Gesetz ohne Wirkung: Amazon wirft in Deutschland weiter Neuware weg
Der weltgrößte Online-Versender Amazon entsorgt noch immer diverse vollkommen neue Produkte aus seinem Sortiment. Laut einem neuen Bericht werden noch immer sogenannte "Destroy"-Stationen betrieben, an denen man offenbar Ladenhüter der Entsorgung zuführt.
Wie der NDR und die Zeit berichten, betreibt Amazon in einer Reihe von Logistikzentren weiterhin "Destroy"-Stationen, an denen Mitarbeiter des Online-Händlers unbeschädigte Neuwaren verschiedener Art auspacken und dann nach den Kriterien der Mülltrennung sortieren, bevor die Produkte in Müllbehältern landen.
Offenbar werden die Produkte schon vorher gezielt aus den Regalen der Versandlager entnommen und in großen Kisten für die Entsorgung an den Destroy-Stationen vorgehalten. Dem Bericht zufolge betrifft dies vor allem Spielwaren, Bücher, Bekleidung, Kalender und günstige Elektro-Artikel, die meist von Drittanbietern über Amazons Plattform verkauft, aber über die Versandlager des Konzern vertrieben werden.
Amazon verwies anlässlich des Berichts darauf, dass man tatsächlich teilweise Neuware entsorge, aber stets bemüht sei, deren Anteil möglichst gering zu halten. Genaue Zahlen zur Menge der entsorgten Neuprodukte aus Amazon-Lagern liegen nicht vor. Die Entsorgung erfolgt per Recycling, Energierückgewinnung oder als letzte Option auch per Deponierung, so der Konzern.
Eigentlich sollte das seit 2020 in angepasster Form gültige Kreislaufwirtschaftsgesetz dafür sorgen, dass die Entsogung von Neuwaren durch große Einzelhändler reduziert wird. Noch wurde das Gesetz aber nicht durch entsprechende Verordnungen in die Tat umgesetzt, so dass den Händlern auf absehbare Zeit keinerlei Konsequenzen drohen, wenn sie Neuwaren entsorgen.
Offenbar werden die Produkte schon vorher gezielt aus den Regalen der Versandlager entnommen und in großen Kisten für die Entsorgung an den Destroy-Stationen vorgehalten. Dem Bericht zufolge betrifft dies vor allem Spielwaren, Bücher, Bekleidung, Kalender und günstige Elektro-Artikel, die meist von Drittanbietern über Amazons Plattform verkauft, aber über die Versandlager des Konzern vertrieben werden.
Was nach festen Fristen nicht verkauft wurde, kommt weg
Amazon und seine Partnerhändler entsorgen so laut den Recherchen, die auf Untersuchungen der Umweltorganisation Greenpeace zurückgehen, vor allem dann, wenn sie nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkauft werden konnten. Dritthändlern berechnet Amazon bei Überschreiten der Verkaufsfrist erhöhte Langzeitlagergebühren, bietet ihnen aber zuvor an, die Produkte aus dem Lager zu entfernen oder sie gebührenpflichtig zu entsorgen.Amazon verwies anlässlich des Berichts darauf, dass man tatsächlich teilweise Neuware entsorge, aber stets bemüht sei, deren Anteil möglichst gering zu halten. Genaue Zahlen zur Menge der entsorgten Neuprodukte aus Amazon-Lagern liegen nicht vor. Die Entsorgung erfolgt per Recycling, Energierückgewinnung oder als letzte Option auch per Deponierung, so der Konzern.
Eigentlich sollte das seit 2020 in angepasster Form gültige Kreislaufwirtschaftsgesetz dafür sorgen, dass die Entsogung von Neuwaren durch große Einzelhändler reduziert wird. Noch wurde das Gesetz aber nicht durch entsprechende Verordnungen in die Tat umgesetzt, so dass den Händlern auf absehbare Zeit keinerlei Konsequenzen drohen, wenn sie Neuwaren entsorgen.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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