Gigantische Explosion im Kosmos ebbt drei Jahre lang nicht ab
Manch einem Filmfreund wird es schon zu viel, wenn eine gigantische Explosion in einem Action-Spektakel genüsslich über Minuten ausgerollt wird. Einen der gewaltigsten Ausbrüche im Universum beobachteten Astronomen jetzt allerdings über Jahre.
Alles begann damit, dass die "Zwicky Transient Facility" im Jahr 2020 anschlug. Bei dieser handelt es sich um ein automatisiertes Teleskop-System zur ständigen Durchmusterung des Nachthimmels, das erste Anzeichen besonderer Ereignisse auffangen soll. Die Alarmmeldungen werden dann an andere Teleskope weitergereicht, die ihren Blick mit stärkerem Fokus auf den jeweiligen Himmelsbereich richten können.
Als man mit der Beobachtung begann, konnte noch niemand ahnen, wie lange das Ereignis andauern wird. Man kennt zwar durchaus große kosmische Explosionen, die aber eher in einem überschaubaren Zeitraum wieder abklingen. Der enorme Energieausbruch, der nun beobachtet wurde, wollte und wollte nicht aufhören.
Das Ereignis fand dabei in einer auch noch relativ jungen Galaxie statt. Diese befindet sich rund 8 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt, entsprechend weit reicht der Vorfall in der Geschichte des Universums zurück. Am Ende dauerte es fast drei Jahre, bis sich das Strahlungsniveau in der fraglichen Region des Kosmos wieder normalisiert hatte, was den Wissenschaftlern aber viel Beobachtungszeit schenkte. Ganz anders als sonst, wenn das Zwicky einen Energieausbruch meldet und man rasch reagieren muss, um das Wesentliche mitzubekommen.
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Als man mit der Beobachtung begann, konnte noch niemand ahnen, wie lange das Ereignis andauern wird. Man kennt zwar durchaus große kosmische Explosionen, die aber eher in einem überschaubaren Zeitraum wieder abklingen. Der enorme Energieausbruch, der nun beobachtet wurde, wollte und wollte nicht aufhören.
Viel Beobachtungszeit
Weitergehende Analysen, die ein Forscher-Team der University of Southampton mit Röntgen- und Infrarot-Teleskopen anstellten, kamen dann zu dem Ergebnis, dass man es hier mit einem supermassereichen Schwarzen Loch zu tun hatte, das die Materie einer riesigen Wasserstoffwolke einsog. Dabei kam es zu Strahlenausbrüchen, die bis zu zehnmal stärker waren als jede jemals beobachtete Supernova.Das Ereignis fand dabei in einer auch noch relativ jungen Galaxie statt. Diese befindet sich rund 8 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt, entsprechend weit reicht der Vorfall in der Geschichte des Universums zurück. Am Ende dauerte es fast drei Jahre, bis sich das Strahlungsniveau in der fraglichen Region des Kosmos wieder normalisiert hatte, was den Wissenschaftlern aber viel Beobachtungszeit schenkte. Ganz anders als sonst, wenn das Zwicky einen Energieausbruch meldet und man rasch reagieren muss, um das Wesentliche mitzubekommen.
Zusammenfassung
- Teleskop-System "Zwicky Transient Facility" meldete 2020 Energieausbruch.
- Forscher-Team analysiert mit Röntgen- und Infrarot-Teleskopen
- Supermassereiches Schwarzes Loch saugt Materie einer Wasserstoffwolke ein.
- Strahlungsniveau 10x stärker als jede beobachtete Supernova.
- Ereignis findet in 8 Milliarden Lichtjahren entfernter Galaxie statt.
- Ausbruch dauert 3 Jahre, Forscher haben viel Beobachtungszeit.
- Andere Energieausbrüche klingen üblicherweise schneller ab.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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