Aufgebläht, jetzt der Schnitt:
Zalando entlässt hunderte Mitarbeiter
In der Pandemie stark gewachsen, jetzt fühlt man sich zu aufgebläht: Was in den USA bei IT-Konzernen zu Massenentlassungen führt, nimmt sich jetzt auch Zalando zum Vorbild. Die Gründer kündigen klare Einschnitte in vielen Bereichen an, einige bleiben aber unberührt.
Gentz und Schneider ist das Unternehmen dabei offenbar vor allem am Kopf zu schwer geworden. Die Stellenstreichungen sollen demnach vorwiegend die Verwaltung und Führungsebene betreffen. Der Vorstand will sich zu diesem Zeitpunkt aber offenbar noch nicht festlegen, in welchen Bereichen die Einschnitte wie stark ausfallen werden. Man wolle eine "breite Spanne" an Optionen nutzen, fest steht allerdings: Es werden hunderte Stellen abgebaut.
Wie die FAZ schreibt, hatte Zalando von 2020 bis 2021 einen echten Einstellungsmarathon durchlaufen und war von 14.200 auf mehr als 17.000 Mitarbeiter angewachsen. Wie Gentz und Schneider in dem Brief betonen, hat man sich dabei wohl etwas übernommen: "Wir haben ein Komplexitätslevel erreicht, das unsere Fähigkeit, schnell zu reagieren, beeinflusst hat."
Siehe auch:
Zu schnell, zu groß: Zalando fühlt sich nicht mehr flexibel genug
Die Formulierungen, die Gründer Robert Gentz und David Schneider in einem Schreiben an ihre Belegschaft wählen, ähneln sehr dem, was auch große US-Konzerne aktuell zu Entlassungen zu verkünden haben. Wie die FAZ heute aus dem internen Dokument zitiert, wollen die beiden Chefs ihren Konzern nach einer Wachstumsphase jetzt wieder schlanker machen - obwohl man noch im Dezember 2022 "personelle Einsparungen" eigentlich ausgeschlossen hatte: "Das ist eine sehr harte, aber notwendige Entscheidung, um uns auf die in der Zukunft liegenden Herausforderungen und Chancen vorzubereiten."Gentz und Schneider ist das Unternehmen dabei offenbar vor allem am Kopf zu schwer geworden. Die Stellenstreichungen sollen demnach vorwiegend die Verwaltung und Führungsebene betreffen. Der Vorstand will sich zu diesem Zeitpunkt aber offenbar noch nicht festlegen, in welchen Bereichen die Einschnitte wie stark ausfallen werden. Man wolle eine "breite Spanne" an Optionen nutzen, fest steht allerdings: Es werden hunderte Stellen abgebaut.
Nach dem Einstellungsmarathon
Ausdrücklich sind aber auch bestimmte Bereiche von diesem Prozess ausgeklammert: Kundendienst und stationäre Ladengeschäfte werden keine Mitarbeiter verlieren, außerdem sollen auch die Logistikzentren unberührt bleiben. Zu guter Letzt sind die Stellen bei der Marketingabteilung Zalando Studios, unter anderem verantwortlich für Produktfotos, vorerst wohl sicher.Wie die FAZ schreibt, hatte Zalando von 2020 bis 2021 einen echten Einstellungsmarathon durchlaufen und war von 14.200 auf mehr als 17.000 Mitarbeiter angewachsen. Wie Gentz und Schneider in dem Brief betonen, hat man sich dabei wohl etwas übernommen: "Wir haben ein Komplexitätslevel erreicht, das unsere Fähigkeit, schnell zu reagieren, beeinflusst hat."
Zusammenfassung
- Zalando plant Massenentlassungen, v.a. in Verwaltung und Führungsebene.
- Kundendienst, stationäre Ladengeschäfte, Logistikzentren und Zalando Studios bleiben unberührt.
- Zalando hatte 2020-2021 einen Einstellungsmarathon durchlaufen, ist aber zu aufgebläht.
- Gründer Gentz und Schneider: "Wir haben ein Komplexitätslevel erreicht, dass unsere Fähigkeit schnell zu reagieren beeinflusst hat."
- Einschnitte sollen Unternehmen wieder schlanker machen, um auf Zukunft vorzubereiten.
- Wie stark Einschnitte ausfallen, ist noch offen, aber es werden hunderte Stellen abgebaut.
- Entlassungen waren eigentlich für Dezember 2022 ausgeschlossen.
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