5G-Rollout: Airlines befürchten "Chaos" und "katastrophale" Folgen
Der Mobilfunkstandard 5G sorgt seit Beginn an für wilde Verschwörungsmythen, es gibt immer wieder Gerüchte und Fehlinformationen zu dessen gesundheitlichen Risiken. Nun kocht das Thema 5G erneut auf, wenngleich in einem anderen Kontext, nämlich der Flugsicherheit.
Konkret geht es um die US-Freischaltung des so genannten C-Bandes, dieses deckt den Bereich zwischen 3,7 and 3,98 GHz ab. Die Mobilfunker AT&T und Verizon wollen heute mit dem Rollout starten, laut ursprünglichen Plänen sollte das bereits vor Wochen erfolgen, doch auf Wunsch der großen US-Fluglinien bzw. der US-Flugaufsicht Federal Aviation Administration (FAA) haben die beiden Netzbetreiber einer Verschiebung zugstimmt.
Das hat das Problem oder besser gesagt die Diskussion dazu allerdings nur verschoben, eine Lösung konnte indes nicht gefunden werden. Die Fronten sind seit bereits längerem verhärtet: Denn laut FAA sind die C-Band-Frequenzen in der Lage, bestimmte Cockpit-Systeme zu stören, was die Mobilfunker sowie der zuständige Branchenverband Cellular Telecommunications and Internet Association (CTIA) scharf dementieren. Infografik: 5G-Spektren im Vergleich
Sollten die Netzbetreiber wie geplant das C-Band starten, drohe "Chaos", daraufhin könnten "Zehntausende von Amerikanern in Übersee stranden". Die Chefs von American Airlines, Delta, United, Southwest und anderen schreiben in einem gemeinsamen offenen Brief: "Solange unsere großen Drehkreuze nicht für den Flugverkehr freigegeben sind, wird die große Mehrheit der Reisenden und des Versandes im Wesentlichen am Boden bleiben."
Die Mobilfunker kontern u. a. mit dem Verweis auf andere Länder: "Die Gesetze der Physik sind in den Vereinigten Staaten und in Frankreich dieselben", schrieben die CESOs von AT&T und Verizon vor kurzem. "Wenn US-Luftfahrtunternehmen in Frankreich täglich Flüge durchführen dürfen, dann sollten sie dies unter den gleichen Bedingungen auch in den Vereinigten Staaten tun können."
Das hat das Problem oder besser gesagt die Diskussion dazu allerdings nur verschoben, eine Lösung konnte indes nicht gefunden werden. Die Fronten sind seit bereits längerem verhärtet: Denn laut FAA sind die C-Band-Frequenzen in der Lage, bestimmte Cockpit-Systeme zu stören, was die Mobilfunker sowie der zuständige Branchenverband Cellular Telecommunications and Internet Association (CTIA) scharf dementieren. Infografik: 5G-Spektren im Vergleich
In anderen Ländern keine Probleme
Die Mobilfunker verweisen auf andere Länder und Regionen: In Japan, Südkorea und Frankreich wird das C-Band bereits genutzt, Zwischenfälle sind allerdings keine bekannt. Dennoch greifen die US-Fluggesellschaften zur Paniktrommel. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, haben die Chefs großer US-amerikanischer Passagier- und Cargo-Airlines vor einer "katastrophalen" Flugkriese gewarnt.Sollten die Netzbetreiber wie geplant das C-Band starten, drohe "Chaos", daraufhin könnten "Zehntausende von Amerikanern in Übersee stranden". Die Chefs von American Airlines, Delta, United, Southwest und anderen schreiben in einem gemeinsamen offenen Brief: "Solange unsere großen Drehkreuze nicht für den Flugverkehr freigegeben sind, wird die große Mehrheit der Reisenden und des Versandes im Wesentlichen am Boden bleiben."
Die Mobilfunker kontern u. a. mit dem Verweis auf andere Länder: "Die Gesetze der Physik sind in den Vereinigten Staaten und in Frankreich dieselben", schrieben die CESOs von AT&T und Verizon vor kurzem. "Wenn US-Luftfahrtunternehmen in Frankreich täglich Flüge durchführen dürfen, dann sollten sie dies unter den gleichen Bedingungen auch in den Vereinigten Staaten tun können."
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