IBM vs. Globalfoundries: Gerichts-Schlammschlacht wird eingeläutet
In der IT-Branche bahnt sich die nächste große Schlammschlacht an. Der Technologie-Konzern IBM fühlt sich vom bisherigen Produktionspartner GlobalFoundries im Stich gelassen und fordert Milliarden - der Auftragshersteller kontert mit einer eigenen Klage.
IBM entwickelt weiterhin eigene Prozessoren der Power-Serie, die beispielsweise in den Mainframes des Unternehmens zum Einsatz kommen. Die Fertigung der Chips ist aber längst auch ausgelagert. Längerfristige Verträge sollten hier sicherstellen, dass der Produktionspartner auch seine Fertigungsprozesse so weiterentwickelt, dass die jeweils neuesten Power-Prozessoren auch umgesetzt werden können. Konkret gab es solche Abkommen mit GlobalFoundries, dem dafür auch die nicht mehr profitabel arbeitenden Chip-Werke IBMs inklusive Patenten und Mitarbeitern überschrieben wurden.
IBM bemängelt nun, dass schon vor einiger Zeit die Prozessoren mit 10-Nanometer-Technologie nicht erscheinen konnten, weil der Auftragshersteller die Entwicklung der Prozesstechnik einstellte, berichtet ExtremeTech. Und auch die 7-Nanometer-Verfahren wurden letztlich nicht umgesetzt. GlobalFoundries hält dem allerdings entgegen, dass es entsprechende Absprachen gab und IBM dann ohnehin zu Samsung wechselte, wodurch die Herstellung sogar günstiger wurde.
GlobalFoundries hingegen beschwert sich über den Zeitpunkt der Klageerhebung. IBM begründet dies damit, dass man erst sicherstellen musste, dass man ausreichend Bestandteile der Fertigung von GlobalFoundries abgezogen hat und der Auftragsfertiger nicht plötzlich durch das Einstellen der Lieferungen für weitere Schäden sorgt. Aus Sicht des Gegners kam die Klage nun aber deshalb erst jetzt, weil aktuell der Börsengang des Unternehmens geplant wird - und dieses Vorhaben wird durch einen anstehenden großen und langwierigen Prozess erheblich gestört.
IBM bemängelt nun, dass schon vor einiger Zeit die Prozessoren mit 10-Nanometer-Technologie nicht erscheinen konnten, weil der Auftragshersteller die Entwicklung der Prozesstechnik einstellte, berichtet ExtremeTech. Und auch die 7-Nanometer-Verfahren wurden letztlich nicht umgesetzt. GlobalFoundries hält dem allerdings entgegen, dass es entsprechende Absprachen gab und IBM dann ohnehin zu Samsung wechselte, wodurch die Herstellung sogar günstiger wurde.
Es geht um viel
Bei IBM empfindet man das Verhalten des ehemaligen Partners aber als bewusste Täuschung, denn die 10-Nanometer-Entwicklung sei bereits zwei Monate nach der Vertragsunterzeichnung eingestellt worden. Und der notwendig gewordene Umstieg zu Samsung habe keinesfalls nur positive Effekte gehabt. Erst einmal musste man die Roadmap für die Prozessoren tiefgreifend umbauen und auch Anpassungen an den Architekturen vornehmen. Big Blue fordert daher nun Schadensersatz in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar.GlobalFoundries hingegen beschwert sich über den Zeitpunkt der Klageerhebung. IBM begründet dies damit, dass man erst sicherstellen musste, dass man ausreichend Bestandteile der Fertigung von GlobalFoundries abgezogen hat und der Auftragsfertiger nicht plötzlich durch das Einstellen der Lieferungen für weitere Schäden sorgt. Aus Sicht des Gegners kam die Klage nun aber deshalb erst jetzt, weil aktuell der Börsengang des Unternehmens geplant wird - und dieses Vorhaben wird durch einen anstehenden großen und langwierigen Prozess erheblich gestört.
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