Notruf ausgefallen: Bauarbeiten beschädigen Telekom-Glasfaserkabel

Im Rahmen von Tiefbauarbeiten ist es zu Schäden an Glasfaserkabeln der Telekom gekommen. Die zerstörten Leitungen haben in mehreren Orten dafür gesorgt, dass Sprach- und Internet-Dienste im Mobilfunk- und Festnetz-Bereich nicht mehr zur Verfügung standen.
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Von der Störung waren die Städte Erkrath, Hilden, Mettmann sowie der Stadtteil Haan-Gruiten betroffen. Ab Freitagmittag konnten stundenlang keine Notrufe über die Nummern 110 sowie 112 mehr abgesetzt werden. Das Mobilfunknetz war bis in die Nacht hinein gestört. Um Notrufe wieder zu ermöglichen, wurden sieben Notfallmeldestellen in Erkrath aktiviert und mit 30 Mitgliedern der Feuerwehr besetzt. Die Meldestellen hatten die Möglichkeit, Notrufe an die Leitstelle weiterzugeben. Da die Notruf-App Nora nicht nur über mobile Daten, sondern auch über WLAN kommunizieren kann, funktionierte die App durchgehend. Infografik Breitbandausbau: Das Glasfaserpotential wird nicht ausgeschöpftBreitbandausbau: Das Glasfaserpotential wird nicht ausgeschöpft

Warnung über die Nina-App

Der lokalen Tageszeitung erkrath.jetzt zufolge wurde die Warn-App Nina verwendet, um die Bevölkerung der entsprechenden Orte im Großraum Düsseldorf auf die Störung hinzuweisen. Alternative Notruf-Optionen wurden auch über die Social-Media-Konten der Kommunen bekannt gegeben.

Insgesamt waren 15.000 Kunden und zehn Mobilfunk-Stationen von den Ausfällen betroffen. Zudem waren die Webseiten einiger Behörden in NRW vorübergehend nicht erreichbar. Hierzu zählten das Landesumweltamt, die örtliche Polizei, das Statistische Landesamt sowie einige Ministerien und Gerichte.

Ein Bagger soll bei Tiefbauarbeiten in der Düsseldorfer Königsallee 17 Glasfaserkabel durchtrennt haben. Inzwischen wurden mehrere Ersatzkabel verlegt, sodass die Störung nach weniger als einem Tag weitestgehend behoben werden konnte.

Zusammenfassung
  • Schäden an Glasfaserkabeln: Mobilfunk- und Festnetz-Dienste gestört.
  • Notrufe über 110/112 stundenlang nicht möglich, Notfallmeldestellen eingerichtet.
  • Warn-App Nina zur Bekanntgabe der Störung verwendet.
  • 15.000 Kunden und zehn Mobilfunk-Stationen betroffen.
  • Behörden-Webseiten vorübergehend nicht erreichbar.
  • Bagger soll Kabel durchtrennt haben, Ersatzkabel verlegt.
  • Störung nach weniger als einem Tag weitestgehend behoben.

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