Drive Pilot: Mercedes ab 2022 mit Lizenz zum Next-Gen-Selfdriving
Die rechtlichen Bedingungen ändern sich, Mercedes-Benz hat am schnellsten reagiert. Als erster Autohersteller der Welt kann man neun gesetzliche Anforderungen für hochautomatisiertes Fahren erfüllen. Schon bald darf die erste S-Klasse mit Level-3-System rollen.
Drive Pilot setzt auf weitreichende Sensor-Ausrüstung
Konkret bedeutet dieser Schritt, dass es dem Unternehmen erlaubt ist, ab dem nächsten Jahr erste Modelle mit dem "Drive Pilot" getauften System auszuliefern. Den Anfang macht dabei in der ersten Jahreshälfte die S-Klasse, später sollen dann auch Modelle der EQS-Reihe folgen. Mercedes spricht hier von einem System, das "hochautomatisiertes Fahren" möglich macht, in seiner Funktion unterscheidet man sich dabei sehr deutlich vom aktuell wohl bekanntesten System "Auto Pilot" von Tesla.
Während Teslas aktuelle Umsetzung die ständige Aufmerksamkeit des Fahrers verlangt, ermöglicht Drive Pilot explizit "sich vom Verkehrsgeschehen ab- und bestimmten Nebentätigkeiten zuzuwenden". Bei Aktivierung werden Anwendungen auf dem Zentraldisplay freigegeben, die für üblich unter der Fahrt gesperrt sind: "Zum Beispiel mit den Kollegen via In-Car-Office zu kommunizieren, Mails zu schreiben, im Internet zu surfen oder entspannt einen Film anzuschauen", so das Unternehmen.
Mercedes hat dafür seine Sensorik im Vergleich mit klassischen Spurhaltesystemen deutlich erweitert. "Dazu gehören LiDAR sowie eine Kamera in der Heckscheibe und Mikrophone, insbesondere zum Erkennen von Blaulicht und anderen Sondersignalen von Einsatzfahrzeugen, sowie ein Nässesensor im Radkasten." Lenk- und Bremssysteme sowie das Bordnetz sind redundant. Zu guter Letzt nutzt Mercedes hochauflösende Streckenkarten mit einer Genauigkeit im "Zentimeterbereich".
Drive Pilot ist etwas völlig anderes als Auto Pilot
Deutschland hatte für die Zulassung von Level-3-Systemen - also eine Teil-Automatisierung bestimmter Fahrfunktionen unter klar festgelegten Voraussetzungen - mit entsprechenden Anpassungen des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) als erstes Land der Welt schon 2017 den entsprechenden rechtlichen Rahmen geschaffen. Die technischen Voraussetzungen sind durch die Zulassungsvorschrift UN-R157 vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erst seit Anfang 2021 definiert. Mercedes verkündet jetzt stolz: "Als weltweit erstes Automobilunternehmen erfüllt Mercedes-Benz die anspruchsvollen gesetzlichen Anforderungen nach UN-R157 für ein Level-3-System."
Drive Pilot setzt auf weitreichende Sensor-Ausrüstung
Konkret bedeutet dieser Schritt, dass es dem Unternehmen erlaubt ist, ab dem nächsten Jahr erste Modelle mit dem "Drive Pilot" getauften System auszuliefern. Den Anfang macht dabei in der ersten Jahreshälfte die S-Klasse, später sollen dann auch Modelle der EQS-Reihe folgen. Mercedes spricht hier von einem System, das "hochautomatisiertes Fahren" möglich macht, in seiner Funktion unterscheidet man sich dabei sehr deutlich vom aktuell wohl bekanntesten System "Auto Pilot" von Tesla.
Während Teslas aktuelle Umsetzung die ständige Aufmerksamkeit des Fahrers verlangt, ermöglicht Drive Pilot explizit "sich vom Verkehrsgeschehen ab- und bestimmten Nebentätigkeiten zuzuwenden". Bei Aktivierung werden Anwendungen auf dem Zentraldisplay freigegeben, die für üblich unter der Fahrt gesperrt sind: "Zum Beispiel mit den Kollegen via In-Car-Office zu kommunizieren, Mails zu schreiben, im Internet zu surfen oder entspannt einen Film anzuschauen", so das Unternehmen.
Stauassistent on Steroids
Diese Möglichkeiten machen aber auch sehr klare Einschränkungen nötig: Drive Pilot ist ein System, das in Deutschland zunächst auf 13.191 Autobahnkilometern genutzt werden kann. Im Stau oder bei hohem Verkehrsaufkommen kann man es bis 60 km/h nutzen. Bei Aktivierung werden Geschwindigkeit und Abstand sowie Lenkung innerhalb der Spur automatisiert. Auch eventuell auftretende Ereignisse auf der Strecke sowie Verkehrszeichen werden ausgewertet und berücksichtigt. Ist es aktiv, darf der Fahrer Mails schreiben, Filme schauen oder Spiele spielen. Falls das Auto in dieser Zeit einen Unfall verursacht, haftet auch nicht mehr der Fahrer, sondern der Hersteller, also Mercedes in diesem Fall.Mercedes hat dafür seine Sensorik im Vergleich mit klassischen Spurhaltesystemen deutlich erweitert. "Dazu gehören LiDAR sowie eine Kamera in der Heckscheibe und Mikrophone, insbesondere zum Erkennen von Blaulicht und anderen Sondersignalen von Einsatzfahrzeugen, sowie ein Nässesensor im Radkasten." Lenk- und Bremssysteme sowie das Bordnetz sind redundant. Zu guter Letzt nutzt Mercedes hochauflösende Streckenkarten mit einer Genauigkeit im "Zentimeterbereich".
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