Hacker-Gruppe veröffentlicht zahlreiche Dokumente der NATO

Angreifern ist es gelungen, in ein Kooperations-Portal der NATO einzudringen. Die Verwaltung des Militärbündnisses bestätigte, dass das IT-Team einem Datendiebstahl durch eine durchaus nicht unbekannte Hacker-Gruppe namens SiegedSec auf der Spur ist.
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845 Megabyte an Dokumenten

Ziel des Angriffs war das COI-Kooperationsportal, auf dem nicht direkt militärische Geheimnisse vorgehalten werden. Es dient vielmehr dem Informationsaustausch und der Organisation der Zusammenarbeit zwischen den militärischen Verbänden der Mitgliedsstaaten.

SiegedSec begann jetzt damit, zahlreiche Dokumente auf ihrem Telegram-Kanal zu veröffentlichen, die von der Plattform stammen sollen. Eine erste Analyse des Materials, das einen Umfang von 845 Megabyte hat, ergab, dass es sich tatsächlich um diverse nicht klassifizierte Dokumente handelt, in denen auch benutzerbezogene sensible Informationen und teilweise auch Zugangsdaten zu Nutzerkonten zu finden sind. Die Analyse von CloudSEK deutet darauf hin, dass das Datenleck, falls es sich in der angenommenen Form bestätigt, alle 31 Nationen betrifft, die Mitglieder der NATO-Allianz sind. Seitens des Bündnisses wollte man noch keine genaueren Angaben zur Sache machen, da diese noch untersucht werde.

Hacken als Aktivismus

"Wir sind täglich mit böswilligen Cyber-Aktivitäten konfrontiert, und die NATO und ihre Verbündeten reagieren auf diese Realität, unter anderem durch die Stärkung unserer Fähigkeit, solche Aktivitäten zu erkennen, zu verhindern und auf sie zu reagieren", hieß es in einer Stellungnahme.

Seitens der SiegedSec-Gruppe betonte man, dass der Angriff auf Protest gegen "Angriffe der NATO-Mitgliedsländer auf die Menschenrechte" erfolgte - was genau gemeint ist, wurde nicht näher ausgeführt. Es wurde allerdings klargestellt, dass die Aktion nichts mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu tun habe.

Zusammenfassung
  • Hacker-Gruppe SiegedSec dringt in NATO-Portal ein
  • 845 MB Datenmaterial auf Telegram-Kanal veröffentlicht
  • 31 Nationen betroffen, Datenleck noch untersucht
  • NATO reagiert mit Stärkung der Cyber-Fähigkeiten
  • SiegedSec begründet Angriff mit Menschenrechtsverletzungen
  • Kein Zusammenhang mit Ukraine-Krieg

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