In Flugzeugen kommt es immer häufiger zu brennenden Akkus
Brennende Lithium-Ionen-Akkus haben eine Zeitlang viel Aufmerksamkeit erregt, inzwischen ist es aber ruhiger geworden. Das bedeutet aber nicht, dass es weniger Fälle gibt - entsprechende Vorfälle in Flugzeugen nehmen sogar deutlich zu.
Wie der Sender CBS News berichtet, habe die Flugsicherheitsbehörde FAA registriert, dass die Zahl der Brände von Lithium-Ionen-Batterien In Flugzeugen in den letzten fünf Jahren um 42 Prozent gestiegen ist. Durchschnittlich einmal pro Woche kommt es demnach im Luftverkehr in den USA vor, dass ein defekter Stromspeicher durch einen Kurzschluss Feuer fängt.
Als wichtigste Maßnahme sehen Verantwortliche es derzeit an, die Sensibilität der Passagiere zu steigern. Denn eigentlich müssten die Batterien jeweils als Gefahrgut bei der Flugzeugbesatzung angemeldet werden. Da aber inzwischen quasi jeder eines oder mehrere Geräte mit Lithium-Ionen-Zellen mit sich führt und diese zum normalen Alltag gehören, werden sie kaum noch als Risikoquelle angesehen.
Woran die steigende Zahl der Zwischenfälle genau liegt, ist unklar. Denn Smartphones und Notebooks hatten die Passagiere auch schon vor einigen Jahren in großer Zahl dabei. Und die Hersteller haben nach der Aufregung um frühere Vorfälle oft auch reagiert und die Sicherheit in den Geräten verbessert.
Möglich ist allerdings, dass es auch eine zunehmende Menge an Produkten mit Akku gibt, die nicht mit den höherwertigen Batterien ausgestattet sind - das kann beispielsweise bei Billig-Smartphones, aber auch E-Zigaretten der Fall sein. Eine genauere Aufschlüsselung der Daten zu den Vorfällen bleibt daher abzuwarten.
Siehe auch:
Als wichtigste Maßnahme sehen Verantwortliche es derzeit an, die Sensibilität der Passagiere zu steigern. Denn eigentlich müssten die Batterien jeweils als Gefahrgut bei der Flugzeugbesatzung angemeldet werden. Da aber inzwischen quasi jeder eines oder mehrere Geräte mit Lithium-Ionen-Zellen mit sich führt und diese zum normalen Alltag gehören, werden sie kaum noch als Risikoquelle angesehen.
Ursachen ungeklärt
Sollte es zu Problemen kommen, wollen Piloten und Kabinenpersonal aber zumindest darüber informiert sein, was genau beispielsweise zu einer Rauchentwicklung in einer Handtasche führen kann. So lässt sich dann besser abschätzen, wie man auf ein Problem reagiert.Woran die steigende Zahl der Zwischenfälle genau liegt, ist unklar. Denn Smartphones und Notebooks hatten die Passagiere auch schon vor einigen Jahren in großer Zahl dabei. Und die Hersteller haben nach der Aufregung um frühere Vorfälle oft auch reagiert und die Sicherheit in den Geräten verbessert.
Möglich ist allerdings, dass es auch eine zunehmende Menge an Produkten mit Akku gibt, die nicht mit den höherwertigen Batterien ausgestattet sind - das kann beispielsweise bei Billig-Smartphones, aber auch E-Zigaretten der Fall sein. Eine genauere Aufschlüsselung der Daten zu den Vorfällen bleibt daher abzuwarten.
Zusammenfassung
- Brennende Lithium-Ionen-Akkus: 42% Zunahme in 5 Jahren
- Passagiere melden Batterien nicht als Gefahrgut
- Sensibilisierung der Passagiere als Maßnahme
- Unklar, woran die Zunahme liegt
- Billig-Smartphones & E-Zigaretten als mögliche Ursachen
- Genauere Aufschlüsselung der Daten abzuwarten
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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