DisplayPort 2.1 ist da: Längere Kabel, bessere USB4-Kompatibilität

Mit der DisplayPort 2.1-Spezifikation wird die drei Jahre alte, aber kaum verbreitete DisplayPort 2.0-Technologie durch einen abwärtskompatiblen Nachfolger abgelöst. Die von der VESA verkündeten Standards zeigen nur wenige Änderungen, die sich vorrangig auf USB4 fokussieren.
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Kurz vor der Ankündigung neuer AMD-Grafikkarten (Radeon RX 7000), denen bereits im Vorfeld die Unterstützung des neuen DisplayPort 2.1 zugeschrieben wurden, stellt die Video Electronics Standards Association (VESA) die neue Spezifikation offiziell vor. Aufgrund der überschaubaren technischen Neuerungen werden die wenigen Geräte, die bis dato den DisplayPort 2.0-Standard unterstützen, auch mit dem neuen DP 2.1 kompatibel sein. DisplayPort 2.1DP40- und DP80-Kabel im klassischen DisplayPort- und USB-C-Design

Gleiche Bandbreite, aber mit USB4-Optimierung

Die maximale Bandbreite der neuen Technologie gleicht mit 80 Gbit/s ihrem Vorgänger. Gleiches gilt für den bekannten Display Stream Compression-Codec (DSC) und die Panel-Replay-Fähigkeit, beides zur Reduzierung der Transportbandbreite. In Hinsicht auf DisplayPort-Kabel im USB-C-Format wurde laut VESA die Kompatibilität zum aktuellen USB4-Standard verbessert, vor allem, was den Datenverkehr und das Tunneling des DisplayPort-Signals angeht.

"Das Erreichen einer größeren Übereinstimmung zwischen DisplayPort und USB auf einem gemeinsamen PHY war eine besonders wichtige Bemühung innerhalb der VESA, angesichts der erheblichen Überschneidungen bei den Anwendungsmodellen zwischen den DisplayPort- und USB4-Ökosystemen", sagt Alan Kobayashi, VESA Board Chair und VESA DisplayPort Task Group Chair.

Längere Kabel mit verbesserter Konnektivität

Parallel dazu sollen die Kabelspezifikationen für den DisplayPort 2.1 in Hinsicht auf eine verbesserte Konnektivität und größere Kabellängen aktualisiert worden sein. Sogenannte DP40-Kabel unterstützen auch bei über zwei Meter Länge die UHBR10-Linkrate (10 Gbit/s) bei einem maximalen Durchsatz von 40 Gbit/s über vier Lanes. DP80-Kabel hingegen bieten bei einer Länge von mehr als einem Meter UHBR20-Support (20 Gbit/s) und entsprechend einen Durchsatz von 80 Gbit/s.

Nur mit letzteren Kabeln ist es möglich, 4K-Displays (3840 x 2160 Pixel) ohne Kompression bei einer Farbtiefe von 10-Bit mit über 260 Hz zu betreiben. Monitore mit 5K-Auflösung (5120 x 2880 Pixel) können so mit maximal 159 Hz befeuert werden. Steigerungen der Werte sind entsprechend mit einer Reduzierung auf die 8-Bit-Farbtiefe oder die Hinzunahme der DSC-Technik möglich.

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