Apple: Entwickler schimpfen über Glücksspiel-Werbung an ihren Apps
Apple hat es inzwischen offenbar auch nötig, mit zweifelhaften Werbeplatzierungen noch einige Einnahmen mehr zu generieren. Insbesondere unter den Entwicklern ernsthafter Anwendungen regt sich nun Unmut über unseriöse Reklame.
Denn diese wird jetzt direkt im Umfeld ihrer Produkte platziert - und dies auf eine Art, die nicht gerade Vertrauen in die ganze Plattform weckt. Das zeigt ein Bericht des US-Magazins The Verge "Jetzt wird auf der Produktseite meiner App Glücksspiel-Werbung angezeigt, was ich wirklich nicht gut finde", erklärte beispielsweise Marco Arment, der hinter der Gründung Instapapers und Tumblrs steht und aktuell den bekannten Podcast-Client Overcast entwickelt.
Die fragliche Reklame wird dabei zwar als Werbung gekennzeichnet, taucht aber als Eintrag in der Liste "Das gefällt dir vielleicht auch" auf, in der Apple dem Nutzer des App-Stores eigentlich weiterführende App-Angebote anzeigt, die zu der aktuell angesehenen Anwendung passen. "Der App Store hat ein so großartiges Unternehmen so tief korrumpiert. Sie verdienen so viel mit Glücksspielen und manipulativen IAPs, dass sie das Problem gar nicht mehr sehen", heißt es bei Arment.
Apple hat sein Geschäft mit Werbung in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Auch wenn die meisten Anzeigen nur wenig störend auffallen, generiert das Unternehmen doch inzwischen Milliarden-Umsätze in dem Bereich. Im August berichtete Mark Gurman von der renommierten Wirtschafts-Nachrichtenagentur Bloomberg, Apple wolle seine derzeitigen Werbeeinnahmen auf mindestens 10 Milliarden Dollar pro Jahr fast verdreifachen. Gurman sagte, dass dafür ab dem nächsten Jahr unter anderem keywordbasierte Suchergebnisanzeigen in der Apple Maps-App erscheinen werden.
Update: Apple hat inzwischen auf die Beschwerden reagiert und die Einblendung von Glücksspiel-Werbung in anderen App-Kategorien gestoppt. Es gibt allerdings noch keine weiterführende Stellungnahme, wie man nun zukünftig verfahren will.
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Die fragliche Reklame wird dabei zwar als Werbung gekennzeichnet, taucht aber als Eintrag in der Liste "Das gefällt dir vielleicht auch" auf, in der Apple dem Nutzer des App-Stores eigentlich weiterführende App-Angebote anzeigt, die zu der aktuell angesehenen Anwendung passen. "Der App Store hat ein so großartiges Unternehmen so tief korrumpiert. Sie verdienen so viel mit Glücksspielen und manipulativen IAPs, dass sie das Problem gar nicht mehr sehen", heißt es bei Arment.
Ein Milliarden-Geschäft
Wie Arment anmerkte, bietet Apple Werbetreibenden die Möglichkeit, ihre Anzeigen in anderen App-Kategorien als der eigenen App-Kategorie anzeigen zu lassen, sodass Glücksspielwerbung in Auflistungen für nicht verwandte Apps wie die Podcast-App Overcast erscheinen können. Neben ihm äußerten auch verschiedene andere Entwickler ihren Ärger, so beispielsweise Simon Støvring, der so gar keinen sinnvollen Zusammenhang zwischen Apps von Wettanbietern und seinem Text-Editor zu erkennen vermag.Apple hat sein Geschäft mit Werbung in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Auch wenn die meisten Anzeigen nur wenig störend auffallen, generiert das Unternehmen doch inzwischen Milliarden-Umsätze in dem Bereich. Im August berichtete Mark Gurman von der renommierten Wirtschafts-Nachrichtenagentur Bloomberg, Apple wolle seine derzeitigen Werbeeinnahmen auf mindestens 10 Milliarden Dollar pro Jahr fast verdreifachen. Gurman sagte, dass dafür ab dem nächsten Jahr unter anderem keywordbasierte Suchergebnisanzeigen in der Apple Maps-App erscheinen werden.
Update: Apple hat inzwischen auf die Beschwerden reagiert und die Einblendung von Glücksspiel-Werbung in anderen App-Kategorien gestoppt. Es gibt allerdings noch keine weiterführende Stellungnahme, wie man nun zukünftig verfahren will.
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