Warentest bewertet Mobilfunk-Anbieter - 5G-Smartphones noch unnötig

Die Stiftung Warentest hat nach fünf Jahren erneut einen großangelegten Test der deutschen Mobilfunknetze durchgeführt und dabei festgestellt, dass sich die Qualität und Ausfallsicherheit bei allen Anbietern deutlich verbessert hat. 5G-Smartphones halten die Tester noch nicht für nötig.
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Wie die Stiftung Warentest in der jüngsten Ausgabe ihres Magazins berichtet, hat man mit Messfahrzeugen mehr als 4000 Kilometer zurückgelegt und dabei in Städten, auf dem Land und auf Autobahnen zahlreiche Anrufe und Zugriffe auf das mobile Internet durchgeführt. Pro Anbieter wurden rund 1770 Anrufe gestartet, von denen nur drei Telefonate abbrachen - im Netz von O2.

Die Tester waren wie erwähnt auch dauerhaft im Internet unterwegs, wobei man feststellte, dass der Datenzugriff praktisch überall weitestgehend problemlos möglich war. Die Übertragungsraten fielen dabei deutlich höher aus als noch vor fünf Jahren, was die Tester auf den stetigen Ausbau der Netze zurückführten.

Unterschiede zwischen Telekom, Vodafone und O2 sind inzwischen gering

Mittlerweile sei die Qualität bei allen Anbietern gut, wobei die Telekom mit einer Test-Note von 1,6 (Gut) die Nase vorn hatte. Vodafone folgte mit einer Wertung von 1,7 (Gut) auf Platz zwei, während O2 mit 1,9 (Gut) auf Platz 3 landete. Die Telefoniequalität war insgesamt besser als die Internet-Konnektivität, so dass man jeweils die Noten 1,2 (Sehr Gut) für die Deutsche Telekom und Vodafone sowie 1,3 (Sehr Gut) für O2 vergab. Für den mobilen Internetzugriff über die Netze der drei großen Anbieter vergab die Stiftung Warentest bei ihrem Netztest jüngst die Noten 1,8 (Gut) für die Telekom, 1,9 (Gut) für Vodafone und 2,1 (Gut) für O2.

Der Ausbau der 5G-Netze ist je nach Anbieter unterschiedlich weit vorangeschritten. So stellte die Stiftung Warentest fest, dass die Telekom in diesem Test bereits 82 Prozent der Datenverbindungen in Städten per 5G-Mobilfunk abwickelte. Auf dem Land lag der Anteil bei der Telekom schon bei 58 Prozent. Bei Vodafone waren es jeweils 38 und 20 Prozent in der Stadt und auf dem Land, während der Anteil der 5G-Datenverbindungen bei O2 im Test jeweils 52 Prozent in der Stadt und neun Prozent auf dem Land betrug.

Insgesamt soll die 5G-Abdeckung aber noch nicht ausreichen, um den Kauf eines 5G-fähigen Smartphones zu rechtfertigen. Erst in ein bis zwei Jahren sei es für die meisten Kunden sinnvoll, sich ein Gerät mit entsprechendem Modem zuzulegen, da der 4G-/LTE-Ausbau noch immer für die meisten Kunden vollkommen ausreiche, so dass man fast überall komfortabel mit dem älteren Mobilfunkstandard unterwegs surfen kann.

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