Transparentes Holz: Neues Verfahren für die Herstellung gefunden
Um die immer größer werdenden Plastik-Fluten zu stoppen, wird in vielfacher Hinsicht nach umweltfreundlicheren Alternativen gesucht. In Zukunft könnte man in verschiedenen Bereichen transparentes Holz als Kunststoff-Ersatz zu sehen bekommen.
Dass Holz lichtdurchlässig gemacht werden kann, ist bereits länger bekannt. Das Verfahren war aber bisher relativ aufwendig und die eingesetzten Chemikalien auch nicht besonders gesund. Allerdings haben Forscher nun einen wesentlich besseren Weg gefunden, die gewünschten Ergebnisse zu erhalten.
Der Trick liegt darin, das Lignin aus dem Holz zu bekommen. Dafür setzte man bisher Polymethylmethacrylat ein. Jetzt haben Forscher es geschafft, das relativ wenig umweltfreundliche Material durch Natriumchlorit (nicht zu verwechseln mit Natriumchlorid, also Salz) zu ersetzen, das deutlich weniger problematisch ist. Anschließend wird das Holz in einem weiteren Arbeitsgang mit einem Epoxidharz stabilisiert.
Transparentes Holz
Das Ergebnis des Verarbeitungsprozesses sind dünne, transparente Scheiben, die an Milchglas erinnern. Sie bieten sich beispielsweise als Verpackungsmaterial an. Allerdings gibt es noch viele andere Bereiche, in denen man mit dem Material experimentiert, beispielsweise bei flexibler Elektronik und auch bei Energiespeichern. Und auch im Bauwesen wächst das Interesse an entsprechenden Materialien, um Kunststoffe auf Erdöl-Basis zu ersetzen.
Siehe auch: Holzfußboden erzeugt beim Drüberlaufen Strom für LED-Lampen
Der Trick liegt darin, das Lignin aus dem Holz zu bekommen. Dafür setzte man bisher Polymethylmethacrylat ein. Jetzt haben Forscher es geschafft, das relativ wenig umweltfreundliche Material durch Natriumchlorit (nicht zu verwechseln mit Natriumchlorid, also Salz) zu ersetzen, das deutlich weniger problematisch ist. Anschließend wird das Holz in einem weiteren Arbeitsgang mit einem Epoxidharz stabilisiert.
Transparentes Holz
Wachsendes Interesse
"Transparentes Holz wird meist aus dünnen Holzscheiben hergestellt und hat eine ähnlich gute Festigkeit wie normales Holz, ist aber leichter. Die Möglichkeit, ihm durch die Einarbeitung spezieller Materialien vielfältige und fortschrittliche Eigenschaften zu verleihen, macht es zu einem einzigartigen biobasierten Substrat für vielseitige Anwendungen", so Anish M. Chathoth, Assistenzprofessor am College of Forestry der Kerala Agricultural University in Indien.Das Ergebnis des Verarbeitungsprozesses sind dünne, transparente Scheiben, die an Milchglas erinnern. Sie bieten sich beispielsweise als Verpackungsmaterial an. Allerdings gibt es noch viele andere Bereiche, in denen man mit dem Material experimentiert, beispielsweise bei flexibler Elektronik und auch bei Energiespeichern. Und auch im Bauwesen wächst das Interesse an entsprechenden Materialien, um Kunststoffe auf Erdöl-Basis zu ersetzen.
Siehe auch: Holzfußboden erzeugt beim Drüberlaufen Strom für LED-Lampen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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