Toter Sensor: Jetzt ist Kreativität gefragt, damit Mars-Heli weiterfliegt
Die Technik von Ingenuity hat alle Erwartungen an ihre Robustheit übertroffen. Jetzt ist an Bord des Mars-Helikopters aber ein Sensor vollständig ausgefallen, der für den Start benötigt wird. Die Ingenieure der NASA müssen Kreativität beweisen, um weiter abheben zu können.
Während der Mars-Nacht wird Ingenuity seitdem praktisch vollständig heruntergefahren, die interne Temperatur fällt in dieser Zeit auf bis zu minus 80 Grad. "Diese neue Betriebsweise birgt Risiken für die elektronischen Komponenten von Ingenuity, von denen viele nicht für die Temperaturen ausgelegt sind, denen sie nachts ausgesetzt sind", so das NASA-Team. Zusätzlichen Stress erfahren die Bauteile durch den Wechsel zwischen Tag- und Nacht-Temperaturen. Bei der Umstellung des Helikopters auf den Winter-Modus musste die NASA feststellen, dass ein Navigations-Sensor seine Funktion eingestellt hat.
Staub und niedrige Temperaturen: Der Mars-Winter ist hart
Die jetzt entwickelte Lösung: Das Team will in Zukunft die für den Flug bestimmten Beschleunigungssensoren nutzen, um eine Schätzung der Ausgangslage vorzunehmen. Da die Sensoren nicht für diesen Zweck entwickelt wurden, muss man allerdings in Kauf nehmen, dass die Lagebestimmung vor dem Abheben in Zukunft ungenauer sein wird. Umgesetzt wird diese Anpassung mit einem Software-Update, das die Navigationsalgorithmen von dem defekten Sensor abschneidet und mit den neuen Daten füttert. Wenn nach der Umstellung alles gut läuft, dürfte Ingenuity bald zu seinem 29 Flug aufbrechen.
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Der Mars-Helikopter hat nicht mehr genug Energie für die Nacht-Heizung
Ingenuity war für ein paar wenige Testflüge im warmen Mars-Frühling entwickelt worden. Der unerwarteten Langlebigkeit ist zu verdanken, dass der Mars-Helikopter jetzt bereits in die Wintersaison unseres Nachbarplaneten eingetreten ist. Der Wechsel der Jahreszeiten bringt ganz neue Herausforderungen mit. Kürzere Tage, niedrigere Temperaturen und eine höhere Staubmenge in der Atmosphäre setzen dem Energiehaushalt des fliegenden Roboters mächtig zu. Deshalb ist die NASA in einen "Winterbetriebsmodus" übergegangen, der nicht ohne Risiko ist.Während der Mars-Nacht wird Ingenuity seitdem praktisch vollständig heruntergefahren, die interne Temperatur fällt in dieser Zeit auf bis zu minus 80 Grad. "Diese neue Betriebsweise birgt Risiken für die elektronischen Komponenten von Ingenuity, von denen viele nicht für die Temperaturen ausgelegt sind, denen sie nachts ausgesetzt sind", so das NASA-Team. Zusätzlichen Stress erfahren die Bauteile durch den Wechsel zwischen Tag- und Nacht-Temperaturen. Bei der Umstellung des Helikopters auf den Winter-Modus musste die NASA feststellen, dass ein Navigations-Sensor seine Funktion eingestellt hat.
Staub und niedrige Temperaturen: Der Mars-Winter ist hart
Jetzt ist Kreativität gefragt
Die betroffene Komponente ist ein Neigungsmesser, der beim Start von Ingenuity bisher eine entscheidende Rolle spielt. So übernimmt der Sensor die Aufgabe, vor dem Start die Richtung der Schwerkraft zu messen, daraus ergibt sich wiederum die Ausrichtung des Helikopters relativ zur Abwärtsrichtung. "Ohne ihn sind wir gezwungen, einen neuen Weg zu finden, um die Navigationsalgorithmen vor dem Start zu initialisieren", so das NASA-Team.Die jetzt entwickelte Lösung: Das Team will in Zukunft die für den Flug bestimmten Beschleunigungssensoren nutzen, um eine Schätzung der Ausgangslage vorzunehmen. Da die Sensoren nicht für diesen Zweck entwickelt wurden, muss man allerdings in Kauf nehmen, dass die Lagebestimmung vor dem Abheben in Zukunft ungenauer sein wird. Umgesetzt wird diese Anpassung mit einem Software-Update, das die Navigationsalgorithmen von dem defekten Sensor abschneidet und mit den neuen Daten füttert. Wenn nach der Umstellung alles gut läuft, dürfte Ingenuity bald zu seinem 29 Flug aufbrechen.
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