Windows: Microsoft-Aussage über WPF versetzt Entwickler in Sorge

Microsoft hat unter Windows-Entwicklern für einige Verwirrung gesorgt. Diese machen sich aufgrund von Aussagen in einer Präsentation Sorgen über die Zukunft der Frameworks Windows Forms und Windows Presentation Foundation (WPF).
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Auslöser war ein Online-Workshop, der in der vergangenen Woche stattfand. In diesem stellte Produktmanagerin Olia Gavrysh auch verschiedene Neuigkeiten rund um die Frameworks für die Windows-Entwicklung vor. Im Zuge dessen wurde das WPF von ihr als "Community Run Project" bezeichnet. Das ist oft der beschönigende Ausdruck dafür, dass man sich als Unternehmen nicht mehr um eine bestimmte Software kümmern will, sie aber nicht komplett einstellt, sondern als Open-Source-Projekt aus der eigenen Verantwortung entlässt.

Entsprechend wurde dies auch von einigen Teilnehmern aufgefasst, die bestürzt reagierten. "Wer ist glücklich darüber, dass WPF jetzt ein von der Gemeinschaft betriebenes Projekt sein soll? Das ist so beängstigend", erklärte beispielsweise Morten Nielsen, ein Entwicklungs-Chef beim Software-Anbieter ESRI.


Unglücklich formuliert

Allerdings wurde die Folie in der Präsentation wohl nicht ganz zutreffend beschriftet und dann auch noch missinterpretiert. Gavrysh erklärte inzwischen, dass WPF für Microsoft keineswegs gestorben sei. "Wir haben ein Team, das an WPF arbeitet und es unterstützt", sagte sie.

Die neue Entwicklung in Richtung eines Community Run Project sollte vielmehr andeuten, dass Microsoft bei der weiteren Arbeit an WPF die Hilfe der Nutzer stärker annehmen will. Denn es gibt immer wieder Beiträge aus der Community, die vom Entwickler-Team in Redmond bisher nur bedingt wahrgenommen wurden. "Wir wechseln jetzt zu dem Modell, bei dem wir eine Menge Pull Requests von der Community akzeptieren", kündigte Gavrysh an.

Microsoft wird WPF also nicht einfach am langen Arm verhungern lassen. Allerdings sollten sich Entwickler trotzdem auch im Klaren darüber sein, dass das Unternehmen das Framework nicht mehr als strategisch bedeutsames Projekt ansieht und es eher nur noch um Pflege geht als um entscheidende Weiterentwicklungen.

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