Brasilianer stürmen indische Twitter-Alternative - weil sie "Arsch" heißt
Seit der Musk-Übernahme von Twitter machen sich Nutzer auf die Suche nach Alternativen. Viele führte diese Suche zu Mastodon, es gibt auch neue Plattformen wie Hive. Andere (lokale) Anbieter drängen hingegen auf neue Märkte - und haben aus ungewöhnlichen Gründen Erfolg.
Die indische App Koo ist ganz offensichtlich ein Twitter-Klon. Das zeigt sich nicht nur am Interface, das sich keine große Mühe gibt, das Vorbild zu vertuschen, sondern auch am Logo bzw. Maskottchen, einem Vogel. Der einzige relevante Unterschied zu Twitter ist, dass der Vogel gelb ist und nicht blau.
In Indien ist Koo auch populär, doch im Rest der Welt sehen die wenigsten einen Grund, das Social Network aus dem (bald) bevölkerungsreichsten Land der Erde auszuprobieren. Es gibt allerdings eine Ausnahme und das ist Brasilien. Und das hat einen speziellen und durchaus kuriosen Grund.
Denn in der vergangenen Woche hat Koo knapp eine Million Brasilianer*innen zum Download motiviert. Allerdings dürfte das nicht sonderlich nachhaltig sein, denn die meisten dürften Koo nur installieren, um dort zumeist nicht jugendfreie Hinterteil-Witze zu machen.
Dabei machen nicht nur Nutzer mit, sondern auch Unternehmen wie Razer. Der Hersteller, dessen Logo eine Schlange zeigt, fragt, ob es für die Schlange bereits zu spät sei, in (den) Koo einzutreten - und man braucht nicht viel Fantasie, um diese Doppeldeutigkeit zu verstehen. Dazu kommen auch noch Probleme mit der Sicherheit und auch Fake-Konten. Koo jedenfalls versuchte, die Witze zu entschärfen und schrieb: "Koo ist der Klang dieses niedlichen gelben Vogels. Nicht das, was ihr denkt."
Siehe auch:
In Indien ist Koo auch populär, doch im Rest der Welt sehen die wenigsten einen Grund, das Social Network aus dem (bald) bevölkerungsreichsten Land der Erde auszuprobieren. Es gibt allerdings eine Ausnahme und das ist Brasilien. Und das hat einen speziellen und durchaus kuriosen Grund.
Koo klingt wie Cu
Denn Koo, dessen Macher vor Kurzem eine portugiesische Sprachversion gestartet haben, erinnert die Brasilianer an das Wort "Cu" - und das heißt schlichtweg "Arsch". Seither stürmen Südamerikaner Koo und das führt beim indischen Startup zu diversen Moderations- und Sicherheitsproblemen (via TechCrunch).Denn in der vergangenen Woche hat Koo knapp eine Million Brasilianer*innen zum Download motiviert. Allerdings dürfte das nicht sonderlich nachhaltig sein, denn die meisten dürften Koo nur installieren, um dort zumeist nicht jugendfreie Hinterteil-Witze zu machen.
Dabei machen nicht nur Nutzer mit, sondern auch Unternehmen wie Razer. Der Hersteller, dessen Logo eine Schlange zeigt, fragt, ob es für die Schlange bereits zu spät sei, in (den) Koo einzutreten - und man braucht nicht viel Fantasie, um diese Doppeldeutigkeit zu verstehen. Dazu kommen auch noch Probleme mit der Sicherheit und auch Fake-Konten. Koo jedenfalls versuchte, die Witze zu entschärfen und schrieb: "Koo ist der Klang dieses niedlichen gelben Vogels. Nicht das, was ihr denkt."
Siehe auch:
- "iPhone-Hacker" George Hotz will die Twitter-Suche reparieren
- Twitter mal hü, mal hott: Musk pausiert Verifizierung, hat große Pläne
- Kahlschlag ist nicht genug, Musk will weitere Twitter-Mitarbeiter feuern
- Nach Abstimmung: Musk reaktiviert Twitter-Account von Trump
- Twitter: Hunderte Mitarbeiter kündigen - wichtige Teams sind weg
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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