X "erpresst" Unternehmen und "enteignet" den Besitzer von @X
Twitter heißt seit Anfang dieser Woche offiziell X und seither kann man jeden Tag erleben, welches Chaos und welcher Stil beim Unternehmen nun herrscht. Denn täglich werden neue Details bekannt, wie Ex-Twitter in der Ära Musk agiert - willkürlich, unkoordiniert und skrupellos.
Denn laut einem Bericht des Wall Street Journals (WSJ) ist Twitter bzw. X an Werbepartner herangetreten und hat ihnen eine 50-prozentige Ermäßigung für die Schaltung von Videoanzeigen angeboten. Das ist alles andere als schlimm, aber der Teufel steckt im Detail. Denn das Angebot ist begrenzt und endet am 31. Juli - eine Woche vor der Änderung der Werberichtlinien von X am 7. August 2023.
Dabei arbeitet X mit einem Ansatz, den man als Drückermethode umschreiben kann: Denn laut E-Mails, die das WSJ zugespielt bekommen hat, müssen Marken innerhalb des letzten Monats wenigstens 1000 Dollar für Werbung ausgegeben haben (alternativ 6000 Dollar in den letzten 180 Tagen), um das goldene Firmen-Häkchen für verifizierte Unternehmen zu behalten.
Die goldenen Firmenhäkchen sind für Unternehmen auf Twitter bzw. X essenziell, weil es bei den mittlerweile für alle verfügbaren blauen Haken zu vielen Parodie- und Fake-Accounts gekommen ist. Die Werber haben sich daraufhin (und auch wegen steigender Toxizität) von Twitter abgewandt, seither versuchen X und Musk, diese zurückzulocken - und gehen wenig zimperlich dabei vor.
Denn laut The Telegraph wurde Hwang schlichtweg enteignet. Zuvor hat er den Verkauf des Handles in Erwägung gezogen, doch X verhandelte nicht, sondern nahm ihm das Konto weg. "Sie haben es einfach genommen - so wie ich es mir vorgestellt habe", sagt Hwang der britischen Zeitung. "Sie haben eine E-Mail geschickt, in der steht, dass es im Wesentlichen Eigentum von 'X' ist."
Rechtlich kann Hwang nichts machen, da Nutzer ihre Twitternamen nicht im rechtlichen Sinne besitzen - gleichwohl sagt Twitter in seinen AGB, dass man Konten von Personen nur bei Markenrechtsverletzungen entfernt.
Siehe auch:
Twitter in der Ära Musk
Auch wenn es die Fans des 52-Jährigen nicht hören wollen und lieber das "Genie" Musk feiern: Aber so richtig sauber arbeitet dieser nicht, um es sehr vorsichtig zu formulieren. Ob man hier an Grenzen von Gesetzen kratzt, können wir nicht sagen, moralisch ist das, was Musk und X derzeit veranstalten, aber eher nicht.Denn laut einem Bericht des Wall Street Journals (WSJ) ist Twitter bzw. X an Werbepartner herangetreten und hat ihnen eine 50-prozentige Ermäßigung für die Schaltung von Videoanzeigen angeboten. Das ist alles andere als schlimm, aber der Teufel steckt im Detail. Denn das Angebot ist begrenzt und endet am 31. Juli - eine Woche vor der Änderung der Werberichtlinien von X am 7. August 2023.
Dabei arbeitet X mit einem Ansatz, den man als Drückermethode umschreiben kann: Denn laut E-Mails, die das WSJ zugespielt bekommen hat, müssen Marken innerhalb des letzten Monats wenigstens 1000 Dollar für Werbung ausgegeben haben (alternativ 6000 Dollar in den letzten 180 Tagen), um das goldene Firmen-Häkchen für verifizierte Unternehmen zu behalten.
Die goldenen Firmenhäkchen sind für Unternehmen auf Twitter bzw. X essenziell, weil es bei den mittlerweile für alle verfügbaren blauen Haken zu vielen Parodie- und Fake-Accounts gekommen ist. Die Werber haben sich daraufhin (und auch wegen steigender Toxizität) von Twitter abgewandt, seither versuchen X und Musk, diese zurückzulocken - und gehen wenig zimperlich dabei vor.
@X-Besitzer "enteignet"
Das kann man auch für den Fall des bisherigen Besitzers Twitter-Handles @X behaupten: Denn dieses Konto war bisher im Besitz von Gene X Hwang, einem Fotografen aus San Francisco. Das @X ist seit Kurzem an die Stelle von @Twitter getreten, doch sauber lief der Besitzerwechsel nicht.Denn laut The Telegraph wurde Hwang schlichtweg enteignet. Zuvor hat er den Verkauf des Handles in Erwägung gezogen, doch X verhandelte nicht, sondern nahm ihm das Konto weg. "Sie haben es einfach genommen - so wie ich es mir vorgestellt habe", sagt Hwang der britischen Zeitung. "Sie haben eine E-Mail geschickt, in der steht, dass es im Wesentlichen Eigentum von 'X' ist."
Rechtlich kann Hwang nichts machen, da Nutzer ihre Twitternamen nicht im rechtlichen Sinne besitzen - gleichwohl sagt Twitter in seinen AGB, dass man Konten von Personen nur bei Markenrechtsverletzungen entfernt.
Zusammenfassung
- Twitter heißt seit Anfang dieser Woche offiziell X.
- Mindestens 1000 Dollar für Werbung, um ein goldenes Häkchen zu erhalten.
- Besitzerwechsel des Handles @X erfolgte ohne Verhandlungen.
- Nutzer besitzen ihre Twitter-Namen nicht rechtlich.
Siehe auch:
- Twitter-Chaos: Musk ändert X-Logo erneut, macht sofort Rückzieher
- Musk erklärt, was er mit X vorhat - und warum Twitter "zu klein" wurde
- X: Polizei stoppt Entfernung des Twitter-Schildes am Hauptquartier
- X: Das neue Twitter-Logo ist nun live und schon gibt es die erste 'Panne'
- Neues Twitter-Logo: Elon Musk möchte sich vom Vogel verabschieden
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