ETH Zürich findet klare Hinweise darauf, wie der Mond entstanden ist
Es gibt zwar verschiedene Theorien, wie der Mond entstanden sein könnte, die wahrscheinlichste ist aber jene, dass der Erdtrabant nach dem Einschlag eines gigantischen Himmelskörpers entstanden ist. Nun haben Forscher*innen weitere Belege für diese Theorie gefunden.
Wie ist der Mond - vor Hunderten Millionen von Jahren - entstanden? Diese Frage ist bis heute nicht vollständig geklärt. So meinen manche, dass der Mond von der Proto-Erde "abgebrochen" sein könnte ("Spaltungstheorie"), andere sind der Ansicht, dass der Mond woanders geformt und von der Erde "eingefangen" wurde, auch eine gemeinsame Entstehung wurde ins Spiel gebracht.
Geochemiker*innen und Petrolog*innen der ETH Zürich haben dazu nun in der Fachzeitschrift Science Advances eine Studie veröffentlicht, in der sie feststellen, dass der Mond Helium und Neon aus dem Erdmantel "geerbt" hat. Laut einer Pressemitteilung der Forscher*innen untermauert das die "Giant Impact"-Theorie. "Unsere Entdeckung bedeutet, dass in der Giant-Impact-Theorie auch die Edelgase als Faktor einzubeziehen sind", so Henner Busemann, Professor am Institut für Geochemie und Petrologie der ETH Zürich.
Die Forscher*innen aus Zürich unter der Führung von Doktorandin Patrizia Will haben hierfür sechs Proben von Mondmeteoriten analysiert, diese stammen von der NASA und wurden in der Antarktis gesammelt. In diesen Proben wurde der Gehalt der Edelgase Neon und Helium in separiertem Glas bestimmt und das war deutlich mehr als man erwartet hat. Der Sonnenwind konnte als Quelle ausgeschlossen werden, die Gase mussten deshalb aus dem Innern des Mondes kommen und damit letzten Endes von der Erde vererbt sein.
Die Forscher*innen erklären das folgendermaßen: "Der junge Mond war vulkanisch aktiv. Magma quoll empor, und erstarrte rasch an der Oberfläche. Durch die rasche Abkühlung bildeten sich Glaspartikel, in welchen die mitgeführten Edelgase Neon und Helium konserviert wurden. Rasch deckten weitere Lavaströme diese Magmaschicht zu und schirmten sie vor kosmischer Strahlung ab, insbesondere vor Sonnenwinden."
Die Mondmeteoriten kamen dann später ihrerseits per Einschlag eines Asteroiden auf die Erde, denn wie man auch an der von Kratern übersäten Oberfläche des Mondes sehen kann, schlagen bzw. schlugen dort ständig Asteroiden ein. Ein großer dürfte auch ein großes Stück des Mondes herausgeschlagen und zur Erde "befördert" haben.
Siehe auch:
"Giant Impact" von "Theia"
Eine Theorie ist aber klarer Favorit, nämlich jene eines gigantischen Einschlags. Hier wird angenommen, dass ein etwa Mars-großer Planet (manchmal als "Theia" bezeichnet) mit der Urerde kollidiert ist. Die Trümmer dieses Einschlags (eine Mischung aus geschmolzenem Gestein und heißem Gas) haben zunächst eine Art Scheibe und später den Mond geformt.Geochemiker*innen und Petrolog*innen der ETH Zürich haben dazu nun in der Fachzeitschrift Science Advances eine Studie veröffentlicht, in der sie feststellen, dass der Mond Helium und Neon aus dem Erdmantel "geerbt" hat. Laut einer Pressemitteilung der Forscher*innen untermauert das die "Giant Impact"-Theorie. "Unsere Entdeckung bedeutet, dass in der Giant-Impact-Theorie auch die Edelgase als Faktor einzubeziehen sind", so Henner Busemann, Professor am Institut für Geochemie und Petrologie der ETH Zürich.
Die Forscher*innen aus Zürich unter der Führung von Doktorandin Patrizia Will haben hierfür sechs Proben von Mondmeteoriten analysiert, diese stammen von der NASA und wurden in der Antarktis gesammelt. In diesen Proben wurde der Gehalt der Edelgase Neon und Helium in separiertem Glas bestimmt und das war deutlich mehr als man erwartet hat. Der Sonnenwind konnte als Quelle ausgeschlossen werden, die Gase mussten deshalb aus dem Innern des Mondes kommen und damit letzten Endes von der Erde vererbt sein.
Die Forscher*innen erklären das folgendermaßen: "Der junge Mond war vulkanisch aktiv. Magma quoll empor, und erstarrte rasch an der Oberfläche. Durch die rasche Abkühlung bildeten sich Glaspartikel, in welchen die mitgeführten Edelgase Neon und Helium konserviert wurden. Rasch deckten weitere Lavaströme diese Magmaschicht zu und schirmten sie vor kosmischer Strahlung ab, insbesondere vor Sonnenwinden."
Die Mondmeteoriten kamen dann später ihrerseits per Einschlag eines Asteroiden auf die Erde, denn wie man auch an der von Kratern übersäten Oberfläche des Mondes sehen kann, schlagen bzw. schlugen dort ständig Asteroiden ein. Ein großer dürfte auch ein großes Stück des Mondes herausgeschlagen und zur Erde "befördert" haben.
Siehe auch:
- NASA und ESA schießen Shaun das Schaf in die Mond-Umlaufbahn
- Der Mond tanzt am Himmel: Drei Jahre Vollmond in aufregendem Video
- Richtig gemütlich: Ort auf dem Mond entdeckt, der immer 17 Grad hat
- Suche nach Eis: NASA verschiebt Mond-Rover-Mission Viper auf 2024
- NASA-Satellit verlässt Erdumlaufbahn und nimmt Kurs auf den Mond
Thema:
Videos zum Thema Mond
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- Blue Ghost: Spektakulärer Überflug zeigt beeindruckende Mondbilder
- To the Moon: Im Trailer zur Komödie wird die Mondlandung gefaked
- NASA-Video zeigt beeindruckende Vorschau auf die Projekte von 2024
- Moonfall: Finaler Trailer zu Roland Emmerichs Zerstörungs-Spektakel
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