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Kosmische Strahlung macht untergegangene Zivilisation sichtbar
Die Erkenntnisse über exotische Teilchen, die durch kosmische Strahlung erzeugt werden, dienen keineswegs nur der Grundlagenforschung. So konnten Myonen jetzt genutzt werden, um die Überreste untergegangener Zivilisationen zu kartieren.
Myonen sind Elementarteilchen, die Elektronen ähneln. Sie wurden im Jahr 1936 entdeckt und entstehen beispielsweise, wenn kosmische Strahlung mit den Atomen in der Erdatmosphäre interagiert. Da Myonen sehr leicht sind und nur in begrenztem Maße mit Materie reagieren, durchdringen sie auch viele feste Stoffe - wie eben die Erde selbst - in größerem Umfang.
Dies konnten sich nun auch Archäologen zunutze machen, berichtet das Magazin Live Science. Mithilfe der Kernemulsionstechnologie war es ihnen möglich, Myonen mit einem sehr feinen Fotofilm zu detektieren. Auf diese Weise kann man in tiefer gelegene Erdschichten schauen, ohne größere Ausgrabungen durchführen zu müssen - ähnlich wie Röntgenaufnahmen Blicke in lebende Körper ermöglichen. Das war im vorliegenden Fall sehr praktisch, da man auf der Suche nach den Überresten früherer Bewohner der heutigen Stadt Neapel war.
3D-Modell der Strukturen unter Neapel
Durch die Myonen-Messungen wurden Tempel, ein Forum und zahlreiche unterirdische Gräber gefunden. Aber auch frühchristliche Katakomben aus späterer Zeit wurden entdeckt. An Grabungen danach ist nicht zu denken, da sich die Funde rund zehn Meter unter dem malerischen Stadtteil Rione Sanità befinden, der sehr dicht besiedelt ist. Da die Elementarteilchen aber eben einen Blick tief unter die Erde zulassen, können die Strukturen teils noch besser als 3D-Modell rekonstruiert werden, als es bei einer Grabung in dieser Tiefe möglich wäre.
Siehe auch:
Dies konnten sich nun auch Archäologen zunutze machen, berichtet das Magazin Live Science. Mithilfe der Kernemulsionstechnologie war es ihnen möglich, Myonen mit einem sehr feinen Fotofilm zu detektieren. Auf diese Weise kann man in tiefer gelegene Erdschichten schauen, ohne größere Ausgrabungen durchführen zu müssen - ähnlich wie Röntgenaufnahmen Blicke in lebende Körper ermöglichen. Das war im vorliegenden Fall sehr praktisch, da man auf der Suche nach den Überresten früherer Bewohner der heutigen Stadt Neapel war.
3D-Modell der Strukturen unter Neapel
Graben nicht möglich
Mit den so angefertigten Aufnahmen machten die Forscher beispielsweise die Strukturen von Gebäuden sichtbar, die von griechischen Siedlern erbaut wurden. Diese waren in der Region bereits ansässig, lange bevor an das später aufstrebende römische Imperium zu denken war. Sie lebten damals in einer Stadt namens Cumae, die dann um 650 vor der Zeitenwende in Neapolis (Neue Stadt) umbenannt wurde - das heutige Neapel.Durch die Myonen-Messungen wurden Tempel, ein Forum und zahlreiche unterirdische Gräber gefunden. Aber auch frühchristliche Katakomben aus späterer Zeit wurden entdeckt. An Grabungen danach ist nicht zu denken, da sich die Funde rund zehn Meter unter dem malerischen Stadtteil Rione Sanità befinden, der sehr dicht besiedelt ist. Da die Elementarteilchen aber eben einen Blick tief unter die Erde zulassen, können die Strukturen teils noch besser als 3D-Modell rekonstruiert werden, als es bei einer Grabung in dieser Tiefe möglich wäre.
Zusammenfassung
- Myonen: Elementarteilchen, die Elektronen ähneln & durch Materie durchdringen
- Archäologen nutzen Myonen, um unterirdische Strukturen zu erforschen
- Mit Kernemulsionstechnologie werden Myonen auf Fotofilm detektiert
- In Neapel entdeckte man Überreste von Gebäuden aus griechischer Zeit
- Auch frühchristliche Katakomben aus späterer Zeit fand man
- Myonen ermöglichen Rekonstruktionen tiefer liegender Strukturen
- Fundstätten liegen zu tief, um sie auszugraben
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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