Maxdome wird jetzt verkauft - neuer Unterschlupf bei Splendid

Der deutsche Streaming-Pionier Maxdome wird bereits seit einiger Zeit nur noch als Online-Videothek betrieben und ist jetzt auch noch verkauft worden. Die Zukunft der Plattform dürfte damit nicht gerade hoffnungsvoller werden. Maxdome gehörte zuletzt formal zur neuen Streaming-Plattform Joyn, die von ProSiebenSat.1 und Discovery aufgebaut wurde. Nun ist das Angebot an Splendid Medien verkauft worden, bei der Maxdome zukünftig als Teil der Tochtergesellschaft Videociety weitergeführt werden soll. Auch diese ist bereits seit einiger Zeit als Anbieter von Verkaufs- und Miet-Inhalten im Video-Bereich aktiv.

"Im Markt registrieren wir eine zunehmende Übersättigung von Streaming-Abo-Angeboten", sagte Dirk Schweitzer, Chef von Splendid Medien. "Deshalb sehen wir jetzt eine Marktchance, unser Video-on-Demand-Portfolio mit selektiven Akquisitionen zu stärken." Man zielt dabei auf jene Nutzer ab, die nicht gleich ein Streaming-Abo abschließen wollen, wenn sie sich für einen bestimmten Film oder eine Serie interessieren. Allerdings liegt insbesondere der Kaufpreis für einen digitalen Film-Download in der Regel in einer Höhe, mit der man auch über mehrere Monate hinweg einen kompletten Zugang zu einer Streaming-Plattform bekommt.

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Splendid kündigte an, dass Maxdome unter dem bisherigen Namen weiterbetrieben werden soll. Durch die Zusammenführung unter einem Dach dürfte für die User aber der Vorteil eines breiteren Angebotes entstehen. Denn die Lizenz-Kataloge beider Videotheken überschneiden sich bisher nur in Teilen.

Maxdome wurde bereits im Jahr 2006 erstmalig vorgestellt und gehört damit unzweifelhaft zu den Pionieren des Video-Streamings. Allerdings waren die Hürden damals wegen sehr schwierig nutzbarer DRM-Systeme und auch aufgrund einer nicht gerade großen Nutzerfreundlichkeit noch ziemlich hoch. Entscheidende Änderungen wurden hier auch lange nicht geschafft, so dass Netflix beim Markteinstieg in Deutschland quasi kein Widerstand entgegengesetzt werden konnte. Vor fast einem Jahr wurde das Streaming via Maxdome dann auch eingestellt und der Mutterkonzern konzentrierte sich auf das neue Joyn-Angebot.

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