eBay Kleinanzeigen: Neue KI soll auf die Jagd nach Betrügern gehen

Die Plattform eBay Kleinanzeigen arbeitet daran, Betrüger zukünftig einfacher erkennen zu können. Mit neuen Technologien will man diesen auf die Schliche kommen und holt sich dafür einen Partner aus Konstanz ins Boot. Wie der Kleinanzeigenmarkt jetzt mitteilte, habe man eine Kooperations-Vereinbarung mit dem Machine-Learning-Spezialisten MindUp abgeschlossen. Dieser stellt im Rahmen dessen einen umfangreichen, kontinuierlich aktualisierten Datensatz mit Adressen tausender Fakeshops zur Verfügung. Auf dieser Grundlage soll ein KI-Algorithmus mit Trainings-Informationen gefüttert werden.

Auf den ersten Blick sehen die betrügerischen Shops seriös aus - professionelle Gestaltung, attraktive Angebote, vertraute Siegel. Doch wer dort kauft, erhält keine Ware und sieht sein Geld nie wieder. Ob nun Brennholz, Haushaltsgeräte, Spielwaren oder Unterhaltungselektronik, die Kriminellen nutzen alle möglichen Trends, um schnell Kunden anzulocken und nach der Kassierung von Geldern abzutauchen. Um die Nutzer auf ihre Seiten zu bekommen, nutzen die Betrüger gern reichweitenstarke Plattformen wie eBay Kleinanzeigen.

Schneller zur Sperre

Für den normalen Nutzer lassen sich Fake-Shops meist nur schwer erkennen. Eine KI, die ein Spezialist in Sachen Muster-Erkennung ist, kann hier schon weiterhelfen. Denn der Algorithmus führt verschiedene kleine Hinweise zusammen und kann so eine Gesamtbewertung treffen. Mit der Zeit perfektioniert sich die Erkennungsrate immer weiter und das System ist flexibel genug, auch auf Gegenmaßnahmen der Betrüger reagieren zu können.

Bislang wurden Fakeshops vor allem durch Nutzerhinweise in die Sperrliste aufgenommen. Jetzt sorgt die KI schon vorab für eine Analyse. "Mit dem neuen Verfahren verkürzen wir die Zeit bis zur Sperrung betrügerischer Werbeziele erheblich. Im besten Fall werden betrügerische Anzeigen gar nicht erst ausgespielt", sagt Paul Heimann, Chef von eBay Kleinanzeigen.

Siehe auch:

Zusammenfassung
  • eBay Kleinanzeigen arbeitet an besserer Erkennung von Betrügern durch KI-Algorithmus.
  • Kooperation mit Machine-Learning-Spezialisten MindUp für Datenbank mit Fakeshop-Adressen.
  • Betrüger nutzen Plattformen wie eBay Kleinanzeigen, um Kunden anzulocken.
  • KI erkennt Fakeshops besser als Nutzerhinweise.
  • KI lernt stetig dazu und ist flexibel auf Gegenmaßnahmen der Betrüger.
  • Anzeigen werden im besten Fall gar nicht erst ausgespielt.
  • Paul Heimann, Chef von eBay Kleinanzeigen: "Verkürzung der Zeit bis zur Sperrung."

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