Meta Quest 3 im Test: Besser und günstiger als die Meta Quest Pro

Meta Quest 3: Performance

Meta verbaut in der Quest 3 als bislang einziger Hersteller den Snapdragon XR2 Gen 2 von Qualcomm. Er gilt als modifizierter Snapdragon 8 Gen 2 als einer der leistungsstärksten Prozessoren für die virtuelle und gemischte Realität. Der Octa-Core-Prozessor wird in einer Strukturbreite von 4 nm gefertigt und dürfte damit energieeffizienter und performanter sein als der 7-nm-Vorgänger.

Vorteile der Meta Quest 3

  • Schneller Prozessor
  • Ausreichend Speicher

Nachteile der Meta Quest 3

  • Mehr RAM schadet nie
  • Keine Speicherversion mit 256 GB

Auch beim Snapdragon XR2+ Gen 1, welcher in der Meta Quest Pro verbaut ist, hat sich die kalifornische Chipschmiede nicht in die Karten schauen lassen. So bekommen wir von Qualcomm nur unkonkrete Angaben wie eine 33-prozentige Steigerung der CPU-Leistung. Dazu gibt es 50 Prozent Steigerung bei der GPU (vermutlich eine Adreno 650) und eine achtfache Steigerung der NPU-Leistung im Vergleich zum Snapdragon XR2 Gen 1. Das Passthrough hat laut Qualcomm eine Latenz von 12 ms.

Dass es sich hier nicht um leere Phrasen handelt, wird spätestens beim direkten Vergleich der Quest 2 und Quest 3 deutlich.

Ersteinrichtung & Software

Wer schon Besitzer einer Meta Quest 1 oder 2 ist, hat es mit der Ersteinrichtung leicht, da nur die vorhandenen Daten in die "Meta Quest"-App eingegeben werden müssen. Alle anderen werden nun gebeten, sich ein Konto einzurichten. Das Problem zum Zwang eines Facebook-Kontos besteht nicht mehr, dafür eben jetzt eines Meta-Kontos. Durch das hervorragende Passthrough ist die Einrichtung über Brille und App kein großes Thema.

Vorteile der Meta Quest 3

  • Mehr als 500 VR-Spiele
  • Kein Facebook-Konto mehr nötig

Nachteile der Meta Quest 3

  • Spiele teilweise recht teuer

Jetzt noch rasch den Spielebereich eingerichtet, wovon es praktisch zwei gibt: einen stationären und den sogenannten "Roomscale". Letzterer sollte in einem mindestens 1,5 × 1,5 Meter großen Raum stattfinden. Hindernisse sollten vorher entfernt werden. Neu ist eine automatische Erkennung der Spielfläche, welche auf Wunsch auch manuell angepasst werden kann. Zum Schluss gebt Ihr mit dem Controller die Bodenhöhe an und fertig. Meta Quest 3Mit der kostenlosen Meta Quest-App seid ihr schnell virtuell unterwegs Dadurch, dass Meta - seinerzeit noch als Oculus - schon einige Jahre auf dem VR-Markt vertreten ist, ist die Bibliothek auch entsprechend gut gefüllt. Man darf sie sogar als die Beste überhaupt bezeichnen. Über 500 VR-Spiele lassen sich so direkt spielen und es kommen täglich neue, und damit auch für die Meta Quest 3 optimierte Mixed-Reality-Spiele hinzu. Prominentes Beispiel wäre hier unter anderem BAM! von I-Illusions.

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Aber auch der Ubisoft-Klassiker "Assassin's Creed Nexus" ist in der virtuellen Realität ein komplett neues Spielerlebnis.

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Wie eingangs schon erwähnt, liegt für Käufer der Meta Quest 3 (noch) das Game "Asgard's Wrath 2" dabei. Auch hierbei handelt es sich um ein VR-Rollenspiel, das grafisch seinesgleichen sucht. Der auf den Meta Gaming Showcases vorgestellte Exklusiv-Titel bietet Euch knapp 60 Stunden dynamische Spielzeit im Stil von "Uncharted Rifts".

Natürlich gibt es auch sportliche Anwendungen wie "Les Mills Bodycombat", bei denen ich schon einige Kalorien und Kilogramm verloren habe. Und mit der Meta Quest 3 und dem hervorragenden Passthrough bin ich auch erstmalig bereit, mich den kostenlosen Meta-Workrooms hinzugeben. Meta Quest 3In der VR verbrannte Kalorien sind auch in der realen Welt weg Ich muss nur noch den Rest der Redaktion davon überzeugen, dass jeder Mitarbeiter mit einer solchen Standalone-Brille ausgestattet wird, und das produktive Arbeiten an unzählig gleichzeitig geöffneten Monitoren kann beginnen. Alle auf meinem "realen" PC verfügbaren Monitore sind auch in Workrooms nutzbar. Ich habe aber den Verdacht, dass das wohl eher nichts wird. Meta Quest 3Es macht tatsächlich ein wenig Angst, wie gut es sich in Metas Workrooms arbeiten lässt Selbstverständlich lässt sich auch mit der Meta Quest 3 eine WLAN- oder Kabel-gebundene Verbindung mit dem PC herstellen, sodass man auch die komplette Steam- und Oculus-Bibliothek nutzen kann. Darunter auch meine Empfehlung mit "Half-Life: Alyx", welche ich jetzt gleich noch einmal von vorn durchspielen werde. Meta Quest 3An Half-Life: Alyx kommt auch mit der Meta Quest 3 kaum ein anderes Spiel ran

Tracking-Kameras & Sensoren

Ein regelrechtes Totschlag-Argument für eine Standalone-VR-Brille ist, dass sie kein Kabel zu einem Computer oder einer NextGen-Konsole benötigt, wie es nach wie vor bei einigen Herstellern der Fall ist. Solch ein Kabel schränkt den Spielspaß doch stark ein. Die gesamte Technik der Meta Quest 3 steckt in der Brille und den beiden Controllern. In unserem Fall sind es insgesamt sechs 6DoF-Inside-out-Tracking-Cameras und zwei 4-MP-RGB-Passthrough-Kameras zuzüglich eines Tiefensensors.

Vorteile der Meta Quest 3

  • Bestes RGB-Passthrough-Erlebnis
  • Hervorragendes Tracking der Controller
  • Zuverlässiges Hand-Tracking

Nachteile der Meta Quest 3

  • Kein Eye- & Face-Tracking

Wir waren sehr erstaunt, dass das Controller-Tracking deutlich besser ist als bei der Quest 2 - und dem der Pro ebenbürtig. Denn die Controller der Meta Quest Pro haben einen eigenen Snapdragon-662-Prozessor und drei 6DoF-Kameras verbaut. Kleiner Fun-Fakt: Diese sind mit der Meta Quest 3 prinzipiell kompatibel und lassen sich nachträglich auch einzeln erwerben. Beispielsweise ließen sich die Controller auch hinter dem Rücken nutzen, wo eine künstliche Intelligenz nur erraten kann, wo Ihr schon wieder Eure Hände habt und erst wieder gesicherte Informationen bekommen, sobald diese von den unteren Kameras der Meta Quest 3 gesichtet werden. Meta Quest 3Die Controller unterscheiden sich durch das ein oder andere Merkmal voneinander Die Controller und das fehlende Augen- und Gesichtstracking sind tatsächlich der elementare Unterschied zur Meta Quest Pro. Ganz ehrlich? Bei dem Preisunterschied kann man gut und gerne darauf verzichten.

Ebenfalls gut hat uns das Hand-Tracking gefallen, welches sowohl in Kombination mit einem Controller als auch ohne jeglichen Controller sehr präzise funktioniert. Der mittig angeordnete Tiefensensor wird hier entsprechend seinen Beitrag leisten. Und auch wenn das Hand-Tracking sehr exakt ist, gibt es dennoch ein leichtes Delay.

Wirklich von den Socken waren wir aber bei der Passthrough-Funktion - also der Mixed Reality. Klar, gegenüber dem Schwarz/Weiß der Quest 2 war das zu erwarten. Aber auch die deutlich teurere Meta Quest Pro kann in dieser Disziplin nicht annähernd mithalten. Richtig deutlich wurde das bei der Ersteinrichtung, wo ich gelegentlich einen Blick auf den Browser oder die Meta-Quest-App auf dem Smartphone werfen musste. Meta Quest 3In manchen Situationen kann man die reale Welt arg verzerren Klar gibt es stellenweise leichte Wölbungen bei Objekten und Lichtquellen werden deutlich heller dargestellt, als sie in der Wirklichkeit sind. Aber diese Fehler in der Matrix geben mir die Sicherheit, mich daran zu erinnern, dass ich unter einer VR/MR-Brille stecke. Ich freue mich nicht nur auf die ersten Mixed-Reality-Spiele, sondern kann nun auch wirklich produktiv an meinem virtuellen Desktop mit Unmengen an Monitoren arbeiten. Fehlt nur noch ein besserer Tragekomfort. Denn einen ganzen Arbeitstag halte ich es bislang nicht unter der Meta Quest 3 aus.

Meta Quest 3: Akku

Die Akkulaufzeit ist bei einem One-in-All-Headset vermutlich eines der wichtigsten Kaufkriterien. Doch die Meta Quest 3 macht es Euch sehr einfach: denn sie hält genau so "wenig" lange durch, wie all die anderen Standalone-VR-Brillen am Markt. Je nach Intensität habt ihr zwei Stunden am Stück virtuellen Spielspaß. Genau die gleiche Zeit braucht die dritte Generation der Quest auch für eine komplette Aufladung am mitgelieferten 18 Watt Netzgerät.

Vorteile der Meta Quest 3

  • 18-W-Netzgerät ist im Lieferumfang
  • Zwei Stunden Spielzeit sind möglich
  • Controller verwenden wechselbare AA-Batterien

Nachteile der Meta Quest 3

  • Keine Ladestation im Lieferumfang
  • Zwei Stunden Akku-Ladung sind nicht zeitgemäß
Meta Quest 3Die Meta Quest 3 hat einen USB-Port-3.0 zum Aufladen Natürlich verkauft Euch Meta eine Ladestation - kostet aber extra. Nüchtern betrachtet muss ich jedoch gestehen, dass ich die Meta Quest 3 mit dem Standard-Kopfband aber sowieso nicht länger auf dem Kopf haben möchte.

Sollte es aber in unmittelbarer Zukunft notwendig sein, die Brille auch arbeitstechnisch länger zu tragen, braucht es wohl den Elite-Akku-Riemen oder aber eine entsprechende Kabelverbindung.
Meta Quest 3 512 GBPreis: 569,99 €
Elite-RiemenPreis: 79,99 €



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