Embargo-Rätsel: Woher hat Huawei den Speicher für sein Mate 60 Pro?
Das Huawei Mate 60 Pro stellt jetzt einen der größten Speicherhersteller vor Probleme. Das neue Flaggschiff-Smartphone des chinesischen Konzerns verwendet RAM- und Flash-Chips von SK Hynix, obwohl diese wegen des US-Embargos nicht an Huawei geliefert werden dürfen.
So wurde bei einem Teardown der Beratungsfirma TechInsights nach Angaben der DigiTimes festgestellt, dass Huawei zwar bei den meisten Komponenten seines neuen Top-Smartphones auf Bauteile aus chinesischer Fertigung setzt, aber beim Speicher auf ganzer Front Chips des koreanischen Herstellers SK Hynix verwendet. Sowohl der LPDDR5-Arbeitsspeicher, als auch der UFS-Flash-Speicher des Mate 60 Pro stammen von Hynix.
Das Unternehmen hat inzwischen auf die Entdeckung von TechInsights reagiert und will jetzt nach eigenen Angaben eine interne Untersuchung starten. Dabei geht es vor allem darum, herauszufinden, wie die Chips des koreanischen Herstellers in den Besitz von Huawei gelangt sind.
SK Hynix bestand in einer Stellungnahme darauf, dass man sich auf die in den USA und einigen anderen Ländern verhängten Handelseinschränkungen gegen Huawei hält. Es bestehen deshalb schon seit Jahren keine Geschäftsbeziehungen mehr zwischen den beiden Unternehmen, hieß es weiter.
Denkbar wäre, dass Huawei die Speicherchips von SK Hynix auf Umwegen eingekauft hat. Eine andere Möglichkeit ist, dass es sich um Lagerbestände handelt, die Huawei noch vor dem Inkrafttreten des US-Embargos in großen Mengen angehäuft hatte. Dies würde allerdings bedeuten, dass der Speicher schon seit fast drei Jahren "auf Halde gelegen" hätte.
Siehe auch:
Huawei verbaut fast nur chinesische Teile
Huawei hat mit dem Mate 60 Pro kürzlich ohne große Ankündigung ein neues High-End-Smartphone auf den Markt gebracht. Das Gerät besitzt nicht nur einen neuen Oberklasse-SoC, der wohl vom chinesischen Fertiger SMIC im 7-Nanometer-Maßstab gefertigt wird und ein integriertes 5G-Modem mitbringt, sondern erregt jetzt auch mit seiner Speicherausstattung Aufmerksamkeit.So wurde bei einem Teardown der Beratungsfirma TechInsights nach Angaben der DigiTimes festgestellt, dass Huawei zwar bei den meisten Komponenten seines neuen Top-Smartphones auf Bauteile aus chinesischer Fertigung setzt, aber beim Speicher auf ganzer Front Chips des koreanischen Herstellers SK Hynix verwendet. Sowohl der LPDDR5-Arbeitsspeicher, als auch der UFS-Flash-Speicher des Mate 60 Pro stammen von Hynix.
Das Unternehmen hat inzwischen auf die Entdeckung von TechInsights reagiert und will jetzt nach eigenen Angaben eine interne Untersuchung starten. Dabei geht es vor allem darum, herauszufinden, wie die Chips des koreanischen Herstellers in den Besitz von Huawei gelangt sind.
SK Hynix bestand in einer Stellungnahme darauf, dass man sich auf die in den USA und einigen anderen Ländern verhängten Handelseinschränkungen gegen Huawei hält. Es bestehen deshalb schon seit Jahren keine Geschäftsbeziehungen mehr zwischen den beiden Unternehmen, hieß es weiter.
Denkbar wäre, dass Huawei die Speicherchips von SK Hynix auf Umwegen eingekauft hat. Eine andere Möglichkeit ist, dass es sich um Lagerbestände handelt, die Huawei noch vor dem Inkrafttreten des US-Embargos in großen Mengen angehäuft hatte. Dies würde allerdings bedeuten, dass der Speicher schon seit fast drei Jahren "auf Halde gelegen" hätte.
Zusammenfassung
- Huawei Mate 60 Pro verwendet SK Hynix Speicherchips trotz US-Embargo
- Neues High-End-Smartphone Mate 60 Pro kürzlich eingeführt
- Mate 60 Pro besitzt neuen Oberklasse-SoC mit integriertem 5G-Modem
- SK Hynix startet Untersuchung zur Herkunft der Speicher im Mate 60 Pro
- SK Hynix beteuert Einhaltung der Handelseinschränkungen gegen Huawei
- Mögliche Erklärungen: Kauf über Umwege oder Nutzung von Lagerbeständen
- Lagerbestände müssten seit fast drei Jahren gelagert worden sein.
Siehe auch:
- Retourkutsche wegen Huawei? iPhone-Verbot in chinesischen Behörden
- Trotz Embargo: China-Chip mit 7nm & 5G in Huaweis neuem Top-Handy
- Huawei baut heimlich mehrere Chipfabriken gegen das Embargo
- Faeser: Huawei muss um jeden Preis raus aus deutschen 5G-Netzen
- Huawei soll noch 2023 Smartphones mit eigenen neuen 5G-Chips planen
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