Nicht kleckern: Samsung schnürt Investitionspaket von 355 Mrd. Dollar

Der südkoreanische Konzern Samsung will nichts anbrennen lassen. Mit einem gigantischen Investitionsvorhaben will das Unternehmen seine Konkurrenten in strategisch wichtigen Bereichen in die Schranken weisen.
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Über die kommenden fünf Jahre hinweg will das Unternehmen einen enorm großen Betrag von rund 355 Milliarden Dollar investieren. Das entspricht etwa der Summe, die der gesamte Staat Südkorea in einem Jahr in seinem Haushalt zur Verfügung hat. Das Geld soll vor allem in strategisch wichtige Geschäftsbereiche fließen. Konkret benannte das Samsung-Management dabei Halbleiter, Biopharmazeutika und nicht näher definierte Next-Generation-Technologien.

Das Samsung-Management betonte bei der Vorstellung der Planungen, dass insbesondere die Bedeutung der Halbleiter- und der pharmazeutischen Industrie weltweit anerkannt ist. Entsprechend setzt man offenbar darauf, auch entsprechende Unterstützung bei der Umsetzung der Investitionspläne zu bekommen. Aktuell wurden zwar noch keine konkreten Projekte benannt, in die das Geld fließen soll, doch warb die Konzernführung bereits damit, auf diese Weise rund 80.000 neue Arbeitsplätze vor allem in Südkorea entstehen zu lassen.

Unabhängige Lieferketten im Fokus

Bei den Investitionsplanungen geht es allerdings nicht nur darum, neue Chipwerke und andere Fabriken hochzuziehen. Einen nicht unwesentlichen Beitrag hat Samsung auch eingeplant, um die Lieferketten solider zu gestalten - und vor allem auch unabhängiger von einem Land wie China. Denn seit den letzten beiden Jahren zeigt sich eindrücklich, dass eine so hohe Konzentration in einem einzelnen Staat schnell zu einem Problem werden kann. Aktuell führen die Lockdown-Maßnahmen erneut dazu, dass weite Teile der Exporte aus China steckenbleiben.

Ein Schwerpunkt bei den Investitionen in den Halbleiter-Bereich soll die Produktion von Speicherchips bilden, wo Samsung ohnehin schon seit langer Zeit vorn dabei ist. Aber auch die Forschung an neuen Materialien und Chiparchitekturen wird stärker vorangetrieben als bisher, hieß es. Und natürlich ist auch die Finanzierung des stärkeren Ausbaus des Foundry-Geschäfts - insbesondere mit Blick auf die Einführung der kommenden 3-Nanometer-Prozesse - ein wichtiger Punkt in den Planungen.

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