Unlogisch: Microsoft bringt mit einer Anpassung Admins gegen sich auf

Mit dem Tool Quick Assist soll Admins eigentlich schnelle Hilfe ermöglicht werden. Die alte Version wird von einer App im Mi­cro­soft Store ersetzt, bringt aber viele Anpassungen mit, die für Är­ger sorgen. Das Unternehmen gelobt Besserung, erst mal ist der Um­stieg aber nicht zu vermeiden.

Verschlimmbesserte Quick Assist-App sorgt für mächtig Trubel

Mit dem Windows 10 Fall Creators Update hatte Microsoft im Oktober 2017 auch Quick Assist ausgeliefert, ein integriertes Programm zur Fernwartung - ähnlich der Windows XP Remote Assistance. Die Idee: Ohne die Anwendung eines Drittanbieters installieren zu müssen, können Admins mit dem integrierten Werkzeug schnell und unkompliziert auf Computer zugreifen und Hilfe leisten. Jüngst hatte Microsoft hier das Ende verkündet und den Entschluss, ein neues Quick Assist nur noch über den Microsoft Store bereitzustellen. Wie Bleepingcomputer meldet, sorgt diese Entscheidung für einigen Unmut unter den Anwendern.
Microsoft Quick AssistNeue Quick Assist-App... Microsoft Quick Assist...sorgt für Admin-Unmut
Wie in unzähligen Antworten zur Ankündigung im Tech Community Post zu lesen ist, halten viele die Entscheidung Microsofts für wenig sinnvoll, einige wählen hier auch noch drastischere Formulierungen. Eines der Probleme: War Quick Assist bisher garantiert Teil der Systeme, sind für die nötige Installation der neuen Version lokale Administratorrechte erforderlich, die normale Nutzer auf Unternehmensgeräten nicht haben.

Damit kommt es auch zu einem weiteren Problem: Es fehlt ein Mechanismus, das neue Programm einfach auf alle Rechner eines Firmennetzwerks zu bekommen. "Ich bin eine Ein-Mann-IT-Abteilung, die etwa 70 Windows-PCs verwaltet, und habe keine ausgefeilten Mechanismen für die Softwareverteilung im Einsatz", so einer der sichtlich genervten, aber auch besorgten Admins. "Es muss in einem Systemkontext eingesetzt werden können, und Microsoft muss verstehen, dass Systemadministratoren nicht wollen, dass ihre Endbenutzer die Administratoren ihrer Maschinen sind", ergänzt ein weiterer Kollege.

Dumme kleine Fehler

Doch damit noch nicht genug der Ärgernisse. Bisher konnte das integrierte eigenständige Tool über einen systemweiten Hotkey (Strg+Win+Q) ausgeführt werden, der wurde in der Version aus dem Microsoft Store aber schlicht gestrichen. Zu guter Letzt wird die neue Version installiert, ohne dass dabei die alte Version entfernt wird - ein Problem, das nicht ohne weiteren Aufwand der Admins zu lösen ist.

Das "End of Serivce"-Datum für das vorhergehende Quick Assist ist auf den 16.05.2022 festgelegt, Microsoft hat hier trotz der vielen Hinweise bisher keine Anpassung verkündet. Allerdings melden sich verschiedene Entwickler zu Wort, um zumindest teilweise auf die Kritik einzugehen. Demnach werde eine neue Version den Shortcut zurückbringen und die alte Anwendung ordnungsgemäß entfernen.

Ein neues Support-Dokument soll außerdem bei der Verwaltung der neuen Anwendung helfen, verspricht aber nicht unbedingt, die Gemüter zu beruhigen. Um das Öffnen der alten App zu vermeiden, wird Admins empfohlen, Quick Assist doch einfach an der Taskbar anzuheften. Die Verwendung des Shortcuts solle man doch bitte "unterlassen", da sonst bis auf Weiteres ebenfalls die native App gestartet wird. Blitz, Mann, Ärger, Schrei Blitz, Mann, Ärger, Schrei CC0 / Pixabay
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