Fernsehgeschäft: LG will jetzt auch Abo-Dienste anbieten
Der Elektronikkonzern LG sieht es nicht ein, warum er nur beim Verkauf von Fernsehern etwas verdienen soll, während andere dann über die immer weiter ausufernden Abo-Angebote das richtig große Geschäft machen. Von dem Kuchen will man nun auch ein großes Stück abbekommen.
LG hat nach eigenen Angaben rund 200 Millionen Smart-TVs in alle Welt verkauft. Bei diesem Hardware-orientierten Geschäft werden die Umsätze und Gewinne zum Zeitpunkt des Kaufs generiert. Das Unternehmen teilte nun mit, stattdessen ein plattformbasiertes Service-Geschäftsmodell aufbauen zu wollen, das kontinuierlich Gewinne erwirtschaftet. Über die eigene Installationsbasis will man den Kunden also selbst Abo-Dienste und andere Services anbieten und so zusätzliche Einnahmen hereinholen.
Dass es dem Konzern damit ernst ist, zeigt sich an den geplanten Investitionen. Allein in den Umbau des Fernsehgeschäfts hin zu einem Servicemodell sollen umgerechnet über 700 Millionen Euro investiert werden. Eine zentrale Säule soll das bereits bestehende Angebot LG Channels darstellen. Dabei handelt es sich um einen werbefinanzierten Streamingdienst, der auf den LG-Fernsehern zwischen die sonstigen Fernsehkanäle gestreut wird. Dessen Nutzerzahl hat sich im vergangenen Jahr bereits von 20 Millionen auf 48 Millionen User mehr als verdoppelt und inzwischen erreicht man Menschen in 29 Ländern.
Ebenfalls verdoppeln will LG die Verkaufszahlen im Bereich der Heiz- und Klima-Technik. LG gehört zu den großen Herstellern von Wärmepumpen und mischt vor allem bei Luft-Luft-Wärmepumpen oben mit, die hierzulande vor allem als Klimaanlagen eingesetzt werden. Insbesondere durch die Veränderungen, die auf dem europäischen Markt angestoßen wurden, sieht man bei den Südkoreanern enorme Potenziale für den Ausbau des eigenen Geschäfts in dem Bereich.
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Dass es dem Konzern damit ernst ist, zeigt sich an den geplanten Investitionen. Allein in den Umbau des Fernsehgeschäfts hin zu einem Servicemodell sollen umgerechnet über 700 Millionen Euro investiert werden. Eine zentrale Säule soll das bereits bestehende Angebot LG Channels darstellen. Dabei handelt es sich um einen werbefinanzierten Streamingdienst, der auf den LG-Fernsehern zwischen die sonstigen Fernsehkanäle gestreut wird. Dessen Nutzerzahl hat sich im vergangenen Jahr bereits von 20 Millionen auf 48 Millionen User mehr als verdoppelt und inzwischen erreicht man Menschen in 29 Ländern.
Autos und Wärmepumpen
Der neue Fokus im Fernsehgeschäft ist allerdings nicht der einzige Bereich, mit dem das LG-Management deutlich stärkere Einnahmen generieren will. Verdoppeln will man so beispielsweise auch den Umsatz, den man als Zulieferer für die Automobilindustrie macht. Realistisch ist dies durch den Trend zur Elektromobilität, für den der Konzern wesentlich mehr liefern kann als für die klassischen Fahrzeuge.Ebenfalls verdoppeln will LG die Verkaufszahlen im Bereich der Heiz- und Klima-Technik. LG gehört zu den großen Herstellern von Wärmepumpen und mischt vor allem bei Luft-Luft-Wärmepumpen oben mit, die hierzulande vor allem als Klimaanlagen eingesetzt werden. Insbesondere durch die Veränderungen, die auf dem europäischen Markt angestoßen wurden, sieht man bei den Südkoreanern enorme Potenziale für den Ausbau des eigenen Geschäfts in dem Bereich.
Zusammenfassung
- LG will mehr vom Kuchen: Verkauf von Smart-TVs und Abo-Diensten
- Investitionen in plattformbasiertes Service-Geschäftsmodell
- LG Channels als zentrale Säule
- Verdopplung Umsatz Automobilindustrie durch Elektromobilität
- Verdopplung Verkaufszahlen Heiz- und Klima-Technik
- Potenziale für Ausbau durch Veränderungen auf dem europäischen Markt
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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