Ruprecht 106: Hubble zeigt das Versagen einer kosmischen Kinderstube
Das Weltraumteleskop Hubble steht eigentlich eher am Ende seiner Karriere, scheint aber noch einmal zeigen zu wollen, was es drauf hat. Jetzt zeigte es Astronomen einen Kugelsternhaufen, in dem die Entwicklung stillzustehen scheint.
Die Geschichte dreht sich um Ruprecht 106, das auch als C 1235-509 in den Katalogen zu finden ist. Es handelt sich hier um einen Kugelsternhaufen, der im Jahr 1961 vom tschechischen Astronomen Jaroslav Ruprecht entdeckt wurde. Jetzt wurde dieser mit separaten Aufnahmen im sichtbaren und nahen infraroten Bereich des Spektrums durch die Advanced Camera for Surveys (ACS) von Hubble unter die Lupe genommen.
Ruprecht 106 mit seinen gleichförmigen Sternen
Um einen Eindruck von den dabei erlangten Daten zu bekommen, muss man sich vor Augen führen, dass Kugelsternhaufen eigentlich als kosmische Kinderstuben bekannt sind, in denen vergleichsweise häufig und konzentriert neue Sterne entstehen. In der jüngeren Zeit erfolgt dies meist, indem die Überreste bereits gestorbener Sterne erneut zu einem großen Objekt zusammenfinden und die Kernfusion erneut startet. Diese Sterne der zweiten und dritten Generation sind bei spektralen Analysen recht einfach zu erkennen, weil sie schwerere Elemente beinhalten, die nur durch die Fusion von Atomkernen in Vorgänger-Sonnen entstehen.
Sollten sich keine weiteren Erkenntnisse ergeben, hat Hubble aber zumindest eine weitere beeindrucke Aufnahme eines Teils unseres Universums geliefert. Diese stammt von der Wide Field Camera 3, die erst im Jahr 2009 während einer Reparatur-Mission nachgerüstet wurde.
Siehe auch:
Ruprecht 106 mit seinen gleichförmigen Sternen
Um einen Eindruck von den dabei erlangten Daten zu bekommen, muss man sich vor Augen führen, dass Kugelsternhaufen eigentlich als kosmische Kinderstuben bekannt sind, in denen vergleichsweise häufig und konzentriert neue Sterne entstehen. In der jüngeren Zeit erfolgt dies meist, indem die Überreste bereits gestorbener Sterne erneut zu einem großen Objekt zusammenfinden und die Kernfusion erneut startet. Diese Sterne der zweiten und dritten Generation sind bei spektralen Analysen recht einfach zu erkennen, weil sie schwerere Elemente beinhalten, die nur durch die Fusion von Atomkernen in Vorgänger-Sonnen entstehen.
Keine Neugeburten
In Ruprecht 106 zeigen die Hubble-Instrumente allerdings ausschließlich Sterne der 1. Generation, in denen also ausschließlich Wasserstoff und Helium zu finden sind. Warum dies so ist, kann bisher niemand so genau sagen. Die Astronomen hoffen nun, dass die Aufnahmen ihnen etwas mehr Informationen darüber liefern können, warum in Ruprecht 106 bisher einfach keine jüngeren Sterne entstanden sind. Als Untersuchungsobjekt eignet sich der Sternhaufen recht gut, da er nicht zu weit von der Erde entfernt ist und sich entsprechend gut beobachten lässt.Sollten sich keine weiteren Erkenntnisse ergeben, hat Hubble aber zumindest eine weitere beeindrucke Aufnahme eines Teils unseres Universums geliefert. Diese stammt von der Wide Field Camera 3, die erst im Jahr 2009 während einer Reparatur-Mission nachgerüstet wurde.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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