgendwo einen Zusammenhang zwischen der Nutzung und psychischen Problemen geben könnte. Für einen entsprechenden Nachweis würde man aber Daten benötigen, die den Forschern derzeit nicht zur Verfügung stehen.
Um hier aussagekräftigere Untersuchungen durchführen zu können, würde man insbesondere die Nutzerdaten der Unternehmen benötigen, die die wichtigsten Internet-Anwendungen entwickeln und umfassende Informationen über ihre User sammeln. Es dürfte aber recht unrealistisch sein, anzunehmen, dass beispielsweise Meta bereitwillig seine internen Daten für die Wissenschaft zur Verfügung stellt.
Hinweise bei jungen Usern
Aktuell lässt sich aber sagen: "Die besten Daten, die uns zur Verfügung stehen, deuten darauf hin, dass es keine globale Verbindung zwischen diesen Faktoren gibt", so Przybylski.In ihrer Studie untersuchten Przybylski und sein Kollege Matti Vuorre die Daten zum psychischen Wohlbefinden von 2,4 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 89 Jahren in 168 Ländern. Die Daten stammten aus einem Zeitraum zwischen 2005 und 2022. "Unsere Ergebnisse liefern keine Belege dafür, dass das Internet und die dadurch ermöglichten Technologien wie Smartphones mit Internetzugang das Wohlbefinden oder die psychische Gesundheit weltweit aktiv fördern oder schädigen", so die Schlussfolgerung der Forscher. Zwar gebe es "einige Hinweise" auf größere Zusammenhänge zwischen psychischen Gesundheitsproblemen und Technologie bei jüngeren Menschen, doch seien diese "von geringem Ausmaß", fügten sie hinzu.
Zusammenfassung
- Internetnutzung laut Studie kein Risikofaktor für psychische Gesundheit
- Studie vergleicht Verhalten mit Gesundheitsdaten von 2 Mio. Menschen
- Keine Beweise für höheres Risiko durch Technologie bei bestimmten Gruppen
- Zusammenhang zwischen Internetnutzung und psychischen Problemen unklar
- Für aussagekräftige Studien fehlen Zugriff auf Nutzerdaten großer Unternehmen
- Aktuelle Daten zeigen keine globale Verbindung zwischen Internet und Wohlbefinden
- Hinweise auf geringfügige Effekte bei jungen Menschen vorhanden
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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