Radioteleskop auf Mond-Rückseite soll in die dunkle Zeit zurücklauschen
Die Astronomie leidet auf der Erde nicht nur unter einer immer stärker werdenden Lichtverschmutzung, auch zahlreiche Radioquellen machen Forschern zu schaffen. Daher planen sie in Kürze teilweise auf die Rückseite des Mondes auszuweichen.
Das Projekt läuft unter dem Namen Lunar Surface Electromagnetics Experiment-Night (LuSEE-Night) und könnte bereits im Jahr 2025 auf den Weg gebracht werden. Den Kern dessen bildet ein vergleichsweise kleines Radioteleskop, das auf der Rückseite des Mondes platziert wird. Denn diese ist immer von der Erde abgewandt und in Sachen Störungen durch zahlreiche künstliche Radioquellen der Menschheit herrscht dort angenehme Stille.
LuSEE-Night bekommt so die Möglichkeit eine breite Durchmusterung des tiefen Universums durchzuführen, wie sie auf der Erde nur schwer möglich ist. Dem System kommt dabei die Rolle eines Pathfinders zu, der interessante Signale oder Orte finden soll, die man sich dann mit den spezialisierteren Großteleskopen auf der Erde genauer anschauen kann.
"Bisher können wir nur anhand des kosmischen Mikrowellenhintergrunds Vorhersagen über frühere Phasen des Universums machen. Das Dark Ages Signal würde einen neuen Maßstab setzen", erklärte die Physikerin Anže Slosar. "Und wenn die Vorhersagen, die auf den beiden Referenzwerten basieren, nicht übereinstimmen, bedeutet das, dass wir eine neue Physik entdeckt haben."
Parallel dazu wird LuSEE-Night auch als Technologie-Demonstrator dienen. Das System muss sowohl die extreme Kälte der 14-tägigen Mondnächte überstehen, als auch die darauffolgende Hitze-Zeit mit ebenso langer durchgängiger Sonneneinstrahlung. Somit will die Wissenschaft hier auch wichtige Erkenntnisse gewinnen, um weitergehende Technologien für längere oder dauerhafte Missionen auf dem Mond entwickeln zu können.
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LuSEE-Night bekommt so die Möglichkeit eine breite Durchmusterung des tiefen Universums durchzuführen, wie sie auf der Erde nur schwer möglich ist. Dem System kommt dabei die Rolle eines Pathfinders zu, der interessante Signale oder Orte finden soll, die man sich dann mit den spezialisierteren Großteleskopen auf der Erde genauer anschauen kann.
Technologie testen
Ein besonderes Interesse haben die beteiligten Wissenschaftler an den sogenannten Dark Ages des Universums. Dabei handelt es sich um eine Periode etwa 400.000 bis 400 Millionen Jahre nach dem Urknall - also die Zeit, bevor sich Sterne und Galaxien gebildet hatten. Überreste aus dieser Zeit existieren noch in Form von sehr schwachen Radiosignalen. LuSEE-Night wird mit Antennen, Radioempfängern und einem Spektrometer ausgestattet sein, um diese schwachen Radiowellen aus der fernen Vergangenheit des Universums zu messen."Bisher können wir nur anhand des kosmischen Mikrowellenhintergrunds Vorhersagen über frühere Phasen des Universums machen. Das Dark Ages Signal würde einen neuen Maßstab setzen", erklärte die Physikerin Anže Slosar. "Und wenn die Vorhersagen, die auf den beiden Referenzwerten basieren, nicht übereinstimmen, bedeutet das, dass wir eine neue Physik entdeckt haben."
Parallel dazu wird LuSEE-Night auch als Technologie-Demonstrator dienen. Das System muss sowohl die extreme Kälte der 14-tägigen Mondnächte überstehen, als auch die darauffolgende Hitze-Zeit mit ebenso langer durchgängiger Sonneneinstrahlung. Somit will die Wissenschaft hier auch wichtige Erkenntnisse gewinnen, um weitergehende Technologien für längere oder dauerhafte Missionen auf dem Mond entwickeln zu können.
Zusammenfassung
- LuSEE-Night: Radioteleskop auf Rückseite des Mondes
- Technologie-Demonstrator: Extreme Kälte- & Hitze-Bedingungen.
- Pathfinder: Interessante Signale & Orte finden
- Lichtverschmutzung & Radioquellen machen Forschern zu schaffen.
- Projekt könnte bereits im Jahr 2025 auf den Weg gebracht werden.
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