Globalfoundries will Chipwerk-Leistung in Dresden mehr als verdoppeln

Der größte deutsche Halbleiter-Standort Dresden wird zukünftig noch einmal ordentlich ausgebaut. Der Auftagshersteller Globalfoundries wird seinen Standort um den Faktor 2,5 ausbauen, hieß es von Seiten des örtlichen Managements.
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Eine Million Wafer sollen hier zukünftig pro Jahr verarbeitet werden, erklärte Firmensprecher Jens Drews in einem Interview mit Oiger. "Die Auftragslage gibt das her", sagte er. Lediglich einen Teil der dafür benötigten Anlagen könne man im bestehenden Reinraum-Bereich unterbringen, für den Rest muss das Unternehmen am Standort unbedingt anbauen.

Grundsätzlich werde man dabei aber auf die bereits eingesetzten Verfahren setzen. "Man braucht nicht für alles gleich EUV-Anlagen", so Manfred Horstmann, Chef des Dresdner Werkes. Auch mit den existierenden Prozessen würden sich bereits Produkte für aktuelle KI-Anwendungen und andere Bereiche, die derzeit im Fokus stehen, realisieren.

Milliarden werden fließen

In welchem finanziellen Rahmen sich das Ganze belaufen soll, ist derzeit noch nicht bekannt. Seitens des Unternehmens will man hier keine konkreten Zahlen nennen. Allerdings lässt sich aus vergleichbaren Projekten ableiten, dass Globalfoundries sicherlich einen Milliarden-Betrag in die Dresdner Chipfabrik investieren wird.

In Dresden wird eine Vielzahl an Chips für unterschiedlichste Kunden produziert. "Wir haben unser Produktportfolio, das ursprünglich nur aus Mikroprozessoren bestand, deutlich ausgeweitet. Das zahlt sich mehr und mehr aus", sagte Horstmann. Man baut beispielsweise Audio-Wandler für Mobiltelefone, Controller für Displays und Chips für verschiedenste Consumer- und Autoelektronik.

Horstmann erhält aktuell nach eigenem Bekunden auch immer wieder Anrufe aus der Automobilindustrie, die mit einem enormen Engpass zu tun hat. Allerdings kann das Dresdner Werk hier zwar den ein oder anderen Auftrag an Land ziehen, die Kapazitäten sind aber auch hier schon lange mehr als ausgeschöpft, so dass man kaum zur Linderung beitragen kann. "Wir fahren die Fabrik jetzt schon mit Überauslastung und wollen sie daher ausbauen", so der Werkschef.

Siehe auch: Globalfoundries: Fabrik in China ist fertig gebaut und wird eingestampft


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