PC-Markt: Nachfrage bricht stark ein - es wird aber nicht zu schlimm

Die Hersteller von PCs und Notebooks müssen sich darauf einstellen, dass die Nachfrage in der nächsten Zeit wieder deutlich zurückgeht. Trotzdem soll die Lage vorerst nicht mehr so katastrophal werden, wie noch vor zwei Jahren.
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Die Corona-Krise, die weltweit Menschen plötzlich zwang zuhause zu bleiben, sorgte nach Jahren der Flaute plötzlich für einen enormen Boom bei den Verkaufszahlen von PCs und Notebooks. Denn für das Homeoffice benötigten viele plötzlich aktuellere Hardware und auch in der Freizeit ließ sich der Kontakt zu Freunden beispielsweise per Videokonferenz besser am großen Notebook-Display aufrechterhalten als mit dem Smartphone. Nun aber, da sich die Lage in vielen Bereichen wieder etwas normalisiert, sinkt der Bedarf ebenso schnell wieder ab.

Die Marktforscher der IDC hatten im Mai noch ein Jahres-Wachstum von 18 Prozent bei PCs und Notebooks im Vergleich zu 2020 prognostiziert. Aufgrund aktueller Daten geht man nun nur noch von 14,2 Prozent aus. Da bereits ein ordentlicher Teil der Verkäufe im ersten Halbjahr stattfand, dürften die Wachstumsraten zum Jahresende hin dann doch recht überschaubar bleiben. PC-Markt: Prognose ab 2021

Optimismus ist berechtigt

Das liegt letztlich natürlich nicht nur an der Entwicklung der Pandemie-Lage allein. Ein weiterer bremsender Faktor ist der Engpass bei Halbleiter-Produkten. Die Computer-Hersteller können teils gar nicht so viele Geräte bauen, wie sie bei einigen Modellen verkaufen könnten.

Bei der IDC geht man davon aus, dass immerhin auch in den Folgejahren ein Wachstum verbucht werden kann. Durchschnittlich um 3,2 Prozent soll es dann jährlich bis 2025 nach oben gehen. Die Hersteller müssen also nicht damit rechnen, dass sie wieder auf ähnlich schwache Absatzzahlen zurückfallen, wie man sie vor der Corona-Krise kannte. Damals griffen die Nutzer immer mehr zu Smartphones und Tablets und die Investitionen in neue PCs und Notebooks fanden kaum noch statt, was über viele Jahre zu immer weiter sinkenden Verkaufszahlen führte.

Siehe auch: PC-Markt in Corona-Zeiten: Chromebooks und Pro-Tablets boomen
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