Bittrex: Krypto-Börse muss in die Insolvenz und will USA verlassen
Die Krise des Kryptowährungen-Sektors setzt sich fort. Jetzt hat auch die Kryptobörse Bittrex in den USA Insolvenz angemeldet. Die Plattform hat bereits seit einiger Zeit mit vielfältigen Problemen zu kämpfen, weshalb dieser Schritt nicht gänzlich überraschend kommt.
Bittrex hatte bereits vor Monaten erwogen, den Betrieb in den USA einzustellen. Einer der Gründe dafür waren zunehmende Bestrebungen hin zu einer staatlichen Regulierung solcher Plattformen. Die US-Börsenaufsicht SEC hatte kürzlich auch schon Klage gegen die Betreiber bei Bittrex eingereicht. Im Februar wurden darüber hinaus 80 Mitarbeiter entlassen.
Die US-Niederlassung der Kryptobörse geht davon aus, dass im Zuge des Insolvenzverfahrens rund 100.000 Gläubiger bedient werden müssen, berichtete das Magazins CoinDesk. Es geht dabei um Verbindlichkeiten und Vermögenswerte im Bereich zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde Dollar, so geht es aus den Gerichtsakten hervor, die mit dem Verfahren verbunden sind.
Die Krypto-Szene wehrt sich massiv dagegen, stärker staatlich kontrolliert zu werden. Das starke Wachstum, das die Branche zeitweise erreichte, wird unter anderem gerade darauf zurückgeführt, dass man relativ frei agieren konnte. Zur Wahrheit gehört dabei aber auch, dass die enormen Wertsteigerungen eben auch daher rührten, dass viele ahnungslose Verbraucher mit hohen Rendite-Versprechungen zu Investitionen überredet wurden und ihr Geld letztlich an die wenigen Gewinner verloren, ohne dass gesetzliche Schutzmaßnahmen hätten greifen können.
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Die US-Niederlassung der Kryptobörse geht davon aus, dass im Zuge des Insolvenzverfahrens rund 100.000 Gläubiger bedient werden müssen, berichtete das Magazins CoinDesk. Es geht dabei um Verbindlichkeiten und Vermögenswerte im Bereich zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde Dollar, so geht es aus den Gerichtsakten hervor, die mit dem Verfahren verbunden sind.
Umfassende Klage
Trotz des beabsichtigten Rückzugs von Bittrex aus den USA verklagte die SEC das Unternehmen Mitte April wegen des Vorwurfs, es habe eine nationale Wertpapierbörse, einen Broker und eine Clearingstelle betrieben, ohne über die dafür nötigen Lizenzen zu verfügen. Die Behörde verklagte auch den ehemaligen Bittrex-Chef Bill Shihara und die Muttergesellschaft Bittrex Global. Der Chef von Bittrex Global, Oliver Linch, sagte hierzu, dass man beabsichtige, diesen Vorwürfen vor Gericht entgegenzutreten.Die Krypto-Szene wehrt sich massiv dagegen, stärker staatlich kontrolliert zu werden. Das starke Wachstum, das die Branche zeitweise erreichte, wird unter anderem gerade darauf zurückgeführt, dass man relativ frei agieren konnte. Zur Wahrheit gehört dabei aber auch, dass die enormen Wertsteigerungen eben auch daher rührten, dass viele ahnungslose Verbraucher mit hohen Rendite-Versprechungen zu Investitionen überredet wurden und ihr Geld letztlich an die wenigen Gewinner verloren, ohne dass gesetzliche Schutzmaßnahmen hätten greifen können.
Zusammenfassung
- Bittrex meldet Insolvenz in den USA an.
- SEC klagt Bittrex, dessen Betreiber und Muttergesellschaft an.
- 100.000 Gläubiger müssen im Insolvenzverfahren bedient werden.
- Verbindlichkeiten und Vermögenswerte zwischen 500 Mio. und 1 Mrd. Dollar.
- Krypto-Szene wehrt sich gegen staatliche Kontrolle.
- Wertsteigerungen aufgrund hoher Rendite-Versprechen.
- Verbraucher verlieren Geld ohne gesetzlichen Schutz.
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