Carsharing-Dienst Miles soll massiv bei Parkgebühren manipuliert haben
Carsharing ist in Großstädten populär, denn man bekommt auf App-Knopfdruck genau dann ein Auto, wenn man es braucht. Die Nutzer der Dienste können das Fahrzeug ohne Extra-Parkschein hinterlassen, wo sie wollen - und hier soll Miles selbst in großem Stil manipuliert haben.
Nach Polizeiangaben wurden nicht nur Geschäftsräume von Miles und Partnern in Deutschland, konkret Berlin und Nordrhein-Westfalen, durchsucht, sondern auch in Wien. Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Laut der Berliner Tageszeitung, die sich auf Informationen der Polizei beruft, geht es um den Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs sowie des Computerbetruges. Dazu kommt der Verdacht auf banden- und gewerbsmäßige Fälschung technischer Aufzeichnungen sowie Urkundenunterdrückung.
Laut den Berliner Behörden geht es hier um einen möglichen Schaden in Höhe von 25 bis 30 Millionen Euro. Konkret geht es um Parkgebühren, deren Erfassung Miles manipuliert haben soll. Denn natürlich müssen Nutzer bzw. Betreiber von Carsharing-Fahrzeugen keinen Parkschein lösen, wenn sie das Auto zurücklassen. Das erfolgt über ein automatisiertes System, bei dem per GPS die Position erfasst und entsprechend abgerechnet wird.
Miles wollte sich zu den Vorwürfen nicht detailliert äußern, sondern teilte lediglich mit, dass die Parkgebühren in Berlin über das "offizielle Handyparken an die Bezirke" abgeführt werde, das habe alleine dieses Jahr "einen hohen siebenstelligen Betrag" ausgemacht.
Miles-CEO Oliver Mackprang hat bereits in Vergangenheit das Berliner Parkgebührenmodell kritisiert, da man in der Hauptstadt die vollen Gebühren bezahlen muss, während Carsharing-Anbieter etwa in München kostenlos parken dürfen, wenn es sich um ein Elektrofahrzeug handelt.
Siehe auch:
Durchsuchungen bei Miles
Wie der Tagesspiegel schreibt, wurden gestern die Geschäftsräume eines der größten deutschen Carsharing-Unternehmen durchsucht. Das verifizierte eine Miles-Sprecherin mittlerweile auch: "Wir können bestätigen, dass am 11. Oktober 2023 eine Durchsuchung stattgefunden hat, bei der wir vollumfänglich kooperiert haben und sämtliche angefragten Datensätze und Dokumente den ermittelnden Behörden offengelegt haben."Nach Polizeiangaben wurden nicht nur Geschäftsräume von Miles und Partnern in Deutschland, konkret Berlin und Nordrhein-Westfalen, durchsucht, sondern auch in Wien. Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Laut der Berliner Tageszeitung, die sich auf Informationen der Polizei beruft, geht es um den Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs sowie des Computerbetruges. Dazu kommt der Verdacht auf banden- und gewerbsmäßige Fälschung technischer Aufzeichnungen sowie Urkundenunterdrückung.
Laut den Berliner Behörden geht es hier um einen möglichen Schaden in Höhe von 25 bis 30 Millionen Euro. Konkret geht es um Parkgebühren, deren Erfassung Miles manipuliert haben soll. Denn natürlich müssen Nutzer bzw. Betreiber von Carsharing-Fahrzeugen keinen Parkschein lösen, wenn sie das Auto zurücklassen. Das erfolgt über ein automatisiertes System, bei dem per GPS die Position erfasst und entsprechend abgerechnet wird.
Telemetriedaten manipuliert
Doch genau diese Daten soll Miles manipuliert haben. Der entsprechende Verdacht besteht bereits seit mehreren Jahren, konkret ist den Ordnungsämtern sowie der Polizei-Bußgeldstelle aufgefallen, dass es eine deutliche Differenz zwischen eingenommenen Parkgebühren und der "außergewöhnlich hohen Zahl" von registrierten Verstößen gebe.Miles wollte sich zu den Vorwürfen nicht detailliert äußern, sondern teilte lediglich mit, dass die Parkgebühren in Berlin über das "offizielle Handyparken an die Bezirke" abgeführt werde, das habe alleine dieses Jahr "einen hohen siebenstelligen Betrag" ausgemacht.
Miles-CEO Oliver Mackprang hat bereits in Vergangenheit das Berliner Parkgebührenmodell kritisiert, da man in der Hauptstadt die vollen Gebühren bezahlen muss, während Carsharing-Anbieter etwa in München kostenlos parken dürfen, wenn es sich um ein Elektrofahrzeug handelt.
Zusammenfassung
- Geschäftsräume des Carsharing-Unternehmens Miles durchsucht
- Verdacht auf Betrug und Fälschung technischer Aufzeichnungen
- Möglicher Schaden von 25 bis 30 Millionen Euro
- Manipulation der Erfassung von Parkgebühren vermutet
- Unterschiede zwischen Parkgebühren und registrierten Verstößen
- Miles führt Parkgebühren über "offizielles Handyparken" ab
- Kritik am Berliner Parkgebührenmodell durch Miles-CEO
Siehe auch:
- Carsharing: VW verkauft seinen WeShare-Dienst an die Konkurrenz
- Tesla arbeitet an einem Carsharing-Projekt - neue Hinweise aufgetaucht
- Daimler und BMW geben ihr Carsharing in zahlreichen Städten auf
- Carsharing: Mazda gibt auf - wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich
- Kurios: In Japan werden Carsharing-Autos Rückzugsort für Gestresste
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