DART: NASA vor erstem Test ihres planetaren Verteidigungs-Systems
Die US-Raumfahrtbehörde NASA will in Kürze ihren ersten Praxistest eines Systems zur planetaren Verteidigung durchführen. Dabei geht es aber nicht um eine Bedrohung durch Aliens, sondern durch Asteroiden, die früher oder später mit der Erde kollidieren werden.
Das Ziel besteht darin, entsprechende Objekte frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf von ihrem Kurs abzubringen. Um einen solchen Fall zu erproben, hat die NASA die Mission Double Asteroid Redirection Test (DART) auf den Weg gebracht. Bisher gab es diverse theoretische Überlegungen, wie man einen Asteroiden von seinem Einschlag auf der Erde abhält - in einigen Wochen wird das Vorgehen nun erstmals praktisch erprobt.
Das Ereignis umrahmt die Behörde mit einem Programm für die Öffentlichkeit. Hier will man tiefergehend über die Planungen der Mission und die generellen Pläne zur Asteroiden-Abwehr informieren. Dabei dürfte man durchaus auch das Ziel verfolgen, den regelmäßigen Panik-Berichten der Boulevard-Presse über Asteroiden, die angeblich auf die Erde zurasen, mehr Sachlichkeit entgegenzusetzen.
Mit dem Versuch, Objekte auf Kollisionskurs loszuwerden, haben sich bereits mehrere spektakuläre Kinoproduktionen beschäftigt. In der Realität ist das geplante Vorgehen zumindest optisch wesentlich langweiliger. Größere Reize dürften sich hier eher für Menschen ergeben, die sich gern mit den Details der Mathematik und der Himmelsmechanik befassen.
Die Didymos-Asteroiden stellen auf ihrem Orbit um die Sonne keine Gefahr für die Erde dar, eignen sich aufgrund ihrer Nähe aber recht gut für den Test. Nach dem Prinzip sollte ein eventueller Asteroid auf Kollisionskurs später einmal rechtzeitig auf einen minimal anderen Kurs gebracht werden. Angesichts der Bewegungsdynamik der Objekte im Sonnensystem würde das wahrscheinlich reichen, um ihn dann in ausreichender Distanz an unserem Planeten vorbeizulenken.
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Das Ereignis umrahmt die Behörde mit einem Programm für die Öffentlichkeit. Hier will man tiefergehend über die Planungen der Mission und die generellen Pläne zur Asteroiden-Abwehr informieren. Dabei dürfte man durchaus auch das Ziel verfolgen, den regelmäßigen Panik-Berichten der Boulevard-Presse über Asteroiden, die angeblich auf die Erde zurasen, mehr Sachlichkeit entgegenzusetzen.
Mit dem Versuch, Objekte auf Kollisionskurs loszuwerden, haben sich bereits mehrere spektakuläre Kinoproduktionen beschäftigt. In der Realität ist das geplante Vorgehen zumindest optisch wesentlich langweiliger. Größere Reize dürften sich hier eher für Menschen ergeben, die sich gern mit den Details der Mathematik und der Himmelsmechanik befassen.
Asteroiden-Schubsen
Bei DART handelt es sich im Wesentlichen einfach nur um einen mehrere hundert Kilogramm schweren Würfel von etwas mehr als einem Meter Kantenlänge, an dem man noch eine Kamera, Steuerungstriebwerke, ein Navigationssystem und Solarmodule angebaut hat. Die Sonde soll am 22. September auf dem Asteroiden Didymos B einschlagen. Das Ziel besteht darin, dessen Bahn auf diese Weise geringfügig zu verändern - wie gut das genau geklappt hat, soll später die ESA-Mission HERA vermessen.Die Didymos-Asteroiden stellen auf ihrem Orbit um die Sonne keine Gefahr für die Erde dar, eignen sich aufgrund ihrer Nähe aber recht gut für den Test. Nach dem Prinzip sollte ein eventueller Asteroid auf Kollisionskurs später einmal rechtzeitig auf einen minimal anderen Kurs gebracht werden. Angesichts der Bewegungsdynamik der Objekte im Sonnensystem würde das wahrscheinlich reichen, um ihn dann in ausreichender Distanz an unserem Planeten vorbeizulenken.
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