Definiere Ironie: Taliban verbieten PUBG, weil Shooter zu gewalttätig ist

Die Taliban haben im Sommer 2021 in Afghanistan (wieder) die Macht übernommen und auch wenn sich die neuen Machthaber aktuell um ein besseres Image bemühen, so ist und bleiben die Taliban eine Bewegung, für die Gewalt selbstverständlich ist - außer, wenn sie in Games ist.
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Der Shooter PUBG hat die Battle-Royal-Welle ausgelöst, mittlerweile ist aber sicherlich Fortnite das bekannteste Spiel seiner Art. Dennoch ist Playerunknown's Battlegrounds, wie das Spiel in vollem Namen heißt, nach wie vor weltweit sehr populär, auch bzw. insbesondere in Afghanistan. Doch in dem Land, in dem die radikal-islamischen Taliban vor gut einem Jahr die Macht übernommen haben, wird das Spiel demnächst nicht mehr erlaubt sein.

Der Grund könnte für eine Bewegung, die Frauen unterdrückt, sich mit Drogenhandel finanziert, die mit Waffengewalt herrscht und für die Steinigungen und andere öffentliche Hinrichtungen selbstverständlich sind, ironischer nicht sein. Denn wie die afghanische Nachrichtenagentur Khaama Press berichtet (via PC Gamer), wird PUBG wegen "Förderung von Gewalt" und "Irreführung der Jugend" verboten.


Auch TikTok wird gebannt

Das Verbot wurde bereits im April beschlossen, für die Ausarbeitung der Details sowie den Zeitplan brauchten die Verantwortlichen allerdings mehrere Monate. Ab sofort haben die afghanischen Telekommunikationsunternehmen 90 Tage Zeit, den Bann umzusetzen. Betroffen ist in erster Linie die mobile Version des Spiels, diese ist natürlich deshalb weit verbreitet, weil sie mit einem Smartphone gespielt werden kann - also mit verhältnismäßig geringem technischem Aufwand. In Afghanistan ist PUBG überaus populär, zeitweise spielen 100.000 Gamer das Spiel gleichzeitig.

Ebenfalls gebannt wird TikTok, hier muss der Rauswurf aus dem Land bzw. die Blockade innerhalb eines Monats umgesetzt werden. Dem sozialen Netzwerk wird (wie auch PUPG) vorgeworfen, die "junge Generation in die Irre zu führen" und die "Zeit der Menschen zu verschwenden".
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