Technologie der Covid-Impfungen soll jetzt Bienen vor ihrer Plage retten
Die Technologie, mit der die Impfungen gegen Covid-19 entwickelt und hergestellt wurden, könnte auch eines der größten Probleme bei der Haltung von Honigbienen lösen: Zahlreiche Bienenvölker sollen regelmäßig von der Varroa-Milbe dahingerafft werden.
Bei der Milbe handelt es sich um einen Parasiten, der vor längerer Zeit aus Asien eingeschleppt wurde und hier auf Bienenarten traf, die in ihrer Evolution keine Abwehr gegen den Schädling entwickeln konnten. Varroa tötet die Bienen dabei nicht direkt, sorgt aber vor allem bei starkem Befall eines Volkes für sinkende Abwehrkräfte, so dass andere Einflüsse wie eine kalte Winterperiode dann schnell zum Aus führen können.
Forscher arbeiten hier nun an einem Mittel, mit dem die Milbe über eine RNA-Konstruktion angegriffen werden könnte. Die Grundlage bildet dabei die gleiche Technologie, mit der auch die RNA-Impfstoffe gegen Corona gebaut werden. Diese Technik ermöglicht es, die jeweils gewünschten RNA-Sequenzen quasi zu programmieren. Man kann so also Gensequenzen zusammensetzen, mit denen sich jeweils gewünschte Proteine zusammensetzen lassen.
Das Unternehmen GreenLight Biosciences hat sich eine Nutzungslizenz für die Technologie vom Bayer-Konzern beschafft und arbeitet seinerseits an einem RNA-Strang, der die Vermehrung der Milben gezielt unterbinden kann. Diese werden in einem Sirup verabreicht, den die Bienen an ihre Larven verfüttern können. Wenn hier nun in der gleichen Wabe auch eine Varroa-Milbe heranwächst, wird diese dem Wirkstoff ausgesetzt.
Das Verfahren hat einen klaren Vorteil gegenüber anderen Methoden: Das ohnehin bereits von der Milbe geschwächte Bienenvolk wird nicht noch zusätzlichen Belastungen durch den Einsatz von Giften ausgesetzt. Die RNA ähnelt ihrem natürlichen Vorbild und wird nach einiger Zeit komplett und rückstandsfrei abgebaut. Wie auch beim Corona-Impfstoff gibt es keine Rückkopplung zum Erbgut, da die RNA eine Einbahnstraßen-Kopie der DNA zur Produktion von Proteinen darstellt.
Siehe auch: Tesla will Mini-Fabriken für mRNA-Impfstoffe von CureVac bauen
Forscher arbeiten hier nun an einem Mittel, mit dem die Milbe über eine RNA-Konstruktion angegriffen werden könnte. Die Grundlage bildet dabei die gleiche Technologie, mit der auch die RNA-Impfstoffe gegen Corona gebaut werden. Diese Technik ermöglicht es, die jeweils gewünschten RNA-Sequenzen quasi zu programmieren. Man kann so also Gensequenzen zusammensetzen, mit denen sich jeweils gewünschte Proteine zusammensetzen lassen.
RNA basteln
Im Corona-Komplex wurden mRNA-Stränge zusammengesetzt, die im Körper als Bauplan für das Spike-Protein des Covid-19-Virus dienten. Anhand dessen konnte das Immunsystem auf diese Proteine trainiert werden und hielt dann Antikörper vor, die beim Eindringen echter Corona-Viren direkt angreifen konnten.Das Unternehmen GreenLight Biosciences hat sich eine Nutzungslizenz für die Technologie vom Bayer-Konzern beschafft und arbeitet seinerseits an einem RNA-Strang, der die Vermehrung der Milben gezielt unterbinden kann. Diese werden in einem Sirup verabreicht, den die Bienen an ihre Larven verfüttern können. Wenn hier nun in der gleichen Wabe auch eine Varroa-Milbe heranwächst, wird diese dem Wirkstoff ausgesetzt.
Das Verfahren hat einen klaren Vorteil gegenüber anderen Methoden: Das ohnehin bereits von der Milbe geschwächte Bienenvolk wird nicht noch zusätzlichen Belastungen durch den Einsatz von Giften ausgesetzt. Die RNA ähnelt ihrem natürlichen Vorbild und wird nach einiger Zeit komplett und rückstandsfrei abgebaut. Wie auch beim Corona-Impfstoff gibt es keine Rückkopplung zum Erbgut, da die RNA eine Einbahnstraßen-Kopie der DNA zur Produktion von Proteinen darstellt.
Siehe auch: Tesla will Mini-Fabriken für mRNA-Impfstoffe von CureVac bauen
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