Forschung: Es sind nicht PC und Smartphone, die beim Schlafen stören
Immer wieder wird davor gewarnt, vor dem Schlafengehen noch Computer oder Smartphone zu nutzen, da der Blick aufs Display zu schlechterem Schlaf führe. Dies lässt sich auf Grundlage von Forschungsarbeiten zum Thema aber nicht halten.
Konkrete Untersuchungen zeigen vielmehr, dass letztlich weniger das Licht des Bildschirms Einfluss auf den Schlaf-Rhythmus hat, als die Art der Nutzung. Das Magazin Vulture verwies dafür auf die Forschung von Morgan Ellithorpe, Assistenzprofessorin an der Fakultät für Kommunikation der Universität von Delaware. Diese hatte unter anderem für eine vor einiger Zeit veröffentlichte Studie eine Gruppe von 58 Erwachsenen Schlaftagebuch führen lassen und parallel die Mediennutzung beobachtet.
Es zeigte sich, dass die Qualität des Schlafs sogar zunehmen konnte, wenn Probanden am Ende ihres Tages noch auf den Bildschirm schauten. Und das dürfte der Lebensrealität und Erfahrung von Milliarden Menschen entsprechen, die vor dem Schlafengehen noch Unterhaltungsmedien konsumieren, um zu entspannen.
Die negative Betrachtung, die man normalerweise kennt, führt Ellithorpe auf zwei Aspekte zurück: So hält sich in der Gesellschaft immer noch die grundsätzliche Ansicht, dass die Nutzung moderner Medien erst einmal schlecht sei. Hinzu kommt aber auch eine zutiefst menschliche Eigenart: Wir haben oft ein Problem damit, ein planvolles Handeln gegenüber uns selbst durchzusetzen. Das dürfte jeder kennen, der pünktlich nach fünf Minuten versuchte, das Scrollen in der Facebook-Timeline einzustellen.
Die Forscherin empfahl, vor dem Schlafengehen eine "wenig anspruchsvolle Sendung" zu schauen, und benannte explizit Stranger Things als gefährliche Inhaltswahl vor dem Schlafengehen, denn "man muss den Überblick über all die Charaktere behalten, sich daran erinnern, was vor drei Staffeln passiert ist, und es ist emotional aufgeladen". Wichtiger als die Art des Contents sei es aber, einen festen Zeitpunkt einzuhalten, zu dem man spätestens ins Bett geht.
Siehe auch:
Es zeigte sich, dass die Qualität des Schlafs sogar zunehmen konnte, wenn Probanden am Ende ihres Tages noch auf den Bildschirm schauten. Und das dürfte der Lebensrealität und Erfahrung von Milliarden Menschen entsprechen, die vor dem Schlafengehen noch Unterhaltungsmedien konsumieren, um zu entspannen.
Stranger Things ist schlecht
Wie Ellithorpe erklärte, kämen Probleme vor allem dann auf, wenn die Mediennutzung keinen Haltepunkt hat. Endlose Social Media-Timelines oder auch Serien, die auf das Binge-Watching zugeschnitten sind, seien problematisch. Wer aber vor dem Schlafengehen einer konkreter umrissenen Tätigkeit am PC nachgeht oder eine in sich abgeschlossene Serien-Episode anschaut, kann trotz Display-Licht anschließend erholsam schlafen.Die negative Betrachtung, die man normalerweise kennt, führt Ellithorpe auf zwei Aspekte zurück: So hält sich in der Gesellschaft immer noch die grundsätzliche Ansicht, dass die Nutzung moderner Medien erst einmal schlecht sei. Hinzu kommt aber auch eine zutiefst menschliche Eigenart: Wir haben oft ein Problem damit, ein planvolles Handeln gegenüber uns selbst durchzusetzen. Das dürfte jeder kennen, der pünktlich nach fünf Minuten versuchte, das Scrollen in der Facebook-Timeline einzustellen.
Die Forscherin empfahl, vor dem Schlafengehen eine "wenig anspruchsvolle Sendung" zu schauen, und benannte explizit Stranger Things als gefährliche Inhaltswahl vor dem Schlafengehen, denn "man muss den Überblick über all die Charaktere behalten, sich daran erinnern, was vor drei Staffeln passiert ist, und es ist emotional aufgeladen". Wichtiger als die Art des Contents sei es aber, einen festen Zeitpunkt einzuhalten, zu dem man spätestens ins Bett geht.
Siehe auch:
- Nur dank Autopilot zum Ziel: Beide Piloten einer Boeing 737 schlafen ein
- Verschlafen? Vielleicht hat Google Schuld, Alarm funktioniert nicht
- Projekt "Brahms": Amazon arbeitet an Gerät zur Schlafüberwachung
- Bedtime Reminder: YouTube App erinnert jetzt daran, schlafen zu gehen
- Display-Licht kann Einschlafstörungen verursachen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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