Mindestalter 13? Laut Leak hat es Facebook auf 6-Jährige abgesehen
Facebook sieht sich großer Kritik ausgesetzt, von schädlichen Einflüssen auf Kinder gewusst, aber nichts unternommen zu haben. Ein neues Leak will jetzt aufzeigen, dass sich die Plattform zwar offiziell ein Mindestalter gibt, hinter den Kulissen aber schon 6-Jährige anvisiert.
Demnach führt das Unternehmen in einem internen Blogbeitrag im April aus, dass man Produkte "in der Vergangenheit meist" nicht für Kinder unter 13 Jahren entwickelt habe. Eine neue Abteilung werde aber dafür Sorge tragen, dass das gesamte Produktsortiment auch Kindern unter 13 Jahren angeboten werden kann. Ein Diagramm schlüsselt die neuen Zielgruppen auf und definiert das neu anvisierte Eintrittsalter zwischen 6 und 9 Jahren.
Interessant ist auch, wie das Unternehmen das Thema Regulierung in dem Post aufgreift. So zitiert das Dokument die Vorschriften der in den USA zuständigen Federal Trade Commission für Online-Dienste, die für Kinder unter 13 Jahren zu beachten sind, genannte Children's Online Privacy Protection Rule (COPPA). In einem Diagramm mit der Überschrift "Und in der Zukunft" wird diese Stopp-Linie, die die derzeitigen Beschränkungen darstellt, aber schlicht durch die neuen Altersgruppen ersetzt. "Die Folie erklärt nicht, wie das Unternehmen die derzeitigen COPPA-Beschränkungen in Zukunft umgehen will", so NBC.
Auf Anfrage teilt Facebook mit, dass sich die Ausrichtung nach Veröffentlichung des internen Posts im April diesen Jahres entscheidend verändert habe: "Wir besetzen diese Stellen zwar immer noch, aber sie werden sich hauptsächlich auf neue Funktionen konzentrieren, die wir für Teenager (13-17) und Eltern entwickeln." Es darf bezweifelt werden, dass diese Aussage Kritiker wirklich beruhigen kann.
Facebook soll die Zielgruppe "ab 6 Jahren" anvisiert haben
Um Facebook nutzen zu dürfen, muss man offiziell mindestens 13 Jahre alt sein - diese Grenze für den Beitritt ist in vielen Ländern auch gesetzlich verankert. Wie jetzt NBC unter Berufung auf interne Dokumente des sozialen Netzwerks berichtet, hat Facebook aktiv Mitarbeiter angeworben, um Produkte zu entwickeln, die sich an Kinder ab 6 Jahren richten. Das Ziel: eine Nutzerbindung so früh wie möglich zu erreichen.Demnach führt das Unternehmen in einem internen Blogbeitrag im April aus, dass man Produkte "in der Vergangenheit meist" nicht für Kinder unter 13 Jahren entwickelt habe. Eine neue Abteilung werde aber dafür Sorge tragen, dass das gesamte Produktsortiment auch Kindern unter 13 Jahren angeboten werden kann. Ein Diagramm schlüsselt die neuen Zielgruppen auf und definiert das neu anvisierte Eintrittsalter zwischen 6 und 9 Jahren.
Interessant ist auch, wie das Unternehmen das Thema Regulierung in dem Post aufgreift. So zitiert das Dokument die Vorschriften der in den USA zuständigen Federal Trade Commission für Online-Dienste, die für Kinder unter 13 Jahren zu beachten sind, genannte Children's Online Privacy Protection Rule (COPPA). In einem Diagramm mit der Überschrift "Und in der Zukunft" wird diese Stopp-Linie, die die derzeitigen Beschränkungen darstellt, aber schlicht durch die neuen Altersgruppen ersetzt. "Die Folie erklärt nicht, wie das Unternehmen die derzeitigen COPPA-Beschränkungen in Zukunft umgehen will", so NBC.
Kritiker entsetzt
Auch bei Fairplay, einem Non-Profit, das aus der US-Kampagne "für eine werbefreie Kindheit" hervorgegangen war, sorgt das neue Leak für echte Empörung: "Diese Dokumente machen deutlich, dass Facebook, anstatt daran zu arbeiten, seine bestehenden Plattformen weniger schädlich für Jugendliche zu machen, vorrangig jüngere Kinder umgarnen und eine Pipeline von lebenslangen Nutzern von Facebook-Produkten schaffen wollte", sagte der Geschäftsführer von Fairplay, Josh Golin, gegenüber NBC News.Auf Anfrage teilt Facebook mit, dass sich die Ausrichtung nach Veröffentlichung des internen Posts im April diesen Jahres entscheidend verändert habe: "Wir besetzen diese Stellen zwar immer noch, aber sie werden sich hauptsächlich auf neue Funktionen konzentrieren, die wir für Teenager (13-17) und Eltern entwickeln." Es darf bezweifelt werden, dass diese Aussage Kritiker wirklich beruhigen kann.
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