Auf Krebs programmiert: mRNA-Therapie feiert auch hier erste Erfolge
Die während der Corona-Pandemie bekannt gewordene mRNA-Technologie für das Design passgenauer Impfstoffe sollte eigentlich die Krebs-Therapien voranbringen. Und genau hier gibt es nun wohl erste Erfolge, wie aus einer Mitteilung von Biontech hervorgeht.
Bei den aktuellen Versuchen handelt es sich um Phase-1- und 2-Studien. Deren Zweck liegt bislang nicht in der Optimierung der Wirksamkeit, sondern erst einmal in der Überprüfung, ob die neuen Wirkstoffe für den menschlichen Körper verträglich sind. Allerdings liefert die Verabreichung natürlich auch bereits erste Daten über die eigentliche Wirkung.
Von 44 Teilnehmern an der Studie konnten bei 38 Personen bereits Informationen zur Wirkung der Medikamente auf die Tumore gewonnen werden. Bei 74 Prozent der Patienten wurde eine Eindämmung des Tumorwachstums verzeichnet. Bei 45 Prozent der Teilnehmer schrumpfte das Krebsgeschwür sogar. Höhere Dosen brachten dabei allerdings keine zusätzlichen Effekte, sie steigerten aber das Auftreten von Nebenwirkungen - die immerhin in keinem Fall dauerhaft waren.
Die Technologie bringt den Vorteil mit sich, dass man die mRNA-Stränge nach Wunsch programmieren kann. Sie sind so punktgenau in der Lage, mit einem bestimmten Protein zu korrespondieren. Die Forscher haben sich in dem vorliegenden Fall auf ein Eiweiß mit der Bezeichnung CLDN6 festgelegt. Dieses wird in einem gesunden Organismus nur gebildet, um das Wachstum eines Fötus zu fördern.
Aber auch in Tumoren, die unkontrolliert wachsen, spielt es eine wichtige Rolle. Wenn es hier unterdrückt wird, kann sich der Krebs nicht mehr so ausbreiten wie zuvor. CLDN6 kommt dabei in einer ganzen Reihe von Tumorerkrankungen in Weichteilen, Hoden, Uteri und auch im Magen vor.
Siehe auch:
Erste Studien laufen
Vor einiger Zeit sind die ersten klinischen Studien für eine Kombinationstherapie angelaufen, bei denen ein mRNA-Impfstoff als einer von zwei Wirkstoffen agiert. Der zweite Bestandteil sind genetisch veränderte CAR-T-Immunzellen. Beide sind so gestaltet, dass sie gezielt an Moleküle andocken, die nur in Krebszellen zu finden sind.Bei den aktuellen Versuchen handelt es sich um Phase-1- und 2-Studien. Deren Zweck liegt bislang nicht in der Optimierung der Wirksamkeit, sondern erst einmal in der Überprüfung, ob die neuen Wirkstoffe für den menschlichen Körper verträglich sind. Allerdings liefert die Verabreichung natürlich auch bereits erste Daten über die eigentliche Wirkung.
Von 44 Teilnehmern an der Studie konnten bei 38 Personen bereits Informationen zur Wirkung der Medikamente auf die Tumore gewonnen werden. Bei 74 Prozent der Patienten wurde eine Eindämmung des Tumorwachstums verzeichnet. Bei 45 Prozent der Teilnehmer schrumpfte das Krebsgeschwür sogar. Höhere Dosen brachten dabei allerdings keine zusätzlichen Effekte, sie steigerten aber das Auftreten von Nebenwirkungen - die immerhin in keinem Fall dauerhaft waren.
CLDN6-Protein im Visier
In einer kommenden Phase-3-Studie soll zukünftig konkret erprobt werden, wie gut die Therapien gegen einzelne Krebsarten wirken. Hier ist dann auch mit genaueren Ergebnissen und einer stärkeren Optimierung der Wirkstoffe zu rechnen.Die Technologie bringt den Vorteil mit sich, dass man die mRNA-Stränge nach Wunsch programmieren kann. Sie sind so punktgenau in der Lage, mit einem bestimmten Protein zu korrespondieren. Die Forscher haben sich in dem vorliegenden Fall auf ein Eiweiß mit der Bezeichnung CLDN6 festgelegt. Dieses wird in einem gesunden Organismus nur gebildet, um das Wachstum eines Fötus zu fördern.
Aber auch in Tumoren, die unkontrolliert wachsen, spielt es eine wichtige Rolle. Wenn es hier unterdrückt wird, kann sich der Krebs nicht mehr so ausbreiten wie zuvor. CLDN6 kommt dabei in einer ganzen Reihe von Tumorerkrankungen in Weichteilen, Hoden, Uteri und auch im Magen vor.
Zusammenfassung
- Biontech nutzt mRNA-Technologie für Krebstherapie
- Kombination mit mRNA und CAR-T-Immunzellen
- Phase-1- und 2-Studien laufen, Fokus auf Verträglichkeit
- Bei 74% der Teilnehmer wurde Tumorwachstum eingedämmt
- Höhere Dosen erhöhten Nebenwirkungen, brachten keine zusätzlichen Effekte
- Phase-3-Studie wird Wirksamkeit gegen spezifische Krebsarten testen
- mRNA-Stränge programmierbar, um spezifische Proteine zu bekämpfen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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