Erstmals flog eine Sonde der Menschheit in die Atmosphäre der Sonne
Das alte Ikarus-Trauma ist überwunden: Erstmals lässt sich sagen, dass die Menschheit die Sonne berührt hat. Die NASA-Sonde Parker Solar Probe hat es geschafft, trotz der dort herrschenden extremen Bedingungen mit der Atmosphäre der Sonne in Kontakt zu kommen.
Es handelte sich nicht einfach um einen nahen Vorbeiflug, wie ihn schon einige andere Sonden geschafft haben. Parker Solar Probe tauchte kurzzeitig tatsächlich in die äußeren Bereiche der Sonne ein. Dort konnten dann Messungen zu den vorhandenen Partikeln und zu den Magnetfeldern angestellt werden, wie sie bisher noch nie möglich waren, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit.
Die Berührung liegt allerdings in der Realität schon einige Monate zurück: Am 28. April flog die Sonde das Manöver, das sie in die äußeren Schichten der Sonne eintauchen ließ. Es dauerte dann allerdings einige Zeit, bis die Daten übermittelt werden konnten - Funkverbindungen lassen sich aus dem energetischen Chaos der solaren Corona nicht herstellen. Und anschließend gingen die beteiligten Wissenschaftler sehr sorgfältig mit ihrem Erfolg um und traten erst an die Öffentlichkeit, als auch mehrere andere Wissenschafts-Teams aus verschiedenen Teilen der Welt zu dem Schluss kamen, dass die Einschätzung korrekt ist.
Um die gewünschten Daten bei dem extrem nahen Vorbeiflug zu erlangen, musste die Sonde natürlich speziell konzipiert werden. Um den massiven Beschuss mit hochenergetischen Teilchen und Wärme zu verkraften, versteckt sich der überwiegende Teil der Sonde hinter einem 17 Zentimeter dicken Hitzeschild. Bei der Annäherung an die Sonne schauen hinter diesem lediglich einige Arme hervor, die für das Sammeln von Partikeln nötig sind. Andere Komponenten wie Solarzellen und Antennen werden erst wieder ausgeklappt, wenn Parker Solar Probe wieder auf sicherer Distanz zu unserem Stern ist.
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Die Berührung liegt allerdings in der Realität schon einige Monate zurück: Am 28. April flog die Sonde das Manöver, das sie in die äußeren Schichten der Sonne eintauchen ließ. Es dauerte dann allerdings einige Zeit, bis die Daten übermittelt werden konnten - Funkverbindungen lassen sich aus dem energetischen Chaos der solaren Corona nicht herstellen. Und anschließend gingen die beteiligten Wissenschaftler sehr sorgfältig mit ihrem Erfolg um und traten erst an die Öffentlichkeit, als auch mehrere andere Wissenschafts-Teams aus verschiedenen Teilen der Welt zu dem Schluss kamen, dass die Einschätzung korrekt ist.
Parker Solar Probe: Erstmals fliegt eine Sonde in die Sonnen-Corona
Wichtige Daten für offene Fragen
Die gewonnenen Daten sollen nun dabei helfen, verschiedene Mysterien zu klären, die die Forscher noch immer umtreiben. So ist beispielsweise noch immer völlig unklar, warum die direkte "Oberfläche" der Sonne lediglich einige tausend Grad heiß ist, die Temperatur in der näheren Corona dann aber auf mehrere Millionen Grad steigt. Und auch zur Vertiefung der Kenntnisse über den Sonnenwind - also den stetig von der Sonne ausgehenden Partikelstrom, will man weitergehendes Wissen erlangen.Um die gewünschten Daten bei dem extrem nahen Vorbeiflug zu erlangen, musste die Sonde natürlich speziell konzipiert werden. Um den massiven Beschuss mit hochenergetischen Teilchen und Wärme zu verkraften, versteckt sich der überwiegende Teil der Sonde hinter einem 17 Zentimeter dicken Hitzeschild. Bei der Annäherung an die Sonne schauen hinter diesem lediglich einige Arme hervor, die für das Sammeln von Partikeln nötig sind. Andere Komponenten wie Solarzellen und Antennen werden erst wieder ausgeklappt, wenn Parker Solar Probe wieder auf sicherer Distanz zu unserem Stern ist.
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