Einmalige Microsoft-Lösung zielt auf deutsche Kinderpornografie-Szene
Ein deutsches Forschungsprojekt, in seinem Aufbau einmalig auf der Welt, könnte zum schlagkräftigen Werkzeug gegen die Kinderpornografie-Szene werden. Federführend mit dabei: Microsoft. Nach erfolgreichem Test gilt es jetzt, die Lösung zu internationalisieren.
2019 hatten deswegen das Land NRW, die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW und Microsoft ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen. Das Ziel: "Eine rechtssichere und hybride Cloud-Lösung zur automatisierten Erkennung und Kategorisierung von Kinder- und Jugendpornografie." Jetzt können die Partner vermelden, dass die Lösung sich im Testbetrieb bewährt hat.
Im Testbetrieb bewährt: Mit KI gegen Kinderpornografie
"Unser Projekt ist ein Meilenstein für die schnelle Auswertung kinderpornografischer Darstellungen", so Peter Biesenbach, Minister der Justiz des Landes NRW. "Jede gewonnene Minute durch KI-unterstützte Auswertung kinderpornografischer Inhalte kann helfen, noch andauernden Kindesmissbrauch schneller zu verhindern. Wir müssen und werden jede Möglichkeit nutzen, das unfassbare Leid dieser Kinder zu beenden." Marianne Janik von Microsoft Deutschland sieht in dem einzigartigen Projekt nur den Startpunkt für eine breite Nutzung: "Der erfolgreiche Abschluss dieses hochkomplexen Entwicklungsprojekts, ist eine Blaupause für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Partnern."
Ein weiterer Vorteil des Systems: eine optische Zeichenerkennung macht gedruckte und handschriftliche Inhalte auf den Bildern für Strafverfolger durchsuchbar und erlaubt den automatischen Abgleich mit vordefinierten Schlagwortlisten. "So lassen sich beispielsweise Wasserzeichen schneller auswerten, wie sie Täter*innen häufig verwenden", so die Entwickler.
Nach Abschluss des Testbetriebs wird das System jetzt in den produktiven Betrieb der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW überführt. Außerdem gelte es jetzt, die offene Cloud-Plattform national wie international zum Einsatz zu bringen. Man darf gespannt sein, wie sich das Projekt weiter entwickelt.
Hohe Erkennungsrate, deutliche Beschleunigung bei der Ermittlung
Es ist eine verstörende und widerliche Entwicklung: Die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen von Kindern und Jugendlichen im Internet nimmt seit Jahren weiter zu. Für Strafverfolger ergibt sich bei ihrer Arbeit dabei immer wieder ein klares Problem: Eine Flut an Daten muss auf strafrechtlich relevante Inhalte untersucht, bewertet und entsprechend kategorisiert werden.2019 hatten deswegen das Land NRW, die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW und Microsoft ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen. Das Ziel: "Eine rechtssichere und hybride Cloud-Lösung zur automatisierten Erkennung und Kategorisierung von Kinder- und Jugendpornografie." Jetzt können die Partner vermelden, dass die Lösung sich im Testbetrieb bewährt hat.
Im Testbetrieb bewährt: Mit KI gegen Kinderpornografie
"Unser Projekt ist ein Meilenstein für die schnelle Auswertung kinderpornografischer Darstellungen", so Peter Biesenbach, Minister der Justiz des Landes NRW. "Jede gewonnene Minute durch KI-unterstützte Auswertung kinderpornografischer Inhalte kann helfen, noch andauernden Kindesmissbrauch schneller zu verhindern. Wir müssen und werden jede Möglichkeit nutzen, das unfassbare Leid dieser Kinder zu beenden." Marianne Janik von Microsoft Deutschland sieht in dem einzigartigen Projekt nur den Startpunkt für eine breite Nutzung: "Der erfolgreiche Abschluss dieses hochkomplexen Entwicklungsprojekts, ist eine Blaupause für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Partnern."
Aufbau komplex aber gelungen
Im ersten Schritt des Systems wird das Bildmaterial in den Rechenzentren der Strafverfolgungsbehörden durch einen speziell entwickelten Algorithmus unumkehrbar abstrahiert und anonymisiert. Im nächsten Schritt werden diese Inhalte durch eine künstliche Intelligenz klassifiziert. "In der bisherigen Projektphase war die KI in der Lage, Bilder in 92 Prozent der Fälle korrekt zu kategorisieren", so die Entwickler, was eine deutlich schnellere Reaktion bei verdächtigen Inhalten möglich mache. Bei falsch kategorisierten Inhalten müssen Ermittler manuell eine Korrektur vornehmen, was wiederum zum Training des KI-Systems beiträgt.Ein weiterer Vorteil des Systems: eine optische Zeichenerkennung macht gedruckte und handschriftliche Inhalte auf den Bildern für Strafverfolger durchsuchbar und erlaubt den automatischen Abgleich mit vordefinierten Schlagwortlisten. "So lassen sich beispielsweise Wasserzeichen schneller auswerten, wie sie Täter*innen häufig verwenden", so die Entwickler.
Nach Abschluss des Testbetriebs wird das System jetzt in den produktiven Betrieb der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW überführt. Außerdem gelte es jetzt, die offene Cloud-Plattform national wie international zum Einsatz zu bringen. Man darf gespannt sein, wie sich das Projekt weiter entwickelt.
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