Nacht-Modus von Smartphones hilft beim Einschlafen gar nichts
Funktionen zur Reduzierung des Blau-Anteils in Smartphone-Displays gehören inzwischen schon zum guten Ton und sollen auch zeigen, dass die Hersteller das Wohlbefinden des Nutzers ernst nehmen. Mehr als Marketing ist das bei genauerer Betrachtung aber nicht.
Die versprochene Wirkung, dass der Schlaf bei geringerem Blau-Anteil in den Abendstunden besser wird, lässt sich anhand experimenteller Daten zumindest nicht bestätigen. Solche haben Forscher der Brigham Young University jetzt veröffentlicht. Bei den Versuchen hat man zwar aufgrund der Vereinheitlichung auf Apples iPhones gesetzt, im Grunde lässt sich das Ergebnis aber auch auf die vielen anderen Smartphones übertragen, die entsprechende Funktionen mitbringen.
Die Behauptung selbst klingt durchaus logisch: Bestimmte Licht-Spektren sorgen dafür, dass die Ausschüttung des Hormons Melatonin gebremst wird und wir wach bleiben. Also reduziert man diese Farbanteile in der Display-Beleuchtung und der Nutzer findet auch dann einen ruhigeren Schlaf, wenn er kurz zuvor noch längere Zeit auf sein Gerät schaut.
"Es gab keine nennenswerten Unterschiede beim Schlafergebnis zwischen den drei Gruppen", heißt es in der Auswertung der erhobenen Daten. Lediglich bei Probanden, die im Durchschnitt länger als 6,8 Stunden schliefen, konnte ein besserer Schlaf beobachtet werden, wenn sie vor dem Zubettgehen überhaupt kein Smartphone nutzten. Unterschiede zwischen unterschiedlichen Beleuchtungsmodi ließen sich hingegen nicht erkennen. Die Forscher gehen daher davon aus, dass Müdigkeit einfach so viel Kraft in sich hat, dass sie von etwas blauem Lichtanteil auf einem kleinen Display kaum beeinflusst werden kann.
Download f.lux - Zeitgesteuertes Anpassen der Monitor-Farbtemperatur Siehe auch: Display-Licht kann Einschlaf-Störungen verursachen
Die Behauptung selbst klingt durchaus logisch: Bestimmte Licht-Spektren sorgen dafür, dass die Ausschüttung des Hormons Melatonin gebremst wird und wir wach bleiben. Also reduziert man diese Farbanteile in der Display-Beleuchtung und der Nutzer findet auch dann einen ruhigeren Schlaf, wenn er kurz zuvor noch längere Zeit auf sein Gerät schaut.
Müdigkeit schlägt jedes Display
Die Forscher zogen nun allerdings 167 Probanden heran und statteten sie mit Sensor-Armbändern aus, die ihren Schlaf überwachten. Dann wurde sie in drei Gruppen aufgeteilt: Eine nutzte ihr iPhone vor dem Schlafengehen gar nicht mehr, die beiden anderen taten dies, allerdings einmal mit und einmal ohne aktivierte Night Shift-Funktion."Es gab keine nennenswerten Unterschiede beim Schlafergebnis zwischen den drei Gruppen", heißt es in der Auswertung der erhobenen Daten. Lediglich bei Probanden, die im Durchschnitt länger als 6,8 Stunden schliefen, konnte ein besserer Schlaf beobachtet werden, wenn sie vor dem Zubettgehen überhaupt kein Smartphone nutzten. Unterschiede zwischen unterschiedlichen Beleuchtungsmodi ließen sich hingegen nicht erkennen. Die Forscher gehen daher davon aus, dass Müdigkeit einfach so viel Kraft in sich hat, dass sie von etwas blauem Lichtanteil auf einem kleinen Display kaum beeinflusst werden kann.
Download f.lux - Zeitgesteuertes Anpassen der Monitor-Farbtemperatur Siehe auch: Display-Licht kann Einschlaf-Störungen verursachen
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Christian Kahle
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