Von 12 auf 14 Zoll: LG zeigt ultraflexibles, streckbares Micro-LED-Display

Der koreanische Hersteller LG hat den Prototypen eines neuartigen Displays vorgestellt, dessen Diagonale sich durch einfaches Ziehen von 12 auf dann 14 Zoll erhöhen lässt. Das Panel könnte unter anderem auf Möbeln und Kleidung angebracht werden, so das Unternehmen.
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LG Display
Wie LG Display jüngst verlauten ließ, beginnt jetzt die Zeit der sogenannten Free Form Displays. Die Forschung- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens hat einen entsprechenden Prototyp demonstriert, dessen Größe sich durch Ziehen um bis zu zwei Zoll steigern lässt. Das Panel ist auch sonst sehr flexibel und lässt sich daher auf einer Vielzahl geformter Oberflächen anbringen. LG Display: Stretchable Micro-LED-Display (Free Form Display) LG Display: Stretchable Micro-LED-Display (Free Form Display) LGs Free Form Display arbeitet mit einer Pixeldichte von 100 Pixel pro Zoll, wie sie zum Beispiel auch bei einem 40-Zoll-Fernseher mit 4K-Auflösung geboten wird. Es kommen Micro-LEDs mit einer Größe von weniger als 40 Mikrometern zum Einsatz, die durch S-förmige Federn und nicht durch gerade verlaufende Drähte verbunden sind. Durch diese spezielle Konstruktion lassen sie sich um bis zu 20 Prozent auseinanderziehen, ohne Schaden zu nehmen. LG Display: Stretchable Micro-LED-Display (Free Form Display)LG Display: Stretchable Micro-LED-Display (Free Form Display) Die Basis des neuen Panels bildet ein Substrat aus Silikon, wie es auch bei Kontaktlinsen verwendet wird. LG gibt an, dass das Display volle RGB-Farbdarstellung bietet. Es gab in der Vergangenheit bereits ähnliche Prototypen von dehnbaren Displays, doch waren diese bisher immer deutlich kleiner. Der chinesische Hersteller Royole hatte 2021 ein mit 2,7 Zoll Diagonale und nur 96x60 Pixeln deutlich geringer auflösendes Display vorgestellt, das sich ebenfalls "ziehen" lässt.

Was mögliche Nutzungsszenarien angeht, gibt sich LG Display zuversichtlich. So schweben dem Hersteller nicht nur die Mode- und die Möbelindustrie als mögliche Abnehmer vor. Auch in Autos könnte das Panel Einzug halten, schließlich sollen diese bald immer häufiger wie eine Art Wohnzimmer auf Rädern ausgestattet werden.

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