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Retro-Spiele: Sammler-Szene wird von Fälschungsskandal erschüttert
Retro-Games sind nicht nur bei vielen Spiele-"Feinschmeckern" populär, sie sind heute auch ein lukratives Geschäft. Denn Sammler zahlen hohe Beträge, um Originalspiele aus den Anfangstagen in die Hände zu bekommen. Nun flog aber ein massiver Fälschungsskandal auf.
Originalverpackte Spiele bzw. die dazugehörigen Disketten oder sonstigen Datenträger sind heutzutage begehrte Sammlerobjekte. Es ist deshalb kein Wunder, dass sich eine große Szene gebildet hat, die sich auf die Suche nach solchen Originalen macht und diese auch rege handelt. Doch aktuell ist diese Szene in heller Aufruhr, wie PC Gamer unter Berufung auf die Facebook-Gruppe Big Box PC Game Collectors berichtet.
Die Sache hat begonnen bzw. flog auf, als der Administrator der gut 6000 Mitglieder zählenden Gruppe, Kevin Ng, Kopien von Akalabeth, des Dungeon Crawlers Temple of Apshai und des Adventures Mystery House von einem anderen bekannten Sammler der Gruppe namens Enrico Ricciardi erhalten hat. Alle drei Spiele kamen 1979 bzw. 1980 heraus, das bekannteste ist sicherlich Akalabeth, da es die erste Veröffentlichung von Gaming-Legende Richard Garriott ist.
Daraufhin kontaktierte Ng andere Mitglieder der Gruppe und dabei stellte sich heraus, dass das Problem weit verbreitet ist und zahlreiche Mitglieder von Ricciardi gefälschte Spiele bekommen haben. Der Beschuldigte leugnet allerdings, wissentlich Fälschungen verkauft zu haben.
Dabei geht es auch um sehr viel Geld, Exemplare von Akalabeth können vier- und sogar fünfstellige Dollar-Beträge erreichen. Ein Big Box PC Game Collectors-Moderator erläutert, wie die Preise zustande kommen: "Handelt es sich um eine der Originalversionen, die Garriott veröffentlicht hat? Handelt es sich um eine neue Version für den C64? Sind alle Originalteile in gutem Zustand oder nur die Diskette? Ist sie signiert? Hat es eine nachgewiesene Herkunft? Die Antwort lautet 500 Dollar bis unendlich, je nach Herkunft oder Zustand."
Big Box PC Game Collectors hat mittlerweile mehrere Hinweise auf Fälschungen bekannt gegeben: spezielle Merkmale im Druckverfahren der Etiketten, die Datenträger selbst, auf denen die eigentlichen Spiele fehlten und deren Aufdrucke manuell geschnitten wurden sowie ähnliche Fehler bei den Verpackungen selbst. Die Sammler haben auch Bilder veröffentlicht, wie sich diese Fälschungen erkennen ließen bzw. lassen.
Die Sache hat begonnen bzw. flog auf, als der Administrator der gut 6000 Mitglieder zählenden Gruppe, Kevin Ng, Kopien von Akalabeth, des Dungeon Crawlers Temple of Apshai und des Adventures Mystery House von einem anderen bekannten Sammler der Gruppe namens Enrico Ricciardi erhalten hat. Alle drei Spiele kamen 1979 bzw. 1980 heraus, das bekannteste ist sicherlich Akalabeth, da es die erste Veröffentlichung von Gaming-Legende Richard Garriott ist.
"Dank" Akalabeth aufgeflogen
Doch bei einer näheren Begutachtung der drei Spiele kam heraus, dass alle drei eine Fälschung waren. Ng konfrontierte Ricciardi und dieser "deutete an", dass Akalabeth in der Tat nicht original sei. Er schlug in weiterer Folge vor, das Exemplar zu vernichten.Daraufhin kontaktierte Ng andere Mitglieder der Gruppe und dabei stellte sich heraus, dass das Problem weit verbreitet ist und zahlreiche Mitglieder von Ricciardi gefälschte Spiele bekommen haben. Der Beschuldigte leugnet allerdings, wissentlich Fälschungen verkauft zu haben.
Dabei geht es auch um sehr viel Geld, Exemplare von Akalabeth können vier- und sogar fünfstellige Dollar-Beträge erreichen. Ein Big Box PC Game Collectors-Moderator erläutert, wie die Preise zustande kommen: "Handelt es sich um eine der Originalversionen, die Garriott veröffentlicht hat? Handelt es sich um eine neue Version für den C64? Sind alle Originalteile in gutem Zustand oder nur die Diskette? Ist sie signiert? Hat es eine nachgewiesene Herkunft? Die Antwort lautet 500 Dollar bis unendlich, je nach Herkunft oder Zustand."
Schaden von 100.000 Euro und mehr
Bisher haben die Big Box PC Game Collectors einen Schaden in Höhe von rund 100.000 Euro identifizieren können, wahrscheinlich wird diese Zahl noch steigen. Zu den gefälschten Waren zählen vollständige Spiele-Boxen, Handbücher, Registrierungskarten, Einleger, Etiketten und mehr. Solche Fälschungen zu erkennen, ist alles andere als leicht, denn in den Anfangstagen des Spiele-Geschäfts waren Schwankungen der Produktionsqualität an der Tagesordnung.Big Box PC Game Collectors hat mittlerweile mehrere Hinweise auf Fälschungen bekannt gegeben: spezielle Merkmale im Druckverfahren der Etiketten, die Datenträger selbst, auf denen die eigentlichen Spiele fehlten und deren Aufdrucke manuell geschnitten wurden sowie ähnliche Fehler bei den Verpackungen selbst. Die Sammler haben auch Bilder veröffentlicht, wie sich diese Fälschungen erkennen ließen bzw. lassen.
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